Kommentare

Also marjean, ab und zu ein zwei glas rotwein, was spricht da denn dagegen? Da geht es wohl viel mehr um genuss als um Betäubung. Wenn man sich bei jedem Problem, das auftaucht, allerdings seine Sinne betäuben muss, weil man es nicht aushält, da geb ich dir recht, dann ist kritik nicht angebracht. Andererseits wiederum, wenn man an Naturvölker denkt - da dienen gewisse Mittel zur Bewußtseinserweiterung, um mit der Erde noch stärker in Kontakt zu kommen. Sie verstärken gezielt ihre Gefühlswelten - zu speziellen anlässen. Auch das kann eine interessante Erfahrung sein. Ich denke, man muss einfach sehr aufpassen hier und "ab und zu, zum Spaß, zum Genuss" deutlich von "dauerhaft, nicht mehr ohne können/ wollen" unterscheiden.

im grunde ist mir egal, wie sich jemand kaputt macht, schön wäre einfach, wenn wir das nicht alle via krankenkasse mitzahlen müssten…
und dass die NZZ solche idioten noch eine «plattform» bietet, ist auch sehr fragwürdig.

ich bin doch sehr überrascht! was ich hier lese, macht mich sehr hellhörig.
ich finde es nicht sinnvoll, zu kritisieren, wenn jemand sich selber immer wieder betäubt; alkohol, rauchen. medikamente oder drogen zu verurteilen ist nicht angebracht, wenn einer dasselbe, nämlich dämpfung und spannungsregulation respektive stimulierung, mit trinken und kiffen erwirkt.
zur diskussion- ritalin und psychopharmaka- rate ich, einmal in der literatur nachzulesen. ich denke, so kommen menschen zu einer differenzierteren sicht.....die thematik ist hochkomplex .

"Dass man mit Anti-Depressiva völlig abstumpft, keine Gefühle mehr spürt oder im Gegenteil nur noch happy ist, stimmt einfach nicht." <- dein satz. ich schrieb:"...und ihn als lebendig begraben, da kein authentisches gefühl mehr seinen ausdruck haben durfte." damit mein ich, dass sehr wohl gefühle vorhanden, aber nicht mehr die gelassenheit, vertrauen und stärke, diesen raum zu geben und ohne kontrollieren zu wollen, sie fliessen zu lassen, egal wohin sie führen= das ist für mich lebendigkeit. und diesen akt der notwendigkeit medikamentös zu beeinflussen und/od.unterbrechen, "tötelet" für mich.

Wenn dieser Herr tatsächlich über Monate "auf Anti-Depressiva" war, dann dürfte man von der Wirkung - zumindest gegen aussen - nicht mehr allzu viel spüren. Natürlich nur insofern er sie richtig dosiert genommen hat. Dass man mit Anti-Depressiva völlig abstumpft, keine Gefühle mehr spürt oder im Gegenteil nur noch happy ist, stimmt einfach nicht.

gerade die sucht von medikamenten ist eine der schlimmsten süchte bzw. einer der schlimmsten entzüge. vorallem medizinisches personal betreibt den medikamenten abusus häufiger, da ja auch rezeptpflichtig. ich war mal mit einem arzt liiert, der war auch fast ständig (über monate hinweg) auf anti depressiva. und vor jedem gefühlswall wurde ein temesta geschmissen (was tatsächlich gefährlich ist, denn es entspannt bis in die äusserste kapillare...). ich empfand das sehr schnell als ziemlich abturnend und ihn als lebendig begraben, da kein authentisches gefühl mehr seinen ausdruck haben durfte. die welt ist doch voll von süchten... traurig traurig

Ahja und sorry aber - Ritalin ist etwa tausendmal schädlicher als Kokain. Habt ihr schonmal die Langzeitstudienresultate gesehen??! Die Abhängigkeit und die Schäden sind zwar schleichend, dafür umso hartnäckiger. Ich würd meinem Kind niemals Ritalin geben.

Mein Arzt hat mir von 2006-2010 lupenreines Kokain verschrieben. Zwar unterlag ich relativ strengen Auflagen und Kontrollen und bekam Wochenrationen, nichtsdestotrotz gelang ich so an meine 3gr pro Monat und das erst noch mit medizinischem Segen. Geschadet hat's meinem Körper nicht und ich funktionierte einwandfrei in der Gesellschaft, würde sogar ebenfalls behaupten, ich wäre so an das für mich grösstmögliche Glück gekommen. Unterm Strich positiv ist es ebenfalls allemal, da ich mir sonst dreckiges Strassenkoks gezogen hätte. Mache jetzt aus meditativen Gründen eine Jahrespause und schreibe ein Buch.

Wenns wirklich so wirkt wie im NZZ-Artikel beschrieben ist, will ich es ausprobieren!
ABER: Ist Ritalin schlimm? Klar, wenn man es wohl übertreibt mit der Dosierung, sicherlich. Aber wenn jemand ab und zu eine Tablette nimmt, ist das sehr schädlich? Ich weiss aus dem Internet, dass es Ritalin schon sehr lange gibt und es doch eigentlich für Kinder ist und wenn Ritalin so böse ist, müssten viele schon davon schwer krank sein (psychisch/physisch)... Ich kenne viele die Ritalin nehmen (Studis) und mit Kollegin Rita sind sie einfach netter, ich muss mir von denen nie ein Genörgel über Gott und die Welt anhören...

selbstverständlich bezahlt die krankenkasse das ritalin oder die entsprechenden schlaf- bzw. beruhigungsmittel um wieder herunterzukommen. kokain ist ein rauschgift und nicht über die apotheke beziehbar, darum kann es auch nicht verschrieben werden.

du meinst, es zahlt schliesslich sogar die krankenkasse?
verschreiben dieselben ärzte auch koks?

es gibt genügend ärzte in privatkliniken, welche manager mit solchen substanzen dopen. die müssen nicht mal etwas vorgaukeln... ist in züricher management-kreisen fast schon normal. welcome in reality.

oh das war ja ein pro achterbahn statement, schön zu lesen mary ;-) freu mich auch über die bekenntnisse, dass zudröhnen auch sinn machen kann :D
hallo garten, ähm wie drücke ichs aus....wer zugang zu einem internetanschluss hat (also jeder ;-)) braucht diesbezüglich kein ärztliches rezept. ist aber eine hekle sache, denn anders als beim arztrezept weiss man schlussendlich nicht, was man sich wirklich kauft, könnte weiss der geier was sein

ich frage mich, welcher idiotische arzt diesem noch idiotischeren 40jährigen ritalin und temesta verschreibt!

Ja also mal eins mehr zwitschern oder mal was rauchen find ich voll ok. Mach ich auch. Aber wenns dann zum dauerzustand wird wie mit diesen medikamenten oder man einfach die finger nicht mehr von den drogen lassen kann, wenn die plötzlich über das eigene leben bestimmen - dann wirds halt schon gefährlich. Da fahr ich lieber achterbahn - bzw ich lass sie fahren. :-)