Kommentare

akade, deine erste aussage ist bei mir in der tat falsch angekommen, deshalb meine frage. ok, das mit dem mehrwert war absichtlich aus dem zusammenhang gerissen, nicht aufregen über meine kleine provokation...nenn mich antichrist, aber bitte nicht christ. ;) übrigens: bin mehrheitlich mit rauchern unterwegs, klappt auf beiden seiten prima.

snuggle, darling, wir kommunizieren hier vollkommen aneinander vorbei. ich finde die aufgeblasene genugtuung und schadenfreude ('haha, jetzt duerft ihr nicht mehr') widerlich GENAUSO wie hasstiraden von der anderen seite. der mehrwert bezog sich auf deinen post, NICHT auf die frage ist rauchverbot gut oder schlecht. du haettest dir den ersten kommentar schon sparen koennen, wenn du gelesen haettest, was ich geschrieben habe, statt dem, was du sehen wolltest. wir muessen uns ja nicht noch zusaetzlich ueber sprachliche missverstaendnisse streiten. christ, ein bisschen konzentration bitte..

danke akade, dass AUCH du nicht zu diesen aussagen stehst. das rauchverbot hat für mich einen mehrwert, aber ganz ohne schadenfreude. verstehe nicht, wieso sich einige raucher hier so reinsteigern.

dr. snuggle: in der frage liegt nun wirklich null mehrwehrt. '...AUCH NICHT sexy' heisst was genau, deiner meinung nach?

@akade&cat: findet ihr den geistigen durchfall von Rimbaudelaire oder die hasstiraden von Orkus666 sexy?

gesundheitsapostel sind selten sexy....;-)

nun, die haemisch-gehaessige schadenfreude der 'gewinnerseite' strotzt auch nicht gerade vor sex-appeal...

Wenn schon sinnliches Gift, dann lieber einen schönen Single Malt...
Some you win, some you lose, schlechte Verlierer sind aber immer unsexy.

get a life!

Von den zahlreichen falschen Propheten sind die Gesundheitsapostel, Götzendiener des Leibes, zweifellos die ärgsten. Sie wurden nie geliebt, weil sie niemals geliebt haben. Ihre Herzen sind voll Unflat, Zorn, Missgunst, und sie neiden den Lebendigen ihr Glück. Der Leib ist ihr Hauptgötze, Angst, Neid und Hochmut ihre Untergötzen. Und alle beten sie an, unablässig. Ständig fürchten sie sich, beneiden sie, schauen sie herunter aus ihrer Grube. Sie haben keinen Balken vor dem Kopf, sondern einen ganzen Bretterverschlag und sehen dennoch in ihren Mitmenschen den Splitter im Auge, das heisst ihren Gegenmenschen, denn sie haben keine Mitmenschen, höchstens Mittote, Mittiere, Mithirne. Sie können Menschen nicht ausstehen, weil sie sich selbst nicht ausstehen können. Sie hassen Geselligkeit, weil niemand in ihrer Gesellschaft sein möchte. Deswegen ist ihnen auch das Rauchen zuwider, weil es ihnen zu sinnlich, zu lebendig und zu gesellig ist - und all dies wollen sie in ihrer Missgunst eigentlich verbieten. Ausserdem können sie Rauch grade noch knapp wahrnehmen, weshalb es diesen Gottlosen bereits das Feinstofflichste und daher gefährlich und verdammenswert ist, auf jeden Fall zu fürchten. Wie sie ja alles fürchten und verachten, was duftet, was brennt, was sich wandelt. Wären sie nicht so grenzenlos dumm und tot und lächerlich, könnte man sie Pharisäer schimpfen, diese pestgetränkten Zellhaufen, diese Verfluchten, von denen sogar die Sonne am liebsten ihr Licht nähme. Der Teufel soll sie holen oder zumindest Leibacher.

amüsantes geheule und getrötzel hier ;)
eigentlich ist die ganze diskussion obsolet. fakt ist, dass es nicht einen grund gibt, wieso eine minderheit (raucher) der mehrheit (nichtraucher) vorzuschreiben hat, wohin sie gehen müssen, um nicht rauchverhangene luft einzuatmen. fakt ist auch, dass eine mehrheit das rauchverbot für gut befunden hat.
natürlich kann man 100 und 1000 argumente dafür und dawider anführen, aber who cares? manchmal muss man sich damit abfinden, realitäten zu akzeptieren. und wem dies nicht passt, dem stehen unsere direktdemokratischen wege offen.
oder macht weiter hier... ich amüsiere mich gerne auch weiterhin...

Ich bin seit ich fünf Jahre alt bin ein regelmässiger Restaurantbesucher und in dieser ganzen Zeit hat noch kein einziger Raucher freiwillig seine Zigi ausgemacht, weil am Nebentisch das Essen kam. Nein, man muss explizit darum bitten und wird meist blöd angeblafft. Fazit - ich ging nicht auswärts essen, weil mir diese Grabenkämpfe zu blöd waren. Seit dem Rauchverbot gehe ich wieder öfters und gerne weg.
Für mich ist ungefragt neben einer Person rauchen per se unhöflich, weil man die andere Person zwingt, entweder wegzugehen oder mit dem Gestank leben zu müssen. Gut, ich rege mich auch über mit vollem Mund Redner, übermässig Parfum-Benutzer und im Tram am Morgen Thunfischbrötchen-Esser auf, genauso wie über laut am Telefon streitende Frauen mit Ultraschallfrequenzstimme und einfach Abfall auf den Boden Schmeisser. Irgendwie hat der Durchschnittsmensch von Heute kein Mass dafür, was sich in der Öffentlichkeit gehört und was nicht. Jeder will, auf verschiedene Art und Weise, einfach stier sein Ding durchziehen, egal, ob er andere damit stört oder nicht. Après moi le déluge.
Etwas zu unterlassen ist eine ganz andere Geschichte, als passiv etwas Negativem ausgesetzt zu sein. Der Ort der Kontrolle liegt anderswo. So fühlt sich der Raucher, der nicht rauchen darf genervt und bevormundet, der vollgerauchte Mensch jedoch hilflos. Was kann er tun, ausser anderswo hinzugehen? Dies empfinde ich als die grössere Diskriminierung, denn der Nichtraucher tut ja in dem Sinne nichts negatives.

vielen dank @zinemin, auf den punkt gebracht. vielen dank auch @Orkus666, der @akade mit seinem selbstportrait beweist, welche fraktion hier welche umgangsformen pflegt. der grösste dank geht an @Loewe69 für den besten beweis, das auch ein gähnend langer text kein einziges argument gegen das wunderbare rauchverbot liefert.

LOEWE - danke ebenfalls. Und was die viel zitierten Umgangsformen angeht: die Nichtraucherfraktion lässt hier im Tonfall genau diese vermissen.

Nun - ja - ich BIN Raucher. Als selbst lange Jahre in der Gastronomie tätig gewesener, behaupte ich jetzt einfach mal, dass die Mehrheit der dort Angestellten selbst rauchen. Also das Gesetz als Schutz von den Angestellten hinzustellen ist in diesem Sinne ein Widerspruch zu den reellen Tatsachen.
Zum Thema Rauchen und aktive/passive Gesundheitsschädigung: wenn ich mir an einem Abend zwei Schachteln Zigi's reinziehe und nachher nach Hause gehe / fahre, gefährde ich damit höchstens mich selbst - mache ich das aber mit übermässigem Alkoholkonsum gefährde ich sowohl mich selbst, als auch andere, da ich entweder unkontrolliert herumtorkle und andere Verkehrsteilnehmer oder ich setzte mich sogar noch auf den Sattel oder hinters Steuer und bin eine potentiell noch grössere Gefahr für die Allgemeinheit. Die Senkung der Promille-Limite hat vor allem der Gastronomie geholfen, ihren Alkoholverbrauch zu senken, natürlich auf Kosten der Einnahmen... Die weniger Verkehrstoten sind selbstverständlich ein positiver Effekt - der aber nur von den Leuten hervorgerufen wird, die sich auch konsequent an die Gesetze halten.
Eine kleine Analogie zum Thema Rauchen zum Trinken kann ich mir einfach nicht verkneifen... Vor Jahren in Amerika, als Rauchen noch nicht ein Werk des Teufels war: In New Mexiko ein wunderschönes Restaurant mit Terasse - wir wollen draussen sitzend den herrlichen Abend geniessen, doch ein kleines Problem tritt auf... Alkohol darf draussen nicht ausgeschenkt werden und drinnen darf man nicht rauchen :-) - das ist das allgemein Bekannte "no drinking in public". Erinnert doch fast an die heutige Situation in den Clubs, obwohl es hier mehr um den Gläserschwund geht.
Doch die Amis haben es in dem Sinne wunderbar erkannt: Autofahren ab 16, Trinken erst ab 21 - bei uns liegen Jugendliche teilweise schon mit 14 auf Grund von Saufgelagen auf der Notfallstation -> Schlussfolgerungen darf jeder selbst daraus ziehen.
Zum Thema Rauchen zurück: Ich empfinde es auch als angenehmer, meine Mahlzeiten in einer nicht übermässig belasteten, weil durch rücksichtslose, am selben Tisch sitzende Raucher, einzunehmen - doch sei mir gestattet darauf hinzuweisen, dass bis anhin noch jeder seine Zigarette freiwillig ausmachte, wenn mein Essen kam, genau so, wie ich auch die meinige ausdrückte, wenn ich jemande damit direkt belästigte.
Die eigentliche Problematik für mich stellt sich mehr in der Einschneidung der Rechte von Eigentümern und Mietern von Restaurants, immer unter dem Deckmäntelchen der Gesundheit. Klar gehören unverdorbene und korrekt zubereitete Speisen & Getränke auf den Tisch und die Hygiene muss gewährleistet sein (aber ehrlich, wer macht dies zu Hause anders??) - aber zwingend vorzuschreiben, dass ich in meinem Besitz das Rauchen zu verbieten habe, geht mir etwas weit.
Des weiteren Warte ich endlich auf die offizielle Studie, die beweist, dass Passivrauchen zu Krebs führt. Es gibt nämlich keine. Wie sollte diese eigentlich durchgeführt werden? Man sperre 200 Nichtraucher mit 1000 Rauchern für 5 Jahre zusammen und untersuche deren Gesundheitszustand periodisch? Daneben "halte" man eine Gruppe von 200 Nichtrauchern unter identischen Lebensbedingungen, da ja jeder Versuch eine Parallelstudie erfordert. Stelle ich mir interessant vor.
Und zum Thema: ein Abend im Ausgang und Halsschmerzen, tränende Augen und zwei Wochen krank - ich kenne auch Leute, die nach einer Minute Zugluft gleich klagen, sie bekämen eine Mittelohrentzündung, Rheuma oder eine Erkältung. Und vom Handygebrauch wachse ihnen ein Hirntumor und durch die Strahlung der Antennen können sie nicht mehr schlafen etc. Nicht dass ich deren Empfinden als Einbildung abtun möchte, aber Tatsache ist doch, dass jeder auf die gleichen externen Einfüsse unterschiedlich reagiert - also was tun? Gesetze gegen Zugluft, Handys, Salz und Zucker erlassen??? Ach ja, und da gibt es noch die Übergewichtigen - aber das führt jetzt hier doch etwas zu weit, denn sonst denkt ihr noch, ich will einen Rundumschlag gegen Alles und Jeden führen.
Vielleicht sollten wir Raucher auch an den Europäischen Menschengerichtshof gelangen und uns als Minderheit (wie ja proklamiert) ausgeben, bei den Minaretten scheint es ja zu funktionieren :-))
Und zu guter Letzt: der Bund, der die Schweizer Tabakbauern subventioniert und gleichzeitig Steuergeld in Nichtraucherkampagnen investiert müsste sich neue, kreative Ziele suchen, denn wenn immer weniger Leute rauchen sollen (mit dem Ziel die Menschheit zu Nichtrauchern zu verdammen) brauchen wir auch keine Tabakbauern mehr.