Kommentare

Schon mal was von Tinder gehört? Wenn Du ein, zwei vernünftige Sätze schreiben kannst und auch ein bisschen unverkrampft Smalltalk führen kannst, dann findest Du da genügend sexuell aufgeschlossene Frauen ..
Haha - dann gratuliere ich Dir zum guten Aussehen! Wenn man nicht überdurchschnittlich gut aussieht, dann wartet man als Mann doch schon nur wochenlang, bis überhaupt ein Match zustande kommt...

man kann's ja auch kompliziert machen. ein bisschen gut aussehen und ein bisschen schlau daherreden reicht meistens völlig, der rest ergibt sich.

Habt ihr jetzt eigentlich rausgefunden, wo sich die aufgeschlossenen Frauen so rumtreiben? Ich kann leider nicht die ganzen Ausführungen lesen. Aber sicher interessant. Bestimmt. Moll. Ich lern einfach schaurig gern Frauen einfach so kennen (ja, ja, grosse Fresse, dann wieder ganz still in der Bar neben den viel mutigeren Bündner Kollegen hocken und aus dem Augenwinkel die aufgeschlossenen Damen anlinsen). Oder über Ron Orp. Ha! Und schau, wo wir uns unterhalten! Hat jetzt molekühl eigentlich schon ganz viele Messages gekriegt? Ihr seht, meine Fragen sind eher so technischer Natur. Hey, und heut ist Freitag. Und Bar 63 ist einfach ne gute Adresse (das ist glaubs keine Schleichwerbung, ich geb da ja nur mein Geld aus, z.B. für diesen wunderbaren Missionary's Downfall, so ein Ananas-Drink; und weil jetzt auch bärtige Männer... ach, das kann ich euch dann in der Bar erzählen). Aso, ab dahin! Und bitteschön für meinen Beitrag. Ich weiss, ihr wisst es zu schätzen.
Aus irgendwelchen Gründen ist mein Kommentar gerade im Nirvana verschwunden, nochmals in Kurzfassung: Nein, Frauen müssen nicht alles mit mir vorher besprechen, aber ich habe auch keine Lust auf die Katze im Sack. In der Regel tauscht man sich ohnehin aus, bevor man sich dem Thema Sexualität widmet, wieso also nicht gleich in Erfahrung bringen, ob es auf der zwischenmenschlichen Ebene stimmt? Wenn es nicht stimmt, verzichte ich gut und gerne auf den Sex. Ich will keinen Sex, nur damit ich Sex habe. Diese Phase habe ich hinter mir.
Puh, du bist aber auch ein harter Brocken. Müssen dann die Frauen amix mit dir das alles zuerst besprechen, bevor sie mit dir ins Bett können? Ich plädier wohl nur für etwas mehr Freude beim Balzen. Vielleicht könnte man wie so ein geheimes Zeichen abmachen in der Bar, z.B. "ruggediruuu"? Dann würden wir Männer uns wieder etwas beruhigen, Mut fassen und richtig gut in die Unterhaltung einsteigen. Der Rest kann man sich dann beim Morgenessen erzählen. Höhö. Hö. Bar 63, anyone?
Danke auch dir für das Teilen deiner Sichtweise.
Zusammenfassen lässt es sich wohl so, dass die meisten Frauen nicht an einem bestimmten Ort zu finden sind, bzw. nicht bestimmte Orte aufsuchen (online, wie offline), im Gegensatz zu diversen Männern - Eine Antwort, die mir vor dem Stellen der Frage eigentlich bereits geläufig war, weshalb es auch nicht nur um die Frage selbst ging, sondern mitunter auch darum, einen Austausch anzuregen. Es ist offensichtlich, dass sich Männer und Frauen im Thema Sexualität unterschiedlich stark exponieren, was meiner Ansicht nach weniger mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu erklären ist, als mehr mit deren Priorisieurng und damit wohl auch mit dem Bild von Mann und Frau und dem, was "normal" und "gut" ist und was halt eben nicht, Irrtum meinerseits nicht ausgeschlossen.

Die Frage war nicht "Wer schreibt den längsten Text?", sondern "Wo treiben sich all die sexuell aufgeschlossene und experimentierfreudige Singlefrauen herum?" :-)
Na, dann bin ich um so froher, das Geheimrezept nicht gefunden zu haben ;)
Die Karibik ist im Moment ein ziemlich windiger Ort zum verbleiben.
Diese Frage wurde hier schon prägnant in zwei Zeilen beantwortet. Der Rest ist Bonus, denn nur weil sie sich irgendwo herumtreiben, wollen sie nicht noch lange nicht auf jeden Mann stürzen, der ihren Weg kreuzt, da braucht es dann schon mehr.
Gäbe es diese ultimativen Tipps und wüsste ich sie, würde ich diese Zeilen von meiner Yacht in der Karibik aus schreiben und nicht von hier...
Es verbirgt sich die Erkenntnis dahinter, dass man(n) diese Frage offenbar nicht direkt, kurz und prägnant beantworten kann. Nichtsdestotrotz hoffe ich weiterhin auf die ultimativen Tipps... ;-)
hahaha :-) und welche Erkenntnis verbirgt sich nun hinter der Tatsache, dass eine Frage nicht direkt, kurz und prägnant beantwortet wird, das Thema aber doch auf Interesse stösst?

So spannend und schön, dieser ausgiebige Austausch! Man könnte/ müsste daraus glatt eine (Sex-)Talk-Runde machen, offline...

interessantes Gespräch, das sich hier entwickelt hat.
Und ich denke, sehr aussagekräftig, was Sichtweisen von Männern und Frauen betrifft. Das trifft es aus meiner Sicht sehr: meiner Erfahrung nach suchen viele Männer eher nach dem Kick beim Akt an sich durch Technik, Ausstattung, Bedienung diverser Fantasien, unabhängig von der Person der Frau, viele Frauen eher nach einem vertrauten Partner, mit dem sie auf einer "sicheren" Basis in alle oder gewisse Richtungen experimentieren können.
Daher mein Rat an die Männer: Wenn man sich traut, eine Beziehung mit einer interessanten Frau einzugehen, erlebt man manchmal mehr, als durch den schnellen geilen oberflächlichen Fick zwischendurch.
P.S: Früher lebte mann solche Fantasien mit Damen aus gewissen Etablissements für ein kleines Entgelt aus... vielleicht versucht ihrs mal dort? ;-)
Ja, egozentrische Kompromisslosigkeit und Beziehung funktionieren manchmal nicht, das muss aber nicht zwingend immer der Fall sein. Ein Kompromiss ist nur eine von verschiedenen Lösungen in einem Konflikt. Zudem bedarf es keinen Kompromiss, wenn beide dieselben Bedürfnisse und Erwartungen haben. Ich habe primär 2 Bedürfnisse angesprochen, das bedeutet noch lange nicht, dass ich bei anderen Bedürfnissen nicht bereit bin, andere Wege zu gehen, beispielsweise einen Kompromiss.
Danke, ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg ebenfalls viel Glück.
Klar, verständlich, dass du beides willst. Aber egozentrische Kompromisslisigkeit und Beziehung funktioniert nicht. :-) genauso wenig, wie sich genau auszumalen wie es sein muss und daran zu verzagen, wenns vielleicht nicht kommt.
Dann viel Glück bei deiner Suche, auch wenn sie mir auf dieser Grundlage eher wenig aussichtsreich erscheint ;-)
Für mich ist es klar, was ich suche: Eine tiefe Verbindung zu einem Menschen zusammen mit dem Experimentieren in der Sexualität. Warum soll das Eine das Andere denn ausschliessen? Und wie bereits erwähnt: Ich wünsche mir ein Gegenüber, dass genau dieselben Bedürfnisse und die selbe Einstellung hat und deshalb auch meine Frage: Wo sind diese Frauen zu finden? Ich kann nachvollziehen, dass jede Beziehung anders ist, trotzdem habe ich keine Lust auf eine Beziehung, in der Sexualität einfach nur eine Randerscheinung ist und man zwecks der grundlegenden Bedürfnisbefriedigung es halt zusammen teilt. Ich weiss nicht, was daran so schwierig zu verstehen ist. Es gibt Menschen, die einen Partner suchen mit dem sie die Welt erkunden und viel reisen können. Da würde es wohl auch keinem Menschen in den Sinn kommen, zu hinterfragen, ob diese Person denn einfach nur egoistisch handelt, um ein Bedürfnis zu befriedigen und ob sie denn wirklich auch eine tiefgründige Beziehung sucht oder ob es ihr nur um das Oberflächliche geht. Die Frage wäre wohl genauso berechtigt oder unberechtigt. Nur weil ich das Eine nicht explizit in den Fokus stelle, bedeutet es noch lange nicht, dass es mir nicht wichtig ist. Es ist aber nunmal so, dass es nach meinem Wissen keine Plattformen gibt, auf denen besonders die Tiefgründigkeit hervorgehoben wird, die Sexualität hingegen schon. Des Weiteren ist für mich die Tiefgründigkeit aufgrund meiner eigenen Interessen und meiner Persönlichkeit viel einfacher zugänglich, als die Sexualität. Letzteres liegt einerseits an meinem Geschlecht, andererseits aber auch wiederum an meiner Persönlichkeit und meinem Äusseren. Ich bin nicht besonders extrovertiert, sehe durchschnittlich gut aus, aber auch nicht überdurchschnittlich und meine Rollenbilder sind jenseits des Klassischen, was eine Kontaktaufnahme erschwert. Aufgrund dessen ist für mich ein naheliegender Zugang die Sexualität. In diesem Bereich ist es aber auffällig, dass die bei den entsprechenden Plattformen (offline, wie online) Männer übervertreten sind. Auch hier wirken die klassischen Rollenbilder, Männer mehrheitlich aktiv, Frauen mehrheitlich passiv. Deshalb meine Frage: Wo sind die sexuall aufgeschlossenen und experimentierfreudigen Frauen? Was nützt es mir, wenn ich eine Frau kennenlerne, wir eine unglaubliche Tiefe miteinander teilen, aber der sexuelle Teil zu kurz kommt? Will ich darauf verzichten? Nein. Umgekehrt kann die Sexualität vollkommen stimmen, aber die Tiefgründigkeit kommt zu kurz. Will ich darauf verzichten? Nein, will ich auch nicht. Ich habe weder Lust eine Beziehung mit einseitiger Sexualität ohne Tiefgründigkeit zu führen, noch habe ich Lust, eine tiefgründige Beziehung mit einseitiger Sexualität zu führen. Dazu bin ich einfach nicht bereit.
Ich sehe nicht ein, wieso ich als Mensch nicht auf meine Bedürfnisse hören soll und versuchen kann, mein Leben so zu gestalten, wie es für mich stimmt. Wenn ich es gar nicht erst versuche, werde ich es nie herausfinden und garantiert auch nie erreichen. Und ja, das Leben spielt gerne anders, als man plant, denkt oder wünscht. Was man in diesem Fall daraus macht, ist ein Abwägen und ein Entscheiden.
creativity... - bei der Lektüre deiner letzten Beiträge frage ich mich dauernd, wonach suchst du eigentlich konkret?
Nach tiefer Verbindung zu einem speziellen Menschen? Oder nach sexuellem Erleben, das auch mit kurzen, evtl intensiven, Kontakten möglich ist?
Ich komm nicht so ganz draus, verzeih! ;-)
Wenn es ersteres ist, ist das soviel mehr als "nur" sexuelles Erleben.
Wirkliche Tiefe heisst zu springen, sich trauen, Erlebtes über Bord zu werfen, sich einzulassen.. risiken eingehen.
Wirkliche tiefe zuzulassen bedeutet, alles von sich zu geben. Es bedeutet, sich selbst und den anderen so zu nehmen, wie man ist. Das kann unglaubliche Sphären im sexuellen bedeuten. Es bedeutet aber auch, dass das manchmal in den Hintergrund gerät, weil grad andere Dinge wichtiger sind, dass man füreinander da ist, auch wenn es schwierig ist (oder ganz ganz schwierig, z.B. wenn einer in einer tiefen Krise ist, eine schlimme Erkrankung bewältigen muss). Und trotzdem ist da diese Tiefe.
Dann muss man überlegen, ob man bereit ist, diesen Schritt zu gehen. Ob man das will. ob der andere einem das Wert ist. Ob man bereit ist, alles von sich selbst zu geben.
Ich kann dir von mir sagen, ich hab so viel erlebt. Intensive Beziehung. (Tolles) Kind bekommen. Trennung und viel Schmerz und Terror. Vieles ausprobiert. Kapiert, dass mich das nicht erfüllt. Neues probiert, enttäuscht worden und andere enttäuscht. irgendwann geglaubt, nur Singledasein ist das wahre, weil frei und unabhängig. Ungeplant einen unglaublichen Menschen gefunden (oder gefunden worden), Angst gehabt vor der Verbindung, Angst immer wieder gemeinsam überwunden (geht nicht von heute auf morgen), mich eingelassen, wundervollstes erlebt - auch beim Sex - Schicksalsschläge den Blickwinkel verändert, trotzdem zueinander halten, weil soviel Tiefe, einiges gemeistert, noch mehr Tiefe erlebt, in Schweren Zeiten zueinander gehalten (und immer noch), Sex rückt manchmal in den Hintergrund, aber Verbindung so immens, dass das keine Rolle spielt, immer noch Leidenschaft und Interesse aneinander, trotz schwerer Zeit (Erkrankung), und immer mehr Tiefe, noch tiefer... nie wieder loslassen wollen, doch bewusst sein, dass das jederzeit kommen kann.
Das Leben spielt manchmal seltsame Streiche. Erfahrungen prägen uns. Aber das ist kein Grund dafür, nicht immer wieder zu springen.
Also, nochmal die Frage: wonach suchst du eigentlich? Nach sexuellem Erleben? Oder einer tiefen Verbindung? Oder at its best beidem miteinander?
In der Sexualität, wie meiner Ansicht nach in sehr vielen Lebensbereichen, darum geht es immer auch(!) darum, die eigenen Bedürfnisse durch das Handeln einer anderen Person befriedigt zu bekommen. Wenn ich das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit habe, was tue ich dann? Schaue ich in den Spiegel und erzähle ich mir von mir selbst? Oder wenn ich mir Bestätigung suche, gebe ich mir diese selbst? Oder wenn ich mir Zuneigung wünsche, umarme ich mich dann selbst? Ja, das kann ich machen und in meinen Augen ist es eine sehr schöne Sache, wenn man sich all das selbst geben kann und auch tut. Ich behaupte aber, dass die Mehrheit der Menschen, bis oder sofern sie jemals an diesen Punkt gelangen, ihre Bedürfnisse mitunter durch andere Menschen befriedigen lassen. Etwas anderes zu behaupten, ist in meinen Augen einfach heuchlerisch. Ist es egoistisch? Ja. Ist es verwerflich? Aus der Sicht der Gesellschaft wohl ja, aber da liegt in meinen Augen einfach eine Doppelmoral zugrunde. Es ist normal, dass man egoistisch ist, ohne einen (gesunden) Egosimus wäre jede Spezies längst ausgestorben.
Für mich geht es nicht um so etwas wie unfallfrei oder eine legere Basis. Ich finde mich in dem Bild nicht wieder. Ganz im Gegenteil, die Menschen, die mir begegnen, schrecken von allen möglichen "Unfällen" und Risiken zurück. Sobald es ans Eingemachte geht, und damit meine ich auch die unangenehmen, zwischenmenschlichen Themen, verabschiedet sich die Mehrheit. So ist zumindest meine Erfahrung. Für mich bedeutet Tiefe auch unangenehme Themen, unter anderem bedeutet es auch Verwundbarkeit. Verwundbarkeit bedingt Achtsamkeit, aber auch Reflexion - Achtsamkeit meines Gegenüber, dass er/sie nicht gleich im Minutentakt alle meinen alten Wunden aufreisst, aber auch Reflexion meinerseits, dass ich das Ganze nicht persönlich nehme und aus den Erfahrungen lerne und daran wachse. Das bedingt aber, dass ich als Mensch bereit bin, an mir und an der Beziehung zu arbeiten, aber es auch zu ertrage, dass ich unter Umständen verletzte werde oder ich mein Gegenüber verletze. Wenn ich mir eine reine Wohlfühloase wünsche, dann wird die Beziehung meiner Ansicht nach irgendwo einfach an ihre Grenzen stossen und die Tiefe und die Verbundenheit wird durch diese Grenze limitiert. Da hilft es auch nicht, wenn ich seit 30 Jahren mit dieser Person eine Beziehung führe, die "Nachhaltigkeit" oder die Zeit nützt da nichts mehr. Ich habe manchmal den Eindruck, dass einige Menschen eine Wohlfühloase mit Vertrauen gleichsetzen und dieses soweit verallgemeinern, dass sie vom Gegenüber erwarten, dass er/sie sie niemals verletzen wird. Das halte ich für einen absoluten, Entschuldigung, Schwachsinn. Vertrauen bedeutet für mich mitunter, dass ich von der guten Absicht meines Gegenübers überzeugt bin und davon ausgehe, dass sie ihr möglichstes tut, im Falle eines "Unfalls" oder einer Verletzung, den Schaden zu begrenzen und sofern irgendwie möglich, den Schmerz zu lindern. Ob etwas an der Oberfläche bleibt oder in die Tiefe geht, ist meiner Ansicht nach schlussendlich eine Frage, wie weit ich das als Mensch zulasse und bereit bin, mich meinem Gegenüber zu offenbaren. Dies wiederum hängt nach meiner Erfahrung stark mit meinem eigenen Rucksack zusammen. Wenn ich voller Probleme und Ängste bin, diese jahrelang begraben habe und mich ihnen nicht stelle, dann werde ich sehr viel Zeit brauchen, um mich jemandem wirklich öffnen zu können. Wenn ich mich davor drücke, dann wird jede Beziehung oberflächlich bleiben, egal wie viel Zeit vergeht. Ja, Vertrauen braucht seine Zeit, egal ob in sich, das Gegenüber oder die Menschheit. Es braucht aber auch Mut und eine grundlegende Bereitschaft, Risiken einzugehen und sich seinen Ängsten zu stellen. Wenn das nicht gegeben ist, dann nützt mir alle Zeit der Welt nichts. Umgekehrt kann sich auch in sehr kurzer Zeit eine unglaubliche Tiefe und Verbundenheit zu einem anderen Menschen entwickeln, wenn beide Menschen mit sich selbst und der Welt im Reinen sind und beide bereit sind, sich dem Gegenüber zu offenbaren.
Yeah. ich glaube auch, Tom. Anders Gahts ebe nöd.
Noch ein letzter Kommentar: Das von hugo_r beschriebene "Problem", "die" interessante Frau (oder Mann) zu treffen, löst sich ganz einfach. Der Trick heisst: sich auf einen Menschen vollkommen einzulassen. Das braucht Mut.
So ähnlich, wie es Lindenbaum in dem von creativity. ... geposteten Beitrag schreibt, seine eigenen zurechtgelegten Regeln und Konventionen über Bord zu werfen und eifach mal (er)leben. Anders gahts ebe nöd.
;-)
ich denke, die Vielzahl der Frauen geben sich erst dann wirklich hin, wenn da mehr da ist.
Das ist die Krux an dem Ganzen.
Und, nur so mal eben gesagt, manchmal entwickelt man auch im Verlauf miteinander - wenn man sich besser kennt - erst die Ebene, wo man Neues gemeinsam entdeckt und sich plötzlich ganz andere Welten auftun, als man je vermutet hätte.
Ja, hugo_r, ich kenn das schon auch, was Du beschreibst. Dass sowas möglich ist.
und ich kann auch die Worte von Dir, creativity.is.sensuality nachvollziehen.
Trotz allem stell ich mir die Frage: worum geht es eigentlich?
Mir tönt das stellenweise zu sehr danach, die eigenen Bedürfnisse durch das Handeln einer anderen - ggf fremden - person befriedigt zu bekommen. Eine sehr egoistische Haltung, wie ich finde. Möglichst unfallfrei und auf einer legeren Basis ohne Verbindlichkeiten. Eben doch der geile Fick, der etwas mehr sein soll, aber bitte dann aber au nöd zu viel.
Wie hugo_r sagte, gibt es diverse Plattformen für söttigs.
Mir fehlt - bei all der Tiefe, die hier gewünscht wird - aber die Nachhaltigkeit. Wirkliche Tiefe - und das mag unterschiedlich empfunden werden - stellt sich erst nach einer Zeit ein, in der man miteinander in Beziehung gegangen ist. Alles andere bleibt an der Oberfläche.
Und das ist ewtas, das legitim sein mag, aber nicht das, was mich persönlich tatsächlich dauerhaft erfüllt. Höher weiter besser mehr. Immer auf der Suche nach dem nächsten Kick. Vielleicht könnte die nächste ja noch besser sein und noch abgefahrenere Sachen (mit)machen wollen. Schön und gut. Aber mit wirklicher, ebe tief empfundener Tiefe hat das alles nicht mehr viel zu tun. Aber ebe, ist nur meine sicht der Dinge.
Danke auch dir für das Teilen deiner Sichtweise und Erfahrung. Mein Eindruck deckt sich mit deiner Erfahrung dahingehend, dass, abstrahiert betrachtet, viele Männer Sexualität stärker losgelöst von der Partnerin betrachten, als umgekehrt Frauen. Trotzdem schliesst es in meinen Augen nicht aus, dass sich nicht auch (viele?) Männer in Sachen Sexualität Tiefgang wünschen. So, wie man sich von einer sicheren Basis aus für oder gegen ein Experimentieren entscheiden kann, so kann man sich umgkehert vom Standpunkt des Experimentieriens für oder gegen eine sichere Basis entscheiden. Es sind zwei unterschiedliche Bedürfnisse, sie schliessen sich aber nicht gegenseitig aus. Was eine "sichere" Basis bedeutet, ist dann noch eine ganz andere Frage. Was den schnellen geilen oberflächlichen Fick zwischendurch anbelangt, so unterscheidet sich dieser, zumindest für mich, stark von dem, was in Richtung des Experimentierens geht. Dasselbe gilt für Prostitution. Klar kann ich zu einer Prostituierten gehen und irgendetwas ausprobieren, aber ich glaube es geht genau um das, was Lindenbaum und auch hugo_r angesprochen haben: Es geht um Hingabe, um Leidenschaft, es geht darum, etwas wirklich zu wollen und nicht etwas zu tun, weil man damit Geld verdient (was nicht ausschliesst, dass es nicht auch Prostituierte geben mag, die das jeweilige durchaus mit Hingabe tun würden; ich vermute aber, dass es die Minderheit ist). Des Weiteren würde sich das Experimentieren bei einer Prostituierten wohl nicht wie eine gemeinsame Reise anfühlen, die man unternimmt, sondern bestenfalls wie einzelne Tagesausflüge. Eigentlich ist es nicht viel anders, als in anderen Lebensbereichen. So wie sich gewisse Menschen wünschen, eine Familie zu gründen, so wünschen sich gewisse Menschen, die Sexualität zu ergründen (das eine schliesst das andere selbstverständlich nicht aus). Wenn ich eine Familie gründen möchte, was ich nicht tue, dann würde ich mir eine Partnerin wünschen, die dasselbe möchte und nicht eine, die halt mehr schlecht als recht mitmacht, wenn dann halt Kinder da sind. Genau so wenig würde ich bewusst und absichtlich auf eine Partnerin verzichten wollen, um das Kind alleine grosszuziehen und dann punktuell noch einen Kinderhort beiziehen (meiner Erfahrung nach geschieht dies in der Realität oft dann, wenn die Beziehung der Eltern in die Brüche geht oder zu wenig Geld, bzw. Zeit bleibt, um für den Nachwus in Sachen Aufsicht/Erziehung vollständig selbst zu sorgen). Bei der Sexualität ist es mir nicht anders. Ich wünsche mir eine Partnerin, die die Sexualität ergründen möchte und nicht eine, die halt mehr schlecht als recht mitmacht, wenn man halt Sex hat. Genau so wenig möchte ich bewusst und absichtlich auf eine Partnerin verzichten und punktuell in den "Lusttempel" gehen. Der Kinderhort und der "Lusttempel" haben eines gemein: Ich kann nicht davon ausgehen, dass die jeweilige Person ihren Job wirklich mit Hingabe tut. Vielleicht habe ich Glück, vielleicht auch nicht. Doch egal wie sie sehr sie sich auch bemüht, sie wird nie eine Partnerin, einen Partner, bzw. einen Vater oder eine Mutter ersetzen können. Es ist eben genau das Gegenteil des oberflächlichen Ficks. Es geht um die Tiefe, die Verbundenheit, die durch das Teilen einer gemeinsamen Überzeugung, eines gemeinsamen Bedürfnisses, einer gemeinsamen Vorliebe, einer gemeinsamen Leidenschaft oder eines gemeinsamen Vertrauens entstehen kann. Lindenbaum hat es diesbezüglich sehr treffend formuliert: Letzten Endes wollen wir alle zutiefst berührt werden. Ich glaube tief im Inneren geht es Männern und Frauen genau gleich.
Du würdest dich wundern, Tom, was manchmal alles am allerersten Abend möglich ist, obwohl man sich vor zwei Stunden zum ersten Mal gesehen hat. Was für Vertrauen zwischen zwei an sich völlig fremden entstehen kann. Ich kenne mich mit den Damen aus gewissen Etablissements nicht aus, aber ich habe Zweifel, dass diese gegen Geld all dies mitmachen würden (wir wollen gar nicht davon reden, dass sie es sich selbst aus tiefstem Herzen wünschen, gar einen jahrelang gehegten Wunsch erfüllen, und es dann sicher kein blosses "mitmachen" wäre). Und ich meine damit nicht irgendwelche akrobatischen Stellungen.
Aber grundsätzlich ja, je besser man sich kennt, desto weiter kann man gehen, desto mehr kann man experimentieren. Nicht nur, was die Technik angeht. Und ich glaube kaum, dass das, was man mit Prostituierten erleben kann, das ist, über das wir hier reden, weil es über eine halbe Stunde rein-raus deutlich hinausgeht.
Das löst aber das Problem nicht, diese interessante Frau zu finden... (oder den entsprechenden Mann).

Hmmm... es ist ja dann auch so, dass ich (Frau) nicht mit "allen" Männern gleich offen bin.. (sicher umgekehrt auch so.. auch wenn im Profil "offen für..." steht) . wir reagieren ja alle ganz unterschiedlich aufeinander...Dass plötzlich die "biedersten" Menschen miteinander unglaubliches erleben können, wenn sie Vertrauen zueinander gefasst haben, ist auch möglich...
ich habe ein seehehr breites Erfahrungsspektrum als ewige Singlefrau... Vieles bleibt immer relativ, aber was ich immer wieder gefühlt habe ist, dass nichts offener macht als tiefes Vertrauen, in sich selbst, in den anderen. Und das braucht seine Zeit halt (meistens) und findet sich so oft auch irgendwie nicht an jeder Ecke. (ich behaupte das zu wissen als Sucherin der ersten Stunde).
Aber was habe ich mich schon gelangweilt mit Männern, oh Teufel. und wie vielen Angst gemacht mit direkten Ansagen. und wieviele fanden das alles einfach.. ähm.. zu viel-
Ich habe auch lange Zeiten auf jegliche Interaktion verzichtet, weil ich keine Konzessionen mehr machen wollte: Das heisst, die reine Mechanik von Sex wurde langweilig... ..ich will das, was in die Tiefe geht, dort, wo nichts bekanntes mehr ist, nichts schon-gehabtes hundertmal. Vielleicht gehts da anderen Frauen auch so. Und wir sind vielleicht deswegen nicht auf den schnellen-nur-sex aus (wenn ich mir Grenzen setze in meiner Emotionalen Tiefe, "wie weit lasse ich zu, dass ich als ganzer Mensch davon erfasst werde und nicht nur als sexuell befriedigt sein wollendes Wesen", dann beeinträchtigt das vielleicht ja auch meine Experimentierfreude im Aussen. Ich meine, Kontrolle der eigenen Gefühle killt doch alles, irgendwie. ich glaube, "nur-sex" geht vielen Leuten letzten Endes gegen die Natur. Und ich will nicht sagen, OH! Beziehung oder Tod!, ich meine die Aufrichtige Anteilnahme am Anderen. Mitgefühl macht doch richtig guten Sex (logisch, nicht?) Da muss man keinen Namen haben dafür. Einfach nicht nur dieses "Geschlechtsorgane-aneinander-reiben".
Letzten Endes wollen wir alle fliegen, wollen wir alle zutiefst berührt werden, mit welchen Mitteln auch immer. Dass ich mein Herz dabei öffne kann ich gar nicht vermeiden. Offen ist es ja sowieso. Für mich bleibt Sex, der nur im Unterleib stattfindet letzten Endes immer nur Halb so geil wie er sein könnte, wenn ich alles von mir reingebe was ich jetzt gerade kann. Und wenn der andere das auch tut, dann passieren wirklich tolle, unvorhersehbare Sachen.
Das heisst "Aufgeschlossen" für mich. Hingabe. Nicht unbedingt die abartigsten Dinge zu tun. ich kann total verschlossen komisches zeug machen, und dabei unberührt bleiben, und gelangweilt.
However, von Swingerclubs träum ich auch, wenn der Mond recht steht, aber da war ich noch nie :-)
Ich finde es mutig von dir, dass du deine Erfahrungen und Empfindungen so unverblümt teilst. Ebenfalls hat mich beeindruckt, dass du dich selbst doch auch ziemlich gut zu kennen scheinst. Du hast wohl recht mit der Ansicht, dass Suchen immer sicherer und (teilweise) auch einfacher ist. Einfacher ist es in meinen Augen nicht immer, zumindest längerfristig nicht (da die ständige Suche ihre Spuren hinterlässt), kurzfristig auf jeden Fall.
Ich kenne das Gefühl, die Tiefe, bzw. die emotionale Nähe zu fürchten, ebenfalls die eigene Ablehnung, bzw. die fehlende Akzeptanz von selbst und der anderen Person, einfach ausgedrückt, vor der Realität. Und ja, ich stimmte mit dir überein: Etwas zu erleben, das ausserhalb der (eigenen) Ordnung ist, geht nur, wenn man sich aus dem Gewohnten hinausbewegt und Glaubenssätze über Bord wirft. Ich glaube das funktioniert nur, wenn man sich seinen eigenen Ängsten stellt, so geht es zumindest mir. Es bringt nichts zu leugnen, dass ich Ängste habe, denn sie sind ohnehin da. Wenn ich ihnen in die Augen blicke, bleibe oder werde ich handlungsfähig, ansonsten lähmen sie mich. Ich persönlich finde es etwas sehr herausforderndes, zu lernen, sich selbst (und damit auch die eigenen Gefühle) nicht nur zu akzeptieren, sondern wertzuschätzen und zu lieben und auf sein eigenes Herz zu hören. Trotzdem ist es eigentlich etwas sehr schönes und erstrebenswertes, das man erlernen und auch erfahren darf. Eine narzisstische und in meinen Augen durchaus berechtigte Frage stellt sich mir in diesem Zusammenhang: Wen gibt es im Leben wichtigeres, als sich selbst? In Zeiten des Individualismus wird dieser Grundsatz meiner Ansicht nach zu oft zweckentfremdet, doch in ihm steckt eine wichtige Botschaft: Ich habe Zeit meines Lebens mit mir selbst zu tun, muss mich rund um die Uhr mit mir selbst herumschlagen und die Menschen um mich herum müssen zwangsläufig auf die eine oder andere Art und Weise mit mir klarkommen. Wenn ich mit mir selbst im Reinen bin, gelingt dies wahrscheinlich besser. Das bedeutet nicht, dass es immer und überall um mich geht, aber es geht trotz allem darum, dass es mir als Mensch gut geht. Als erwachsener Mensch trage ich die Hauptverantwortung dafür selbst.
Auch wenn mir deine Antwort im Moment nicht gefällt («es gibt vlt. nicht DEN ORT» :-)), dürfte sie wohl zutreffend sein. Eigentlich kann ich zu deinem Satz («wir finden uns alle einfach irgendwann, wenn wir bereit dafür sind») nichts hinzufügen :-)
"ich habe Dir von einem Mann erzählt, den ich seit ein paar Wochen sehe. Er wohnt weit weg (das ist gut, das gibt mir Zeit, um alles auf die Reihe zu kriegen). Er hat explizite Qualitäten (Süchte überwunden, ganz viel Zeit, grosses Herz, kennt sich selbst) und das finde ich sehr sexy (weil ich genau damit auch beschäftigt bin) Und er ist offen wie ein Scheunentor und ich brauche das unbedingt, weil ich, wenn ich jetzt nicht wieder davonrenne, VIELLEICHT endlich lernen kann, dahinzugehen wo ich nie war. Mit ihm. Das ist MEIN Experiment.
Er ist 25 Jahre älter als ich.
Und wie er hier also an meinen Strand gespült wurde, mich liebend, aber ganz ausserhalb meiner eigenen Vorstellung, wie er denn sein müsste, der, der dann einmal kommt und mich rettet (hahaha), sehe ich : entweder ich schmeisse meine Ideen über DEN MANN (fantastisch, toll, der Beste von Allen, lange dunkle Haare, Tattoos, Rockstar etc) aus dem Haus und liebe den, der jetzt hier ist, solange es eben geht, oder aber ich schicke ihn weg und suche weiter, weil suchen immer sicherer und einfacher ist als der freie Fall mit einem Mann, der .. immer der gleiche ist. Und wo ich auf gestern aufbauen kann und nicht immer wieder von vorne anfangen muss (ICH wollte immer von vorne anfangen. das "Vorne" ist einfach und vor dem Tiefen habe ich mich fürchterlich gefürchtet. Dieses "akzeptieren" müssen vom Anderen und mich selber erst. Igitt. Grausig. Unmöglich.)
was ich also lerne (und andere vlt. auch) ist: wenn ich ausserordentliches erleben will, dann muss ich zuweilen, am besten oft, gegen meine eigenen Konventionen und Regeln verstossen (es GIBT ja nur meine). Dann lockere ich meinen Widerstand gegen .. gewohntes, erfahrenes, ideell abgesichertes. wenn ich mich ohne Korrektur einfach machen lasse komme ich an ganz andere Orte hin. (Und ich habe mein Herz schon so oft ignoriert, ich staune dass es immer noch da ist) (Verdammt, das hat so viel schöner getönt als ich es das erste Mal geschrieben habe).
Vielleicht erlaubst Du mal einer Dich kennenzulernen, und das Glitzern in ihren Augen ist plötzlich wichtiger als die Form ihres Körpers, ihre Haarfarbe oder ihr STYLE (das ist ja auch immer so megawichtig, nicht ;-), und irgendwas in dir, das NICHT bewertet sondern nur fühlt, gibt Schub.
Es gibt vlt. nicht DEN ORT, wo Leute wie wir rumhängen (ich sags jetzt mal so). Wir finden uns alle einfach irgendwann, wenn wir bereit dafür sind, uns selber und unsere so lieb gewonnen Ideen los zu lassen, in jedem Sinn des Wortes, und bereit sind für etwas, das Grösser ist als wir."
Danke für das Teilen deiner Sichtweise und Erfahrung. Ich finde deine Definition von Aufgeschlossen interessant, obschon sie von meiner abweicht. Hingabe beschreibt das Ganze aber auch nach meinem Empfinden sehr passend, Leidenschaft wäre ebenfalls eine Alternative. Was du mit dem Vertrauen ansprichst, geht meiner Ansicht nach in Richtung des Schrittweisen, das hugo_r angesprochen hat, und auch der Zufriedenheit, die Sumchen genannt hat. Ich vermute, dass je mehr dies gegeben ist, desto leichter fällt es, sich hinzugeben. Ehrlich gesagt fällt es mir gerade schwer, deine Worte und deren Bedeutung vollständig zu verstehen. Ich glaube es liegt daran, dass in deinem Kommentar viele Erkenntnisse verdichtet wiedergegeben werden und weil, so scheint es für mich zumindest, viele Gefühle in deinen Worten mitschwingen und dadurch die Worte eine andere Bedeutung erhalten (eine Interpretation ist mehr sinngemäss und weniger 1 zu 1). Ich versuche einmal den Modus zu wechseln :-) Als ich deine Worte zum ersten Mal gelesen habe, haben sie mich mit Erstaunen und Freude erfüllt. Erstaunt hat mich deine emotionale Offenheit, mit der du frei von der Leber beschreibst, wie du empfindest. Ehrlich gesagt ist mir beim Lesen das Herz aufgegangen :-) Ich denke auch, dass schlussendlich alle Menschen berührt werden möchten. Sexualität auf eine integrierte und ganzheitliche Art und Weise ist sehr erfüllend und befriedigend, weil wir mit unserem ganzen Wesen präsent sind, aktiv, wie auch passiv, und dabei nichts verstecken, unterdrücken, ablehnen, ausblenden oder was auch immer, sondern wir sind einfach, wie wir sind, ganz natürlich und uns selbst. Wenn sich dann zwei Wesen finden, die dies miteinander teilen können und möchten, dann ist es ein wechselseitiges Erleben und Erkunden der Gefühls- und Erlebenswelt und damit verbunden all das, was daraus entsteht. Was, wenn aber die Bedürfnisse nach diesem Entstandenen oder nach dem Erleben und Erkunden sehr unterschiedlich sind? Was, wenn schlussendlich sexuelle Vorlieben komplett unterschiedlich sind? Eine Möglichkeit ist, sich trotzdem darauf einzulassen. Doch, wenn es nicht meiner Natur entspricht? In diesem Fall werde ich als Mensch damit längerfristig vermutlich nicht glücklich, weil ich früher oder später meine Neugier und mein Interesse daran verliere, weil es mich zu wenig erregt oder zu sehr langweilt. Du erwähnst ebenfalls Langeweile und beschreibst, dass du dorthin möchtest, wo nichts Bekanntes mehr ist. Wie oder wann entsteht das? Entsteht das, wenn Menschen sich nicht vollständig hingeben? Falls dem so wäre, warum nicht? Ich glaube, dass, wenn die (sexuellen) Bedürfnisse und Vorlieben zu unterschiedlich sind, es schwierig ist, sich auf Dauer voll und ganz hinzugeben, weil es nicht dieselbe Befriedigung ist, wie wenn das Bedürfnis / die Vorliebe vom Gegenüber geteilt wird. Wie siehst du das?
Aufgrund dieser Überlegungen kam bei mir die Frage auf, wo denn die Frauen zu finden sind, die grundsätzlich sexuellen Themen gegenüber aufgeschlossen sind, um sich über Bedürfnisse und Vorlieben auszutauschen und in Kontakt zu treten. Hahaha, naja, ich glaube mit den Swingerclubs ist es im Grossen und Ganzen wie mit (sexuellen) Begegnungen: Es steht und fällt mit den Verbindungen/Beziehungen der Menschen, zu sich selbst und zu den anderen.

Hey Männekes, interessanter Dialog, den Ihr da führt...
Ein klein wenig (weiblicher) Senf dazu:
- Bitte immer daran denken, in den meisten Fragen geht es Männlein und Weiblein gleich... auch wir wüssten gerne schon quasi auf den ersten Blick, was wir da erwarten dürfen! (Auch wenn es sicherlich so ist, dass wenn frau einmal das Netz auswirft, mehr Fische darin zappeln!)
- Dick und fett unterschreiben kann ich Hugos Vorgehensweise: Fakten auf den Tisch. Natürlich vertreibt man so die eine oder andere Frau, aber hey, auf die hat man es ja eh nicht abgesehen oder?
- Lieber schreiben "bin offen für..." als "ich will..." (ausser natürlich es geht um den D/S-Bereich, dann schreibt der Dom selbstverständlich in der "will-Form")... und einfach ehrlich bleiben ("habe ich noch nie gemacht, möchte ich aber ausprobieren")
- Von Äusserlichkeiten auf sexuelle Vorlieben schliessen: Hmmm, ein wirklich schwieriges Thema. Wenn, dann würde ich wie folgt vorgehen: Die Grundlage für eine offene Sexualität ist IMHO die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper; und das sieht man Frauen schon eher an: Selbstsicherer/aufrechter Gang, kein Herumgezupfe an Kleidung/Haaren/Accessoires, keine Kontrollblicke in Spiegel/Spiegelähnliches; keine zu offensichtliche "Sexyness" (Ausschnitt bis zum Bauchnabel mit Minijupe bis zur Poritze...etc.).
Und ganz wichtig, wie auch schon geschrieben, wer auch mal 10kg zu viel oder 10cm zuwenig eine Chance gibt, wird überrascht...
- "Nach meiner Erfahrung sucht die Mehrheit der Frauen im Bereich Sexualität nach Führung" Wenn Du damit meinst, dass Frauen nicht gerne den ersten Schritt machen, ja dann hast Du recht, Frauen brauchen Führung (aber da werden bald ganz neue Zeiten auf uns zukommen). Wenn Du auf D/S (dominance/submission) anspielst, irrst Du Dich leider gewaltig. Nicht dass es nicht viele Frauen gäbe, aber die Vorliebe für D oder S hat wenig mit dem Geschlecht zu tun... eher mit den sonstigen Vorgehensweisen im Leben. Ein Mensch, der ansonsten im Leben eine oder mehrere Macht/Führungs/Entscheidungsposition inne hat (und ja, es gibt kaum einen Job, auf den dies stärker zutrifft, als auf den Beruf "Mutter") hat dies meist auch im Bett gerne, d.h. er ist der/die Sub (jaaa, die richtige, echte Macht hat der Sub, nicht der Dom).
Aber um auf Deine Anfangsfrage zurückzukommen: Hugos Vorschläge kann ich nur unterstreichen. Geh zu den Treffpunkten (on- oder offline).
Danke auch dir für das Teilen deiner Sichtweise und Erfahrung.
Ja, vermutlich geht es bei den meisten Fragen beiden Geschlechtern sehr ähnlich.
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass man auf diejenigen Personen verzichten kann, die man vertreibt, doch wie du selbst gesagt hast: wenn man als Frau das Netz auswirft, zappeln darin mehr Fische. Wenn mehr Fische im Netz verbleiben, ist es leichter, auf die anderen getrost zu verzichten.
Deine Einschätzung finde ich spannend. Wie kommst du zum Schluss, dass keine zu offensichtliche "Sexyness" indirekt einen Rückschluss auf eine offene Sexualität zulässt? Das Ende dieses Spektrums wäre vermutlich jemand "Zugeknöpftes".
Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper sehe ich ebenfalls mögliche Grundlage für eine offene Sexualität, unabhängig davon, wie sehr der Körper einem Schönheitsideal entspricht. Wie das Wort Grundlage schön beschreibt, dürfte es wohl eine Voraussetzung sein, die eine sexuelle Offenheit ermöglicht, aber nicht zwingend dazu führt.
Ja, mit Führung meine ich den ersten Schritt, manchmal auch den zweiten und dritten, nicht aber den Bereich D/S. Ob ein Mensch, der sonst im Leben eine oder mehrere "höhere" Positionen inne hat, auch im sexuellen Bereich diese gerne ausübt, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute, dass es sowohl als auch gibt, zumindest, wenn ich den verschiedenen Schilderungen in Kommentaren, Interviews und Büchern zu diesen Themen glauben darf. Und ja, dass der Sub die "echte" Macht hat, deckt sich mit meiner Erfahrung. Ob dies immer zutrifft, kann ich aber nicht beurteilen. Trifft dies immer zu?

Unter experimentierfreudig verstehe ich deutlich mehr als Swingerclubs... Dort, soweit ich gehört habe, sind nur die Pärchen- plus Singlefrauen-Partys interessant (aber da braucht man halt schon eine, die dorthin mitgeht).
Online: Auf Casual-Sex-Seiten, Sexcommunities, Fetlife, SZ oder okcupid, aber ich schreibe auch sehr deutlich in mein Profil, auf was ich aus bin und dass ich in der Lage bin, genau das zu bieten.
Offline: Auf BDSM-Playpartys und Fetischpartys, Stammtischen, im Club, im Freundeskreis und manchmal sogar auf der Strasse.
Manchmal bin ich überrascht, wie experimentierfreudig manche Schweizerin entgegen dem Klischee ist. Manch eine wartet schon Jahrzehnte darauf, auf einen zu treffen, der mehr als nur Blümelisex haben will. Aber in einem normalen Umfeld ist es schwierig, das vorher herauszufinden, man sieht es ihnen selten wirklich an. Je mehr Frauen du kennenlernst, desto grösser sind die Chancen natürlich. Bonustipp 1: Eine, die ewig braucht, bis sie zum ersten Mal mit dir ins Bett möchte, wird vielleicht auch im Bett eher konservativ sein. Bonustipp 2: Bisexualität/-interesse ist von Vorteil. Bonustipp 3: Ab 40 erleben viele ihre zweite Experimentierphase. Bonustipp 4: Nicht alle experimentierfreudigen Frauen sind Supermodels, es gibt sie in allen Formen und Farben (wie uns Männer auch).
Aber natürlich, wie du richtig erkannt hast, sind Frauen extremst privilegiert, weil selten. Bleibt natürlich für dich die Aufgabe, entsprechend herauszustechen der Konkurrenz gegenüber.
Was heisst experimentierfreudig denn genau für dich?
Okay, verstehe. Mir war zuerst nicht klar, dass du mit Schmuck Köperschmuck gemeint hast. Hm, mein Eindruck ist, dass die Masse keinen Körperschmuck trägt und ja, meist braucht es Mut, nicht mit der Masse zu schwimmen. Dasselbe dürfte wohl auch für den Bereich BDSM zutreffen. Leider kenne ich zu wenige Personen, die beide Kriterien erfüllen. Nichtsdestotrotz finde ich deine Beobachtung spannend.
Und bevor hier der Eindruck ensteht, es ginge nur um die Männer: Natürlich sind auch alle anderen Geschlechter herzlich eingeladen, ihre Fantasien auszuleben, Klartext zu sprechen, was sie sich wünschen, oder gar Events und Stammtische zu besuchen. Gerade die Stammtische (ob das jetzt Joyclub, BDSM oder Poly ist) sind ein sehr sehr niederschwelliger Einstieg, um gemütlich bei einem Glas Wein mit Gleichgesinnten über Sex (und alles drumherum) zu sprechen.
Nun, mit dem Körperschmuck, also Tattoos, Piercings,... wer so etwas hat, der traut sich etwas, was lange gesellschaftlich nicht akzeptiert war, und wird sicher kein allzu bünzliges Mindset haben. Aber das ist natürlich nur eine grobe Beobachtung, keine Garantie, viele sind auch ohne Tinte und Löchern in der Haut sehr experimentierfreudig - und umgekehrt.
Und ja, die Gelassenheit kommt sicher mit der Zeit. Kommt natürlich auch darauf an, ob man etwas für's Leben sucht oder der Sex im Vordergrund steht, da sucht man natürlich ganz anders (und mit viel Glück findet man beides).
Das ist schön zu hören, dass sich das so ergeben/entwickelt hat und du die Möglichkeit hattest, so Erfahrungen zu sammeln. Wie bist du zum Schluss gekommen, dass Körperschmuck ein Pluspunkt / Anhaltspunkt ist?
Danke für deine Eintschätzung. Sie deckt sich mit meiner Erfahrung. Und ja: bedauern bringt nicht wirklich etwas, da es nichts an der Situation ändert.
Die Gründe, warum es teilweise nicht geklappt hat, waren unterschiedlich. Teilweise waren die Frauen in einer Beziehung und sie waren zu diesem Zeitpunkt nicht bereit, in diese Richtung etwas auszuprobieren. Teilweise stimmte aber auch die Chemie zwischen ihr und mir zu wenig zwischen. Es kam aber auch schon vor, dass ich Frauen damit "überfahren" habe. Aufgrund dessen gehe ich das Ganze in der letzten Zeit wesentlich langsamer an, was für mich selbst eigentlich auch besser stimmt. Trotzdem empfinde ich es als Herausforderung, geduldig zu sein und es sich langsam entwickeln zu lassen. Wie war oder ist das bei dir? Kommt mit der Zeit und der Erfahrung die Gelassenheit?
Bei mir war es das Glück, mit einer Frau Erfahrung zu sammeln, die aufgeschlossen und neugierig war, schon etwas Erfahrung hatte mit Experimentellem, aber nicht so viel Erfahrung, dass es ein Muss für sie war, dass der Partner viel Erfahrung mitbringt. Kennengelernt habe ich sie über Freunde, es gab subtile Hinweise, dass sie aufgeschlossen ist (Körperschmuck ist schon mal ein Plus).
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Aber jetzt, wo ich auch online suche, glaube ich nicht, dass mich jemand anschreiben würde, wenn ich das nicht so deutlich machen würde. Gerade online, wo Frauen normalerweise 10-100 Nachrichten am Tag bekommen. Ich werde angeschrieben, weil jemand genau diese Erfahrungen sucht. Das ist natürlich ein Teufelskreis, wenn man die nicht hat. Und das Privileg der Frauen, dass das System nicht von ihnen erwartet, dem Partner im Wissen voraus zu sein. Das kann man natürlich bedauern, es wird aber gerade in einer bünzligen Gesellschaft wie hier überhaupt nichts bringen. Man muss sich mit dem System arrangieren. In Berlin, London oder San Francisco mag es anders aussehen, aber die haben keine so gute Schoggi wie die Schweiz. Es ist eine Wettbewerbssituation; den letzten beissen die Hunde und man schaut besser zu, dass man eben etwas schneller ist als die meisten anderen.
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Vielleicht hast du bei deinen Erfahrungen gleich zu viel vorgeschlagen? Deine Partnerin schockiert, oder vielleicht war sie nicht so weit? Manchmal braucht es Zeit, bis sie den Mut fasst, und es ist leichter, kleine Schritte zu gehen... Mal dieses probieren, mal jenes... und hoffen, dass sie Geschmack findet am Experimentieren. Geht nicht mit jeder, wenn eine alles blockiert, was nicht Kuschelsex bei Licht aus unter der Decke ist, dann bringt das nichts...
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Ich denke, am besten für dich wäre, den Kontakt zu Leuten zu suchen, die ähnlich neugierig sind. Auch da sind natürlich vorwiegend Männer, aber die sind eben auch in deiner Situation oder haben den nächsten Schritt geschafft. Und wir alle waren in der Situation, dass wir noch nicht so recht wussten, was tun. Ich habe einen Vorschlag für dich, schau demnächst mal in deine Mailbox.

Danke für das Teilen deiner Sichtweise und Erfahrung.
Ich finde deinen Ansatz spannend, deutlich im Profil zu schreiben, was du suchst und in der Lage bist, zu bieten. Mir fällt das ehrlich gesagt schwer, weil ich es schlichtweg noch nicht weiss, was ich alles will oder nicht will, was ich alles kann oder nicht kann. Ich glaube es ist wie bei fast allem im Leben: Man muss es zuerst probiert haben, bevor man weiss, ob man etwas wirklich mag/will und kann, oder eben nicht. Genau deshalb suche ich ein sexuell offenes Gegenüber. Nach meiner Erfahrung sucht die Mehrheit der Frauen im Bereich Sexualität nach Führung, Sicherheit und damit verbunden nach Erfahrung. In der Mehrheit der Fälle wird nach meinem bisherigen Eindruck ein dominanter Part gesucht, wenn es um das Sammeln von Erfahrung geht. Eine neugierige Begegnung auf Augenhöhe habe ich bisher sehr selten gefunden, meist herrscht ein Gefälle. Wie ist deine Erfahrung diesbezüglich? Wie war, wäre oder ist es, wenn du nicht deutlich schreibst, was du zu bieten hast? Wenn du deine Erfahrung nicht erwähnst? Kommt dann der Kontakt ebenfalls so häufig zu stande?
Deine Überraschung teile ich. Auch ich bin immer wieder überrascht, wie viele Frauen eigentlich sehr neugierig und experimentierfreudig sind. Diejenigen Frauen, die so sind oder waren, hatten aber nie wirklich den Mut, das dann auch auszuprobieren. Sie wollten zwar davon erfahren und wissen, wie es ist, aber waren nicht bereit den Schritt mit zu gehen. Für mich ist das genau wie das, was du als "wartet schon Jahrzehnte darauf, auf einen zu treffen, der mehr als nur Blüemlisex haben will" beschreibst: Nach meinem Eindruck warten viele Frauen darauf, dass ein Mann kommt, sie an der Hand nimmt und diese unbekannte, prickelnde Welt führt und ihr die Sicherheit gibt, dass alles gut kommt. Vermutlich haben auch deshalb Bücher wie "fifty shades of grey" bei zahlreichen Frauen Interesse geweckt. Sie zeigen den Mann und die Frau genau in diesen Rollen. Wenn sich Frauen gar nicht damit identifizieren können, wäre das Interesse an solchen Büchern vermutlich weitaus geringer.
Doch was ist mit dem Mann? Der Mann soll seinen Mann stehen und ausprobieren, Erfahrungen sammeln und dies, obwohl es ihm vermutlich nicht viel anders geht, als der Frau. Er empfindet manchmal auch Unsicherheit und weiss nicht automatisch, was ihm gefällt und was nicht. So ist zumindest meine Erfahrung. Ich hätte viel weniger ein Problem damit, wenn die Chancen gleich verteilt wären, wenn Frauen genau so offen und zugänglich wären, wie Männer. Mit offen zugänglich meine ich offline, wie online. Doch das ist meiner Erfahrung nach nicht oder nur bedingt gegeben. Ein Paradebeispiel sind Swingerclubs und wie du erwähnt hast, sind dort nur wirklich Pärchenabende interessant, weil es bei gemischten Abenden einfach 98% Singlemänner und 2% Pärchen hat. Ich persönlich finde das sehr schade, weil die Chancen meiner Ansicht nach für Männer ungemein schlechter stehen, als für Frauen.
Und ja, wie du abschliessend erwähnst: An der Situation lässt sich (als Mann) nicht wirklich viel ändern, als Mann kannst du nur versuchen dich noch interessanter zu vermarkten, was eigentlich noch mehr dazu führt, dass Frauen noch priviligierter werden.
Für mich bedeutet experimentierfreudig, dass eine sexuelle Neugier und Offenheit besteht. Darunter zählt für mich beispielsweise das Entwickeln eines Körperbewusstseins, das Ausprobieren von verschiedenen Rollen, erschiedener Konstellationen von Menschen, von verschiedenen Sexualtechniken und Stellungen, Materialien, Oberflächen, Stoffen, Kleidern, Gerüchen, Geschmäckern, Szenerien/Umgebungen, Temperaturen, usw. Was bedeutet für dich experimentierfreudig?
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