Egoistische Ex-Katzenbesitzerin bringt mich zum verzweifeln!

Wer hat mir einen Rat? Ich komme nicht mehr weiter... Letzte Woche habe ich im Internet eine Anzeige gesehen, dass eine Frau ihre Katze verschenken möchte. Da ich selbst auf der Suche nach einer Katze war (als Spielgefährte für meinen schon vorhandenen Kater) habe ich mich bei ihr gemeldet. Am Telefon hat sie ziemlich verzweifelt geklungen und wollte so schnell wie möglich ein Treffen mit mir vereinbaren damit sie die Katze so schnell wie möglich los werde. Am Tag darauf ging ich mit meinem Freund diese Katze besuchen. Wir kamen in die völlig zugestellte Wohnung, die unangenehm nach Katzenurin roch. Die Frau erklärte mir, dass die Katze sie immer wieder biss und kratzte, wenn sie sie hoch heben wollte und in der Nacht viel miaute, sodass sie die Katze zum ruhigstellen in die Transportbox sperrte. Ich war froh, dass ich den kleinen gleich mit nach hause nehmen konnte, wo er sich als erstes versteckte. Nach etwa 4 Stunden taute er endlich auf und fauchte nicht mehr, wenn man in seine Nähe ging. Mit jeder Minute liess er uns näher an ihn heran und wir schlossen ihn schnell in unsere Herzen. Das Problem ist, dass die Vorbesitzerin ihn jetzt wieder zurück haben will, da sie sich einsam fühlt. Ich will ihn jedoch nicht wieder hergeben. Wir hatten ausgemacht, dass wir den kleinen zurück geben können, falls er sich nicht mit unserem Kater verträgt. Sie hat ihn uns jedoch mit samt seinen Papieren übergeben. Und es klappt super bei uns. Meine Frage an euch: Wie kann ich ihr klar machen, dass das jetzt unsere Katze ist?? Und hat sie noch irgend einen rechtlichen Anspruch auf ihn? Das Problem ist, dass diese Frau nicht wirklich über einen all zu hohen Intellekt verfügt, weshalb sie bis jetzt nicht auf meine Argumente eingegangen ist. Sie hat mir sogar gedroht, dass sie mit einem Kumpel vorbei kommt, falls wir ihn ihr nicht freiwillig zurück geben wollen.

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Nur allein oder auch einsam?

Es ist Wochenende und ich verbringe es zuhause. Es ist schönes Wetter, man könnte tagsüber was machen, am See sitzen, ein Glacé essen oder ein Bier trinken. Man könnte viel unternehmen und an Interesse fehlt es mir auch nicht. Was tue ich? Ok, ich weiss mich zu beschäftigen. Habe alles gelesen, was in letzter Zeit liegengeblieben ist, aber ausser mit der Frau an der Kasse in der Migros gestern mit niemandem geredet. Abends hab was Feines gekocht. War schön. Aber schöner wärs, sich mit anderen auszutauschen, etwas zu unternehmen. Habe mit dem Gedanken gespielt, ins Kino zu gehen aber dann dran zu denken, dass das wohl ganz viele tun, bloss nicht allein, hat mich davon abgehalten – und das sogar im Bourbaki, wo es keine Pausen gibt, die ich totschlagen müsste mit Toilettenbesuch und Flyern lesen. Ich komme mir langsam blöd vor und manchmal haut es mir auch richtig auf die Moral. Ich lasse so viel bleiben, was ich eigentlich gern tun möchte. Damit wir uns richtig verstehen. Ich bin berufeshalber viel unter Leuten, wer mich kennt, würde mich eher in die Extrovertiertenecke stecken. Ich rede gern, mag Menschen und interessiere mich für alles Mögliche. Ich habe zwar die 45 überschritten, bin aber junggeblieben, weitgereist und auch sonst kein Mauerblümchen. Irgendwie und irgendwann hat es sich ergeben, dass ich kinderloser Single wurde, obwohl das nie mein Plan war... Ich finde mich mehr und mehr allein und das Alleinsein wird immer häufiger zur Einsamkeit, denn der Unterschied ist ja wohl die Wahl, gewollt allein oder es mangels Alternative zu sein. Und das in einer Stadt, wo es so viele Menschen gibt. Ich bin gern zuhause, aber kein Couchpotato. Alleinsein finde ich etwas Schönes, das ich geniessen kann und oft auch suche. Aber eben nicht immer. Ich organisiere gern, trotzdem wär es wunderbar, auch mal gefragt oder eingeladen zu werden. Manchmal scheint es mir, als fänden mich die Leute nur, wenn sie eine Schulter zum Ausweinen suchen, einen Notnagel, wenn andere keine Zeit haben oder wenn ein Abend fern von Ehemann und Kindern ansteht. Von Meetup bis zu Parship über RonOrp alle möglichen Anläufe genommen, Kurse besucht und mich ganz oft aufgerafft, allein irgendwohin zu gehen. Oder dann die Variante, zusagen und kurzfristig Planänderung durchgeben - per what's app ja ganz einfach... Ich versuche, mich nicht in Selbstzweifel à la „was stimmt mit mir nicht?“ zu stürzen, aber manchmal geht mir schlicht und einfach die Energie fürs Mir-selber-gut-zureden aus. Klar hätte ich gern einen Partner, was ich mir aber vor allem wünsche, das sind Menschen um mich herum. Oder wie sagte schon Anna Gavalda: Zusammen ist man weniger allein. Ich weiss, ich bin nicht allein mit dem Thema, aber Herrgotthimmelnochmal, wo seid ihr denn alle, die auch allein zuhause sitzen und es gar nicht immer möchten? Wer mag was unternehmen, von Ausflug über Kino, von einfach mal tratschen bis hin zum elenden Silvesterfeiern vielleicht? Ich bin gespannt, wie ihr das Leben erlebt.

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