Kommentare

@mojorojo: schön, dass dich der Verkehr nicht stört. ;-) Gehe hier mit Akade einig: "wenn man nicht differenzieren kann zwischen der sache prostitution an sich - die es wohl immer geben wirdn. - und dem mass an elend, ausbeutung und degradierung wie es im strassenstrich der fall ist, dann kann man wohl alles gutheissen" Vielleicht ist der Schutz nicht zu 100% gegeben, aber einen Versuch ist es allemal wert. Solange der Menschenhandel bei uns zugelassen ist, sollten Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die Frauen so weit wie möglich zu schützen. Wohnraum ist da wohl ein anderes Thema.

wie es shlussentlich heisst, ist eigentlich egal.. ich finde es gut, dass man die prostituierten von dieser strasse weg nimmt... man könnte ihnen jedoch einen besseren platz geben... wieso man diese verrichtungsboxen aufstellt, denkt ihr nicht, dass jetzt der staat auch was daran verdienen wird!?
Es ist doch nicht shön, wenn man abends mit den kindern dort vorbei geht und die dies sehen müssen.
Ausserdem sollte man doch lieber darüber reden wieso es legal ist, sich mit 16 zu prostituieren... aber zum beispiel eine unterkunft über nacht in einer kirche nicht erlaubt ist...!????

Nein, aber Fernsehen Empfangen. Und weil praktisch jeder Mann ein empfangsbereites Gerät besitzt müssen jetzt auch alle Billag Gebühren entrichten.

Verrichtungsbox, kann man damit auch strom erzeugen!?

ich find das beispiel schweden noch interessant. entweder verfallen dort die männer nun dem alkohol, oder es gibt dort einfach soooo viele schöne frauen im überschuss, dass jeder mann eine tolle frau kriegt, oder aber es funktioniert tatsächlich, dass die herren das ganze einfach unterdrücken können... oder gibt es dort einfach einen schwarzmarkt?

hauptsache, es wird unter den teppich gekehrt! ist doch das gleiche wie dem letten früher. wirklich gestört hat die stadtväter und saubermänner und sauberfrauen das ganze nicht, denn wer da noch alles dran verdiente, möchte ich nicht wissen, aber der anblick. die stumme anklage, die musste weg. und so ist es mit den prostituiriten. ich möchte nicht wissen, wieviele jener, die da gross lamentieren, die dienste der damen selber in anspruch nehmen. sie wollen es nur nicht sehen, vor ihrer haustüre. darum müssen jetzt die mädels wohin, wo bereits randständige leben. in paar jahren hat man ein wunderschönes ghetto da draussen, über das man wieder lamentieren kann und sich im wohligen wohnzimmer mit gattin darüber ekeln kann, um dann ins sauber gemachte bettchen zu steigen.
was mich vielmehr stört, als die frauen die da stehen, sind all die «saubermänner» und «sauberfrauen», die verlogenheit, die hinter der ganzen idee steht. die nervt mich!

maschinel abmelken finde ich super!
das wollen die herren ja..und die melkboxen wird wie die toiletten im personen takt selbstgereignigt, man schlägt also alle fliegen mit wenigen klappen!
sehr gut!

übrigens: wie wärs mit "Quickbox" statt Verrichtungsbox? :-)

Mary_Jane: eben. Darum lieber das Geld in mehr Wohnraum investieren, und alles so belassen wie es ist. Ich wohn glich da, und mich stört der Verkehr am Sihlquai nicht. Unangenehm ist höchstens, dass abends alle Frauen unterwegs quasi als Frischfleisch betrachtet werden. Aber das ist im Ausgang ja auch nicht anders..

...da hat mich wohl meine Erinnerung getäuscht, es war nicht Hamburg, sondern Köln, die die Verrichtungsboxen als erstes einführten: www.taz.de

akade, ich frage mich, was mehr bankrotterklärung wäre: das umgehen mit menschlichen bedürfnissen oder deren kriminalisierung.

@mojorojo
Hm, tja. du hast wohl damit Recht, dass es wahrscheinlich nur ein verzweifelter Versuch ist, Gewaltverbrechen zu verhindern, so ähnlich, wie man mit der Einrichtung von Babyklappen versucht hat, Kindstötungen zu verhindern.
Aber es ist natürlich auch möglich, dass es das vermittelte Gefühl von Sicherheit bei den Frauen einfach erhöht - und im Gegenzug die Hemmschwelle bei den Freiern grösser ist.
- Im Endeffekt wird aber wohl meistens das zu verdienende Geld im Vordergrund stehen - wenn einer einiges mehr drauflegt, um an einem anderen, dunklen, unsichereren, unbeobachteten Ort befriedigt zu werden, so wie einige um einiges mehr drauflegen, wenn sie ohne Gummi dürfen, werden diese notgeplagten Frauen wohl kaum nein dazu sagen...
Ich weiss leider nicht, was die Statistik in Hamburg über den Nutzen der "Verrichtungsboxen" mitsamt Notrufknopf sagt. Es wäre es mal wert, das nachzuprüfen...

das problem lässt sich auch anders und fundamentaler lösen. schweden sieht die möglichkeit des erwerbs sexueller dienstleistungen als unvereinbar mit dem gleichstellungsprinzip der verfassung.
www.tagesanzeiger.ch

Ich frage mich trotzdem, wo denn der Schutz JETZT bleibt, wenn eine Frau zu einem Freier in das Auto steigt und auf einen Parkplatz fährt, oder auch in einen Hinterhof die Dienstleistung erbringt. Dieses Geschäft birgt alleine schon Risiken, da nützt doch ein Alarmknopf nichts.

schon mal folgendes überlegt: diese von dir sog. "Verrichtungsboxen" dienen in erster Linie dem Schutz der Prostituierten. In jeder dieser Boxen - zumindest ist das in Hamburg so - ist ein Notrufschalter angebracht, der direkt mit dem nächsten Polizeiposten verbunden ist. Ich finde das eine sehr gute Idee, die Gefahr, der sich die Frau jedesmal aussetzt, wenn sie in einen Wagen steigt, wenigstens einigermassen eindämmen zu können.
Denn, seien wir ehrlich, das sog. älteste Gewerbe der Welt wird auch in Zukunft nicht verschwinden, und auch beim Sex zählt für viele wohl leider das "Geiz ist Geil"-Prinzip. Warum sollte man für eine Dienstleistung - ich sag einfach mal irgendeine Zahl, ich hab keine Ahnung - 200 Stutz im Puff bezahlen, wenn man es auch für einen 50er auf der Strasse bekommen kann? Und "Minimalarbeitsbedingungen" - glaubst du wirklich, dass der Grossteil der Kunden da ernsthaft drüber nachdenkt?? Das wäre ja fast wie "Ich kaufe Bio - ich kann die Tomate zwar aus Spanien für 30 Rappen haben - zahl aber gerne nen Stutz für die Bio-Tomate, weil sie unter besseren Bedingungen gereift ist".
Die Risiken werden kundenseits in diesem Moment wohl eher selten kalkuliert, nehme ich an.
Versteh mich nicht falsch, mich schüttelt es bei dem Gedanken an diese Form der Auslebung von Sexualität genauso wie dich.
Aber auch diese Art der Prostitution wird seit Ewigkeiten, nicht erst seit heute, in dieser Form praktiziert, mitsamt dieser Degradierung, mit der Ausbeutung und dem Elend - und solange es genügend zahlende Kunden gibt, wohl auch diese nie verschwinden.
Homo homini lupus est.