Empfehlung Therapeut/in spezialisiert auf Traumata / Kindsmissbrauch?

Ich kämpfe seit Jahren mit den Folgen einer Kindheit, die geprägt war von emotionalem und sexuellem Missbrauch, Vernachlässigung und dem Gefühl, einfach nur zu stören. Versuche, darüber zu reden, haben stets dazu geführt, dass mir entweder nicht geglaubt wurde oder sich diese Person distanziert hat, weil sie nicht damit umgehen konnte. Ich habe natürlich auch schon ein paar Therapieversuche gestartet aber die Fachpersonen waren irgendwie auch überfordert weil ich wirklich dermassen viele Probleme habe, kombiniert mit einem Wesen, welches sehr hohe Ansprüche an die eigene Funktionalität und Unabhängigkeit stellt. Mir ist aber bewusst, dass ich mich nicht selber "flicken" kann und mit jeder zwischenmenschlichen Beziehung, egal ob platonisch oder romantisch, welche daran zerbricht, dass ich mich selber als kaputt, nicht liebenswert und ekelhaft wahrnehme, wird mir das klarer. Meine Gesundheit leidet, ich "sammle" regelrecht Krankheiten und kann mich mittlerweile weder konzentrieren, noch richtig schlafen. * In den letzten paar Wochen ist es schlimmer geworden, wahrscheinlich auch, weil das Thema Missbrauch / Vergewaltigung wieder vermehrt in den Medien diskutiert wurde, da ist es schwierig, die eigene Erfahrung zu verdrängen. Ebenso gibt es eine Person, die fast verzweifelt an meinem Verhalten, meinem Selbsthass und Negativismus, und ich bin momentan hin und her gerissen zwischen etwas sagen und einfach ganz den Kontakt abbrechen. Bis jetzt habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Mann das gar nicht wissen will und die Beziehung nachher nicht mehr gleich ist, weshalb ich eher zu Letzterem tendiere. Aber ich möchte nicht mehr vor dieser Entscheidung stehen müssen, weil ich so schwierig bin, darum mein Wunsch nach Hilfe. * Und vielleicht auch eine Zweitfrage an die männlichen User - liege ich falsch mit meiner Einschätzung, dass man besser nichts sagt? Ein Ex von mir hat mich kurze Zeit nachdem ich es ihm gesagt habe für eine Andere verlassen - er meinte, ich sei halt für ihn nicht mehr attraktiv und kein Mann würde beschädigte Ware wollen. Ich verstehe genau was er meint - ich würde mich auch nicht wollen. Andererseits bin ich nicht nur Opfer sondern auch Kämpferin und weigere mich, den Tätern, denen es ja auch um Macht ging, weiterhin Kontrolle über mein Leben zu lassen. Wenn ich an dieser Sache zugrunde gehen, haben sie gewonnen und das darf nicht sein. * Wichtig wäre noch, dass die Person von der Krankenkasse bezahlt wird, ich bin aufgrund meiner verschiedenen Probleme finanziell nie auf einen grünen Zweig gekommen und habe auch da so einige Baustellen. Ebenfalls möchte ich keine psychoanalytisch ausgerichteten Personen, die einem in frühestens drei Jahren erste Erfolge versprechen. Ich weiss, es wird nicht sofort besser und es wird nicht einfach, aber ich habe ein wenig Angst um mich selbst wenn ich nicht bald ein bisschen Licht am Horizont sehe.

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