Kommentare

heute in der nzz steht: es ist vollbracht, wir können weiterhin frühschwimmen! die unterschriften haben also doch etwas genützt. danke allen, die mitgemacht haben!!!

und selbst wenn wirklich 10'000 bis 15'000.- eingespart werden sollten damit, die zwei parteien, die am lautesten zum sparen aufrufen, bezahlen für ein einziges inserat (!!!) in der nzz oder im tagi mehr als diesen betrag. unter diesem aspekt ist es ein läppischer betrag.

ist doch eine glatte sache, ein schlanker staat!
(achtung ironie).
am 15. mai stimmt der kanton zürich ab über mehr schlanken staat zur finanzierung von steuerreduktionen für reiche. jeder ist seines glücks selbst schmied.

@ristretto zur Info; Kopie, Bäder betreffenden Abschnitt aus dem Stadtratsbeschluss.
Besondere Beachtung verdienen, von mir aus gesehen, Zweck und Positionierung der Bäder sowie die durch Dritte betriebenen Bäder welche die Stadt mitfinanziert.
Bereitstellung eines bedürfnisgerechten, zeitgemässen und gut ausgelasteten Angebots an Hallen- und Freibädern. Die
unter B aufgeführten Anlagen sind entweder durch das Sportamt zu betreiben oder durch geeignete Institutionen betreiben
zu lassen.
Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung.
Positionierung der städtischen Hallen- und Freibäder als attraktive, für Erwachsene, Kinder und Jugendliche zu günstigen
Bedingungen zugängliche Sport- und Freizeiteinrichtungen. Attraktivierung einzelner Bäder durch die Erweiterung des
Plausch- oder des Wellnessbereichs. Behauptung dieser Bäder im Freizeitmarkt.
Förderung des Schwimmsports durch Bereitstellung geeigneter Trainings- und Wettkampfanlagen. Ermöglichung
nationaler und internationaler Schwimmsportveranstaltungen auf dem Platz Zürich.
Anstreben sportpolitisch und betriebswirtschaftlich ausgewogener Kostendeckungsgrade und entsprechender
Benützungsgebühren und -entgelte, wobei die Anlagen für Kinder- und Jugendgruppen städtischer Sportvereine
unentgeltlich zur Verfügung zu stellen sind
Durch Dritte betriebene Badeanlagen
Vermietung von städtischen Badeanlagen an geeignete Drittinstitutionen und Unterstützung privater Badeanlagen, sofern diese
der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Abschluss entsprechender Miet- bzw. Betriebsverträge oder Nutzungsbewilligungen.
Last but not least, ein paar Zahlen aus dem Budget 2010
a) Veränderung der budgetierten Beträge
Veränderung Saldo (in Fr. 1'000, + besser als im Vorjahr/ - schlechter als im Vorjahr) 1'644.0
142
Begründung:
Höhere Personalkosten als Folge der Lohnmassnahmen 2009 (hochgerechnet auf 12 Monate) -117.5
Einsparung bei den Personalkosten wegen sanierungsbedingter Schliessung Hallenbad City 109.2
Veränderung der Sachkosten (Einsparungen wegen sanierungsbedingter Schliessung Hallenbad City) 289.2
Tiefere Querschnittkosten (insbesondere wegen sanierungsbedingter Schliessung Hallenbad City) 1'826.3
Beitragsreduktion an ausgegliederte Bäder (gemäss Gemeinderatsbeschluss) 60.0
Minderertrag wegen sanierungsbedingter Schliessung Hallenbad City -1'278.8
Mehrertrag dank Gebührenerhöhung per 1.1.2010 755.
Für mehr Details:http://www.stadt-zuerich.ch/ssd/de/index/s...
Zunterst auf der Seite auf Globalbudget und Leistungsauftrag 2010.pdf klicken. Ab Seite 140 kommen die für Bäder relevanten Infos.

lucid, das glaube ich nicht. es gibt ebenso den arbeitslosen svp-wähler wie den grünwählenden workaholic. aber gesetzt der fall, es wäre so, dann ginge der spruch: "nun müsst ihr unzufriedenen halt bei den nächsten wahlen anders wählen" ins leere. ich weiss nicht mehr, wer das gesagt hat, aber es ist eben eine verlogene politik. mir wird schon fast übel, wenn ich nur dran denke!

vorwärts, dein Vorschlag in Ehren - aber er würde in den betreffenden Kreisen wohl für ein müdes Lächeln sorgen. Zu dieser Zeit dürften FDP- und SVP-Wähler nämlich arbeiten (oder höchstens in der Arbeit schwimmen).

Zudem verdient das Uto ja ganz gut mit den Morgenschwimmern, da die meisten da ja auch noch Frühstücken oder zumindest einen Kaffee trinken....
Von mir aus könnten sie auch auf die Badeaufsicht von 7-9 verzichten & dafür einfach mal die Türen öffnen & Schwimmen auf eigenes Risiko

Ich weiss leider nichts über die Einsparungen, frage mich allerdings, was denn die Angestellten an Tagen machen, an denen die Badis infolge Regen ganz geschlossen sind. Zwangsfrei oder zwangsversetzt?

- bin sehr für unterschriftensammlungen.
- hat jemand eine ahnung, wieviel geld durch die zwei wegfallenden stunden am morgen eingespart werden? ich denke, es sind höchstens 5000.-, aber wenn jemand genaueres weiss, wäre ich froh.
- wenn schon kürzere öffnungszeiten, dann wäre ja die logische folge, dass man die eintritts- und abopreise senkt. aber so läuft der hase ja bekanntlich nicht.
- ich schlage vor, dass die svp- und fdp-wähler erst ab 9h ins bad gelassen werden, die anderen bereits um 7h. ich habe diese politiker nicht gewählt, die diesen idiotischen und einseitigen sparkurs diktieren (finanzfaschisten, was für ein treffender begriff!). und 5 millionen hat der rat dann wieder für lunch-checks gesprochen! ist das nicht der absolute verhältnisblödsinn?

Unterschriften haben schon oft gewirkt, wenn es darum ging, das Utoquai länger als bis Anfang September offen zu halten. Könnte man nicht eine online-Petition einrichten?

Russ, vor 20 Jahren hätte man so Zeugs noch geglaubt. Günstiger dank Privatisierung und so.
Heute weiss man: Private Investoren würden eine Badi günstiger betreiben, indem die Löhne der Angestellten gesenkt würden, billige Arbeiter aus dem Ausland, schlechtere Arbeitsbedingungen etc. Die Einsparung würde nicht an die Badi-Besucher weitergegeben, sondern landen in der Tasche des Betreibers. Plus, damit der Betreiber eine schöne zweistellige Rendite + Boni einfahren kann, würden die Eintrittspreise erhöht. Unter dem Strich schlechter für alle, ausser den lachend einkassierenden Betreiber.
Zückerchen: Nach 40 Jahren, wenn die Badi renoviert werden muss, darf sie die öffentliche Hand wieder zurückhaben, und für die mangelnden Investitionen des privaten Betreibers mit Steuergeldern einspringen. Ein Klassiker.

@vorwaerts
so fühlt sich Politik für die rund 385'000 Steuerzahler an, wenn mehr als 25'000 Beamte ihre Pfründe bedroht sehen.
Logischerweise wird dort gespart wo's effektiv eine Publikums-Wirkung hat, nämlich an der Front damit der Steuerzahler merkt wie grausam brutal diese Sparpolitik sei.
Würden dagegen 1'500 administrative Backofficestellen gestrichen, würden die Steuerzahler nichts spüren und das Budget würde im schlimmsten Fall unterschritten.
Warum wird's nicht gemacht?
Politiker wollen wiedergewählt werden und Personlaufstände in ihren Departementen sind nun mal nicht zielführend in der Politik!
Sammelkampagnen und Selbsthilfeorganisationen wirken, meiner Meinung nach, kontraproduktiv, weil die Verwaltung keinen Ansporn bekommt etwas zu ändern.
Outsourcing wäre vielleicht ein Thema; Welcher privatwirschaftlich organisierte Betrieb kann sich eine ersatzlose Betriebsschliessung von mehr als 2 Jahren leisten?
Würden sämtliche städtischen Badeanlagen privatisiert, wäre das Dienstleistungsangebot wahrscheinlich Kundenorientiert d.h. Öffnungszeiten und Angebote wie sie heute gewünscht werden.
Die Eintrittspreise würden nicht in astronomische Höhen steigen, wie von der Politik angedroht, weil die Administrationkosten verschlankt würden anstatt die Leistungen an der Front.

Zinnkraut, das finde ich keine guten Argumente. Erstens ist das Oerlikon längst nicht so überfüllt, ich konnte jedenfalls bisher immer relativ gut meine Bahnen ziehen (und das zu Stosszeiten). Zweitens: Mit der S-Bahn ist man in ein paar Minuten in Oerlikon und von dort läuft man am besten zum Bahn, dauert etwa zehn Minuten. Ich mach das jede Woche und - ich wohne in Luzern.
Klar ist im See schwimmen etwas anderes. Aber dann geht's nicht um's Schwimmen an sich, sondern um das damit verbundene Naturgefühl.

Das haben wir den üblichen SparhysterikerInnen zu verdanken, die Steuersenkungen präferieren, egal, was der Preis ist dafür - die nächsten Steuersparabstimmungszettel hatte ich vor wenigen Tagen im Briefkasten...
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Im Herbst sind Wahlen, dann können wir entscheiden was wir wollen:
Steuersparallianzen oder aber Weitblick, eben um solchige Sparvorschläge zu verhindern.
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Und es ist wie immer, die einen können sich von den gesparten Steuern einen Kaffee im Restaurant leisten, mit etwas Glück liegt auch ein Abendessen auswärts drin, die anderen gönnen sich davon ein luxuriöses Einfamilienhaus.
Der Preis fürs Steuernsparen sind muntere Preiserhöhungen in den Gebührenstrukturen für staatliche Dienstleistungen.
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Ach ja, die mit dem Kaffee oder Essen auswärts sind die Verlierenden und müssen nach jeder Steuersparrunde garantiert jedesmal tiefer in die Tasche langen, als davor - ich wette 100.-!
Deshalb muss es gut überlegt sein, ob das mit dem Steuernsparen wirklich eine gute Idee ist, wenn das fehlende Geld durch höhere Gebühren kompensiert wird, denn Komfort, Sicherheit, gute Schulen, Sauberkeit usw. haben ihre Preis und lassen sich nicht ohne Konsequenzen billigsparen. Punkt.

wasser ist wasser? - eben nicht! im see zu schwimmen oder in der konserve, ist ein himmelweiter unterschied!