Kommentare

Diese Diskussion scheint, ebenso wie Tattoos, nie an Aktualität zu verlieren.
Und genauso sind auch die Argumente immer wieder die selben. Ich habe mittlerweile 50 Stunden tätowieren auf meiner Haut, jedes Motiv selbst designt und vom "Stecher" perfektionieren lassen. Die Entwicklung eines Motivs reift heran, man setzt sich mit der Vorstellung auseinander, dass genau diese Fläche schwarz wird und irgendwann sieht man sich imaginär schon mit dem fertigen Bild.
Wie PuckDee treffend beschreibt, bin ich der Meinung, Tattos sollten einen Sinn, eine Geschichte haben um sie eben ein Leben lang, auch vor sich selber, rechtfertigen zu können. Von Spontanaktionen und netten kleinen Acessoires, damit man halt auch eins hat, halte ich gar nichts. Wenns dann heisst, "ich bin auch tätowiert" und zum Vorschein kommt ein max. 2 Stunden Teil, kann ich nun mal nur mitleidig lächeln. Tätowierungen sollten kein modisches Acessoire sein...

gibt es eine höhere kunst der kreativität, als sich für ein motiv zu entscheiden, welches einem ein leben lang begleitet...? (ausgeschlossen natürlich alle möchte-gern-trittbrettfahrer)

Interessant welch verdrehte Thesen hier aufgstellt werden. Ja ich bin verhältnismässig zu vielen zimmlich grossflächig bemalt und ja ich finds geil und werd garantiert noch lange nicht damit aufhören.
Wenn sich jemand ein 0815-Scheiss tättowieren lässt, dann muss die Vermutung, dass der Träger allefalls nicht viel kreativer sein könnte, als seine damalige Entscheidung sich ein lebenslängliches Bild aus dem Katalog auf den Körper zu stechen, nicht zwingend ausgeschlossen werden.
Nach meiner Meinung tätowiert sich jemand dem was an der Sache liegt nicht eifach was aus dem Katalog, sondern geht mit einem eigenen Konzept an die Sache. Was nicht heissen soll, dass ich nun jene mit den Sternlis, Tribals, Blüemlis, etc. verurteilen will. Ist vielleicht besser, wenn diese Leute sich auf Assesoires beschränken, statt sich selber irgendwann nicht mehr im Spiegel zu erkennen. Für den Tättowierer auf alle Fälle einfacher, eine Hauruckaktion auf die Haut zu bringen, bei jemandem der einfach mal ein bisschen Tinte in die Haut will, als sich mit einem mühsamen und anspruchsvollen Kunden herumzuschlagen, der seine eigene Vorstellung des Endprodukts bereits im Kopf hat.
Zusammengefasst hat eine Tättowierung auf alle Fälle nichts mit kreativ oder unkreativ zu tun. Von mir aus sollen sich alle weiterhin die im Tattoomagazin heraus gesuchten Motive auf die Haut bringen lassen. Das gefällt jenen, die ihr Konzept in Eigenkreation zusammen gebastelt haben und somit nie in die Gefahr laufen, dass sie irgendwann vielleicht plötzlich als Produkt einer Trenderscheinung aus der Ära XY abgestempelt werden.

@bordertaster ja kenne ich... meins... ich habe einen kreis um meinen ellenbogen.. (ich weiss modegag.. doch meiner ist anders, meiner ist grösser und zwar sooo gros dass er in der ellen innenseite wieder zusammen trifft, sieht im grunde so aus als würde mein Arm durch die beiden schlaufen eines unentlichzeichen gehen.) der kreis siet aus wie ein perfekter kreis, (Kreis = leben = Kreislauf = Natur etc.) jedoch ist dieser kreis nur eine täuschung es ist eigentlich ein Oval. Durch die Bewegung des Armes (strecken und bäugen) verzerrt verändert sich die form zusätzlich.... die aussage der Tattoowierung ist das dies mein lebenskreis ist, mein leben wird verzerrt und ändert sich, ist in stetischer bewegung und es kann sein dass ich ähnliche dinge durchmachen muss die ich bereits kenne. so wie das leben ist, so wie wir das leben kennen mit hochs und tiefs.

tattoos sind doch nicht gerade jetzt in, die waren vor 10 jahren schon in! früher wars der schmettervogel und der anker dann das arschgeweih der stern und wenn es so weitergeht nehmen wir dann noch öhm......?
Bauchnabelpiercings sind auch out aber was solls?

Ich hab seit Mai 2009 ein Tattoo am Rücken, und ich find es genauso cool,wie am ersten Tag. Ich verstehe nur nich, warum sich alle so darüber aufregen. Kann man die Leute nicht mal rumlaufen lassen, wie sie wollen?
Und ich finde es sehr kreativ....(Wobei sich über die Definition von Kreativität streiten lässt..aber egal..)Die richtige Stelle auszusuchen oder die richtigen Farben...Es gibt immerhin auch Leute, die die Tattoos selber zeichnen. Und sie werden jeden Tag erinnert, wie kreativ sie sind/waren. Das ist doch sehr aufmunternd, oder nicht?

Nun ja ich bin auch schon seit über 15 Jahren tätowiert und ich habe es noch keine Sekunde bereut. Im Gegenteil ich schaue immer wieder gerne meine Tattoos an und ich bin stolz darauf. Man sollte sich einfach gut überlegen was für Motive man stechen lässt. Bei mir hat jedes eine Bedeutung und ich habe auch nicht nur 08/15 Motive. Ich habe ganz individuelle. Dies machen sie spezielle.
Denkt mal darüber nach das es Menschen gibt die so etwas schön finden....

Nachtrag: R.I.P. Herbert Hoffmann 21.09.1912-30.06.2010 :-(

Finde auch wer sich tätowiert weils IN ist, ist selbstschuld. Nur leider werden oft alle in diesen Topf geworfen, aber es gibt auch Menschen für die ist es wie eine "Lebenseinstellung", jedes Tattoo mit einer Bedeutung. Stosse immer wieder auf absolutes Unverständnis, stelle mich immer wieder den gleichen unsinnigen Fragen dazu. Und fast immer hat der Gegenüber schlussendlich kein Argument mehr dazu und gibt mir recht. Es soll doch jeder selbst wissen! Meine Güte...was mach ich bloss wenn ich alt werde...auch tätowiert werde ich alt, wo ist da das Problem :D
Habe aber auch schon viele Leute "kurieren" können von ihren Vorurteilen, vorallem der älteren Generation, die wussten nicht mal, dass Tätowierungen schön sein können und dass das ja sogar toll aussehen kann! Übringens waren früher viele Leute des Hochadels (!) Ganzkörpertätowiert!
Und jemand hat mal vorher gefragt ob es alte tätowierte Leute gibt.Natürlich.
Einer der bekanntesten, der auch viel dazu beigetragen hat, dass tatowieren nicht mehr so verpönt ist, ist Herbert Hofmann.
Und wegen dem Verleiden, wenn man Tattoos macht (nicht als Modeaccessoir), dann gehört das zu einem (wie vorher jemand so treffend sagte, geht in einem über), ich laufe nicht jeden Tag rum und denke "uuuuh ich bin tätowiert".
Narben hat man auch das Leben lang.
Leben, und leben lassen Leute ;-)
In dem Sinn einen schönen Tag.

Hei ei ei.... interassante "Diskusion"...
Was ich da mal gerne anmerken möchte ist das es Tätowierungen gibt seit es Menschen gibt. Nur so wegen dem "Modezeugs"... klar, heute gibt besteht ein regelrechter Boom was Tattoos angeht. Auch bein uns in der "Stock im Arsch" Schweiz.
Ich für mich kann die Frage warum ich Tätowiert bin nicht ganz einfach beantworten. Zum grossen Teil ist da die Faszination des Tätowierens. Aber grundsätzlich wollte ich sie immer haben, hab sie jetzt und bin glücklich. Das Tattoos immer Bedeutungs-Geschwängert sein müssen ist mir etwas fern...am schluss ists nur ein bisschen Tinte in der Haut. So what !
Bzgl. der Generationenfrage... Ich kenne sehr wohl einige Ältere Herren die Tätowiert sind... mein Vater mit seinen 60 Jahren inklusive. (äähmm by the way Ex Banker)
Was mich viel mehr wunder nehmen würde ist warum es in diesem Forum doch ab und an einen "faden Beigeschmack" bzgl. der Tätowierungen hat. Wie könnt ihr euch daran stören ? Stören euch auch Rote Hosen ? Oder Gelbe Hüte ?
Mich dünkt das ganze etwas gar zu überbewertet. Wer Tinte will holt sie sich und hält die Klappe.... wer sie nicht will holt sie sich nicht und hält die Klappe...

@texte
Was für den geringen Altersabstand von sechs bis acht Jahren gilt, gilt für den Generationenabstand von circa 25 Jahren nicht weniger, sondern im Gegenteil umso mehr. Die heute lebende ältere Generation trägt relativ weniger Tätowierungen als die jüngere. In diesem Punkt sind wir uns völlig einig.
Vor einigen Jahrzehnten weckten Träger von Tattoos beim Gegenüber oftmals Assoziationen wie "Gefängnisinsasse" oder "fährt zur See". Das ist heute nicht mehr zu erwarten. Tätowierungen sind mehrheitsfähig geworden. Auf wann genau man den Beginn dieses Veränderungsprozesses datiert, sei einmal dahingestellt. Der Text hinter deinem Link unterstreicht meine Aussagen sogar. Widesprüchliches oder mangelnde Präzision kann ich in meinen Ausführungen nicht erkennen.
In einem Punkt will ich dir allerdings recht geben: Ich habe tatsächlich wenig Ahnung von der Materie. Zur Tattooszene habe ich keinerlei Kontakt. Ich habe schlicht meine Beobachtungen geschildert.

eschbeschel..du hast von "Tätowierungen und Piercings sind auf alle Fälle ein recht klares Merkmal zur Generationenunterscheidung." und nicht von der Verteilung geschrieben...dass heute 20-Jährige vergleichsweise häufiger tattowiert/gepierct sind als ältere personen leuchtet mir auch ein...es tragen 15-, 25-, 35-jährige und sicher auch noch ein paar ältere herrschaften eine/mehrere tatowierungen..
ich habe deine aussage kommentiert, weil du zuerst was von generationen-unterschied und im darauf folgenden satz was von 6-8 jahren geschrieben hast...für mich fängt die nächste generation nicht nach 6-8 jahren an..darum die frage nach deinem alter, weil ich dich mit deinen worten/ deiner wortwahl der jüngeren generation zuordnen würde :p...was das jetzt auch immer heisst..!
...hier noch nen link zu deiner 80er story die so nicht ganz hinkommt...http://www.flammend-herz.de/die-buecher...
...was meinste denn mit: "Erst circa Ende der 80er Jahre sind Tattos und Piercing in der Mitte der westlichen Gesellschaften angekommen."...in mitteleuropa oder ?
"Es gab tatsächlich eine Zeit, als sich nur Randgruppen tätowieren liessen."...liessen oder lassen mussten...ob das immer freiwllig geschehn ist, wage ich zu bezweifeln..ganz viele tätowierungen sind/waren eher unfreiwilliger natur...nicht nur bei den nazis und ihren konzentrationslagern...!
...drück dich bitte etwas präziser aus, wenn du schon mit fakten aus dem netz, aber meiner meinung nach ohne ahnung ankommst..;) gruss

@texte
Warum misstraust du meiner Aussage zur Häufigkeitsverteilung von Tätowierungen in verschiedenen Lebensaltern? Es gab tatsächlich eine Zeit, als sich nur Randgruppen tätowieren liessen. Das ist noch gar nicht so lange her. Erst circa Ende der 80er Jahre sind Tattos und Piercing in der Mitte der westlichen Gesellschaften angekommen. Hast du Kontakt zu Leuten in den 40ern, 50ern oder 60ern? Kennst 70- oder 80jährige mit Tätowierungen?
Auf der Seite forum.sexualaufklaerung.de habe ich folgende Statistik gefunden:

Hmm... also ich selbst besitze mit meinen knappen 22 Jahren 11 Tattoos... nun denn.... vielleticht gehört es zu meiner Generation. Aber ich habe jedes Tattoo mit einem Sinn dahintergemacht. Jedes Tattoo hat mir Kraft gegeben. Meine Erlebnisse und mein Stolz wiederspiegelt sich in meinen Körperbildern. Die meisten sind Homagen an meine Eltern, Grosseltern und meine Wurzeln, kurz gefasst ich bin adoptiert und habe ein Tattoo welches mich an mein Geburtsort erinnert. Mein Vater verstarb als ich 13 Jahre alt war und ich konnte nie damit umgehen, ich konnte niemandem zeigen wie ich fühle. Mit 18 liess ich mir ein Tattoo für ihn stechen. Und siehe da, es geht mir besser. Klar ist es fraglich wie ein Tattoo so etwas lösen soll. Aber es hat es getan! Ich kann nicht sagen das mir meine Tattoos nicht verleiden werden, aber ich kann noch in 20 Jahren dahinterstehen und sagen, dass mir jedes Tattoo geholfen hat etwas zu verarbeiten oder etwas was ich nicht sagen kann ausdrücken konnte.
Ich kenne ein paar Menschen die sich aus Hype tattoowieren, momentan sind Seemanns Tattoos der totale Brenner! Und ich muss sagen ich hatte auch ein paar Piercings doch die sind verbannt... evt. weil man irgendwann nicht mehr mit Metal im Mund herumlaufen will, also bei mir war es immer spontan. A la, äääääh, keine Lust mehr, raus. So wie auch schon meine Haar spontan gekürzt wurden.

an texte: sehr schön geschrieben kann ich nur unterschreiben!!!