Kommentare

und wie gesagt: ich fand und finde es ziemlich gut, dass du am Ende des Posts Leute zum Treffen motivierst, sowie auch Farbklecks_im_Haar. Ich wünsch Euch, dass daraus neue Freundschaften entstehen. Viel Vergnügen!

... ich lernte mal, Empathie ist eine Haltung. Im Gegensatz zu Mitleid, das man ausgewählten Menschen zukommen lässt, weil das schon wieder eine Bewertung ist (diese armen haben es nicht leicht odsr so). Sachlich? Unemotional? Passt das zu Empathie? Die kann man übrigens nicht (einzelnen) schenken. Man lebt sie oder nicht. Wie die Tragweite eines Themas für jemand ist, das ist doch nicht an dich zu urteilen, sonst stellst du dich schon wieder über die Person, die es sagt. Du klassifizierst. Auch das ist ohne Empathie! Passt alles nicht so zusammen, finde ich. Alles Gute für dich.
Ja, du hast völlig Recht. Hier liegt meinerseits wenig Empathie vor. Und ich bewerte das Geschriebene, ja. In diesem Fall hier nehme ich eine antagonistische Haltung ein.
Davon unabhängig ist aber, ob ich grundsätzlich ein zu Empathie fähiger Mensch bin oder nicht. ;-)
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es geschieht auf jeden Fall etwas interessantes, nämlich ein Commitment der Beitragsverfasserinnen in - vermutet - ähnlichen Lebenssituationen. Und das ist doch positiv! :-)

Wie du was machst, ist mir eigentlich egal. Ich hab da kein Patentrezept.
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Eine Selbstoffenbarung, ok. Tut mir leid, wenn Du Dich angegriffen fühlst. Bei mir kommt dein Text anders an. Eher als eine Aufforderung, Mitleid haben zu sollen oder verständnisvolles Nicken und Schulternstreicheln. Und das ist wohl das, was mir an deinem Post aufstösst.
auch wenn du es nicht hören willst: Man trifft für sich selbst jeden Tag Entscheidungen. Man kann immer entscheiden, welche Haltung man zu einer Lebenssituation entwickelt. Und man kann auch zu jeder Zeit den Blickwinkel darauf ändern. Wenn man sich vor Menschen zurückzieht und einen Tag lang mit niemandem spricht - obwohl man durchaus Kontakte hat und an sich Kontaktfreudig zu sein scheint - ist das eine Entscheidung, die man für sich für diesen Moment trifft. Nicht mehr und nicht weniger.
Meine Fragen waren nicht als verbaler Faustschlag gemeint. Sondern einfach ehrlich gefragt: du willst viele Dinge tun, lässt sie aber sein, weil du sie nicht alleine tun willst. Da geht in mir die Frage auf: warum? Warum schränkt man sich in solchen Momenten selber so sehr ein? Das ist eine Haltung, oder nicht? Eine Entscheidung, die du für dich selber triffst. Und Entscheidungen gehen normalerweise mit Folgen derer einher.
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Ich bin niemand, der anderen gefallen will, sich einschmeicheln oder gar eine unterstützende Seele sein. Ich lese einen Text und schreibe dazu, was ich darüber denke. Auch hier nicht mehr und nicht weniger. Und ich frag mich tatsächlich, wo hier eine heftige Konfrontation gewesen sein soll. Ich Wie gesagt, ich nehm das ganze nüchtern, sachlich, unemotional. Und manchmal ein wenig ironisch ob der "Tragweite" geäusserter Probleme. Vielleicht sollte ich künftig mit Smilies arbeiten.
Meine Empathie und auch mein Mitgefühl schenke ich Menschen, die trotz widrigster Umstände (ernsthafte Erkrankungen, Todesfälle, finanzielle Not, Existenzangst, usw.) ihr Leben meistern und zufrieden mit dem wenigen sind, das sie haben. Die nicht so viel Glück gehabt haben und haben wie ich. Die jeden Tag für ihr Leben kämpfen und das beste daraus machen ohne sich zu beschweren. Davor verneige ich mein Haupt.
Mein eigenes Leben - da Du Dich dafür zu interessieren scheinst - ist wie jedes andere eines mit Höhen und Tiefen. Und wenn mich eine Lebenssituation, in der ich mich befinde, stört, versuche ich sie, wenn möglich, zu verändern. Oder meine Haltung dazu zu verändern. Ein ständiges Streben nach Verbesserung. Oder um es mit William Ernest Henleys Worten zu sagen: It matters not how strait the gate, how charged with punishments the scroll. I am the master of my fate, i am the captain of my soul. Und dabei könnte ich zudem auch noch Rocky zitieren, der sinngemäss fast ähnliches sagt.
Nun gut. So ist es halt. Und sonderlich anonym ist es hier drin eh nicht. Man kennt sich mitunter.
Auf jeden Fall: Alles gute. Pack das Leben beim Schopf! ;-)
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P.S.: Den titel des Kommentars hab ich übrigens von dir kopiert - ich bezog mich auf deinen Post, in welchem du andere Menschen als miesepetrig bezeichnet hast. Aber gut, nimm es als Aufhänger für Deine Kritik. Kein Problem. ;-)
und warum genau sollte ich nicht online sein? Andere schauen halt fernsehen, um sich abzulenken und runterzufahren, oder so. ich surf halt ab und zu und kommentier irgendwas. Davon ausgehend schlüsse über die Ausgefülltheit meines Lebens zu ziehen, finde ich fast schon amüsant. Du darfst mir übrigens gerne Fragen stellen. Soviel du willst. ;-)

Können wir hier auf dieser Platform nicht einfach austauschen, diskutieren und in den Dialog treten miteinander? immer wieder arten Fragestellungen in heftige Konfrontationen aus, die auch echt verletzend sein können – klar, anonym macht mutig, aber ich find ehrlichen Austausch spannender - grade das könnte durch die Anonymität doch auch gefördert werden - oder sehe ich das falsch?

Liebe Mary-Jane-Louis -
Es ist still geworden, seit einige (mich inbegriffen) auf deine Wortmeldungen kritisch reagiert haben. Und was kommt jetzt? quasi eine Kopie meines Ursprungstexts, bloss werden alle Sätze von dir abwertend, abschätzig und mit der dir so eigenen „ich weiss alles, und zwar besser“ Art kommentiert. Da du dich offenbar für Psychologie interessierst, dürfte dir die Aussage: „Ratschläge sind Schläge“ nicht fremd sein. Wenn dir alles im Leben so leicht fällt, wie du es beschreibst, dann sei froh und schätze es, auch wenn es mir schwerfällt, das zu glauben, wenn ich sehe, wie deine Reaktionen andere Menschen/Lebensentwürfe sind. Ich bezweifle auch, dass dein Leben so erfüllt ist, wie du es gerne darstellst – allein schon aufgrund der Tatsache, dass du gefühlt 24/7 online zu sein scheinst… und offensichtlich auch am Wochenende (wie wir anderen)!
Eine Selbstoffenbarung von jemandem wird von dir mit einem verbalen Faustschlag gekontert: Wenn… dann mach es halt anders! mach es doch so, wie ich es dir sage! mach es am besten so, wie ICH es dir sage, nämlich so, wie ICH es mache! Mir fehlt die Empathie für alle, die nicht du sind, liebe Mary-Jane. Ich denke nicht, dass du das Kernthema wirklich verstanden hast. Du schaust von aussen und urteilst. Du liest nicht einmal genau.
Du musst keine Meinung teilen, aber alle andern auch deine nicht. Tief drin denke ich noch immer, dass du es gut meinst mit all deinen Posts, wahrscheinlich gern eine unterstützende Seele wärst, vielleicht mal irgendwo vom lösungsorientierten Ansatz gehört hast. aber was du tust, entspricht dem nicht. Du wertest, bewertest und wertest ab. Alles und jeden. Schau doch nur mal deinen Betreff an, da fängt es an. Interessanterweise war deine erste Reaktion in gewohnter Mary-Jane-Manier, während dein letzter Post ja definitiv grenzwertig (und plötzlich total anders) ist. Ist es Zufall, dass er nach den kritischen Reaktionen kam? Ich könnte dir nun auch ein Dutzend Fragen stellen zu deinem Verhalten. Ich lasse es sein - du scheinst bereits alle Antworten zu haben.

gut gemeint, aber unlesbar. ich dachte, man kann das Bild dann anklicken und lesen...

diesen text las ich mal in einer zeitschrift und fand ihn echt toll. seither hängt er an meinem kühlschrank!

Organisier was, da kommen sicher ein paar Gleichgesinnte zusammen!

@Farbklecks_im_Haar. Ich bin so froh über deinen Beitrag... ich verfolge mit Interesse die Kommentare zu meinem Post und wundere mich, dass - egal, wie man anfängt - hier auf RonOrp innerhalb weniger Mails stets die Schlammschlacht anfzufangen scheint von wegen: dumme Weiber suchen Mann, halten sich für arme Opfer und sind doch nur Unfähige, die es nicht schaffen, allein glücklich zu sein. Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ich nicht allein sein kann - im Gegenteil. Auch habe ich nicht im Entferntesten suggeriert, dass ich NUR mit einem Partner glücklich sein kann oder dass ich eine faule Person bin, die nur auf dem Sofa sitzt und es mir auch nicht in den Sinn käme, mich davon zu erheben - von wegen Komfortzone... Es gibt hier auf RonOrp gewisse Leute, die auf fast alle Post etwas zu sagen haben (woher nehmt ihr die Zeit?) - manche sind allwissend, andere scheinen mir einfach miesepetrig und unzufrieden mit sich selber. Deshalb danke an alle, die tatsächlich verstehen, worum es mir geht, es ernst nehmen und auch entsprechend antworten oder sich melden. Ich weiss ganz genau, dass ich nicht die Einzige bin, die so fühlt.
"ich lasse so viel bleiben, was ich eigentlich gerne tun würde"...
machs halt einfach. Worauf wartest du? Warum verschwendest du deine Lebenszeit damit, etwas nicht alleine zu tun, nur weil es sich vielleicht nicht immer 100%ig gut anfühlt?
Wenn du allein ins Kino gehst, wieso musst du die Zeit totschlagen an Flyerständern, statt dir z.B. einfach ein glas Prosecco zu kaufen und ein paar Menschen im vorbeigehen oder an der Bar einfach anzuquatschen? Woher weisst du, dass da nicht auch Leute dabei sind, die alleine da sind - oder sich einfach freuen, sich zwanglos zu unterhalten?
Wenn du einen ganzen Tag lang mit niemandem sprichst ausser mit der Frau an der Kasse - wessen Verantwortung ist das? Deine oder die deiner Umwelt? Musst du angesprochen werden? Was kannst du tun?
Du bist der Notnagel deiner Freunde? Schon mal auf die Idee gekommen, dass es umgekehrt sein könnte? Oder anders? Schon mal die Freunde darauf angesprochen?
Wer hat bisher deine Lebensentscheidungen getroffen? Und wie bist du damit umgegangen?
Bis du gesund? Hast du einen Job? Hast du eine schöne wohnung?
Gibt es etwas, das du verändern wilslt an deinem Leben? Und wer könnte für die Veränderung sorgen, du oder deine Umwelt?
Fragen über Fragen, die du dir nur selber beantworten kannst.
Verpass nicht dein Leben, indem du drauf wartest, dass etwas im Aussen passiert. Schon morgen kann alles anders sein.
Hallo Cabourg,
Kompliment für Deinen Text, bei dessen Lektüre ich immer wieder mal mit dem Kopf genickt habe, weil es ebenso gut ge- wie treffend beschrieben ist. Das gilt ebenso für den Ursprungstext wie für denjenigen, den ich jetzt kommentiere. George Moustaki hat mal gesungen hat, dass er nie alleine mit seiner Einsamkeit ist (je ne suis jamais seul avec ma solitude). Dennoch will man oder frau einfach mal Gesellschaft, mit dem man abhängen will, wie es früher hiess.
Dein Text ist ein guter Anfang, sage ich mal so. Ich weiss, es weist Dir wieder die Aufgabe zu, etwas anzustossen. ;-) Aber wenn sich ein paar Leute – aufgrund dieses Textes - mal mit Dir treffen, aus dem sich dann mögliche Gemeinsamkeiten ergeben, könnte vielleicht als nächster Schritt ein grosses Treffen z. B. in einem netten Café in Luzern herausspringen. Ich komme deswegen darauf, weil ich das in der Studienzeit gemacht habe: wir trafen uns alle 3-4 Monate zuerst in einem Café, danach bei jemandem, der Platz in der Wohnung hatte. Jeder brachte dann etwas zum Essen mit. Dafür brauchte es jedes Mal nur jemanden, der sich die Mühe machte, einen Termin und Ort zu festzulegen, und "plötzlich" hatten ganz viele Leute Zeit........
Vielleicht führt das jetzt zu weit. Von daher will ich gar nicht mit Pseudo-psychologischem (@Farbklecks_im_Haar: danke für diesen Begriff) daherkommen. Andererseits bin ich schon dabei, denn Luzern ist von Bern nicht so weit entfernt. Aber das sollte per PN bequatscht werden. ;-)

Hoi Cabourg
Ich finde es sehr schön, wie du dich offenbarst. So ein Beitrag zieht leider auch Leute an, die mit pseudo-psychologischen Allgemeinplätzen daher kommen, obwohl sie rein gar nichts über dein Leben wissen. Oder die dir ihre eigene undifferenzierte Sicht auf die Welt oder auf die Frauen aufs Auge drücken wollen, die mit dir wahrscheinlich gar nichts zu tun hat. Dabei hast du ja sehr schön beschrieben, wie du deine Komfortzone verlassen hast. Und das Alleinsein hat du lange genug erprobt. Aber vieles ist einfach schöner, wenn man zu zweit lachen kann. Das wissen nur jene so richtig, die wirklich lange, lange allein waren. Aber man wird es müde, Menschen hinterher rennen, die immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, nach etwas Besserem sind. Es ist auch nicht so, dass man mit dem Alter weniger Menschen kennenlernt. Man hat nur feinere Antennen, wer wirklich an dir als Mensch interessiert ist, oder wer nur einen Nutzen in dir sieht, den er oder sie gerne befriedigt haben möchte, egal ob es für dich stimmt oder nicht. Manchmal passt es auch einfach nicht, und mit 45 weiss man, was passt und was nicht.
Also wenn du möchtest, meld dich doch einfach per PN bei mir. Vielleicht passt es ja? Und wenn du hier schon andere, gute Menschen getroffen hast, kannst du sie ja mitnehmen :-)
Liebi Grüess
Ich denk halt, dieses „hey, ich raff mich auf, ich tu jetzt was“, ist meist das Erste, was sich die Menschen in so einer Situation sagen. Und dann, als mögliches Szenario, klappt es nicht, aus was für Gründen auch immer. Diese können in der Person liegen, am Umfeld, vielleicht auch einfach nur Scheisse gelaufen. Vielleicht liegt dieser Mensch irgendwann am Boden (ich spreche nicht von niemandem hier in diesem Forum) und reagieren auf den Arschtritt nur noch mit einem Zucken. Selbst wenn sie einst noch gedacht haben „Ich gebe nicht auf – nie!“. Meist greifen Ratschläge etwas auf, was die Person nicht kann oder nicht mehr kann oder gerade jetzt nicht kann oder nicht in dem verlangten Ausmass. Es gälte nun herauszufinden, was die Person denn kann (sie kann vielleicht einen Post auf Ronorp schreiben, das ist doch super – ja ich weiss, das sagst du ja auch). Alle anderen Tipps, die mit Nachdruck angebracht werden, vermitteln aber das Gefühl der Unzulänglichkeit. Und das baut nicht auf, es zieht nur Energie ab – beziehungsweise, um es im Therapeutenjargon zu sagen, es baut Widerstand auf. Da verhedderst du dich, wirst geflutet mit Gründen, warum es NICHT geht. Statt herauszufinden, was ginge. Vielleicht nicht bei allen, aber ich behaupte mal keck, bei einer überwiegenden Mehrheit.
Kommt hinzu, dass Ratschläge das Erste sind, was du hörst, wenn du einfach nur gesehen werden willst – und sie kommen nicht immer prioritär, um diesem Menschen zu helfen, sondern damit er uns wieder gefällt. Leute, denen es nicht gut geht, sind nämlich bisweilen nicht sehr angenehm, sie reissen uns aus unserem Komfort. Und das haben wir doch alles so schön verbannt, den Tod auf den Friedhof, die Alten ins Seniorenheim und die Angeschlagenen in die Klinik. Der Mensch ist doch ein soziales Wesen, und bei all diesen chicen Ratgebern, die das Alleinsein als Heilsbringer verkünden, denk ich mir: Jawoll! Auch Alkohol ist gesund. In einem gewissen Mass. Wenn man sich mal die Zeit nimmt, einfach zuzuhören, stellt sich oft heraus, dass all das Elend auch Wertvolles offenbart, ja dass man am Ende gar zusammen lachen kann. Ich habe solch Wertvolles aber noch nie erfahren, wenn ich den Menschen vorher schon mit ungewollten Antworten platt gemacht habe. Vielleicht hast du andere Erfahrungen gemacht, ich nicht. Nie. Schon gar nicht schriftlich, von fremden Menschen. Und ich hab schon das eine oder andere Elend gesehen.
Deswegen geb ich dir recht, jeder ist für sein Leben verantwortlich. Und damit auch für den Weg, der für ihn passt (ganz ehrlich gesagt, draussen einfach mal Leute anzusprechen – klingt super. Ich hab etwa 20 Jahre gebraucht, bis ich das ohne Herzrasen konnte – obwohl ich das Glück habe, dabei relativ selten abgewatscht zu werden. Das gilt nicht für alle, und andere kriegen die Fähigkeit frei Haus geschenkt.). Menschen einfach mal zuzuhören und verstehen zu wollen, ohne eine Antwort parat zu haben – wenn man denn kann - und egal ob es sich um eine Freundin oder um den Junkie auf der Strasse handelt, das ist ein echtes Geschenk für beide Seiten. Und der bessere Weg zu zeigen, dass es sich lohnt, Risiken einzugehen. Das ist meine tiefste Überzeugung. Und ich stelle die deine nicht in Frage, nur die Art, wie sie zu vermitteln ist. Selbst wenn ich dir da quasi den Ratschlag gebe, mit Ratschlägen sparsam zu sein. Ich bin eben auch nicht perfekt :-D.
Ob ich diese Erfahrung gemacht habe? - Na, du bist gut. Was denkst du denn? Woher denkst du, nehme ich meine Worte - einfach so aus der Luft? Nein, ich kenn mich in dem Metier schon recht gut aus. Und drum steh ich 100% zu dem, was ich sage, auch wenn sich manche dadurch angegriffen zu fühlen scheinen.
so ist es aber nicht gemeint. Es ist nur ein Blick von aussen auf das ganze, nüchtern, sachlich, unemotional.
Ich sagte auch nicht, dass sich die Schreiberin grundsätzlich zum Opfer macht, sondern man (ganz) sich in einen Opferpart begibt, je mehr man sich davon abhängig macht, die Befriedigung innerer Bedürfnisse von aussen zu erwarten. Zudem schreibt sie aber trotzdem, sie fühle sich als "Notnagel" wenn jemand mit ihr Zeit verbringen will. Mein Anliegen ist aber eher, diesbezüglich mal einen anderen Blickwinkel zuzulassen, der einem aus dem "hey, ich werd nur dann gebraucht, wenn mich und meine wertvolle Zeit jemand ausnutzen will" herausbringt. Denn das ist durchaus eine Opferhaltung, die man aus dem Notnagel-Komplex herauslesen kann, man tut sich selber leid, man fühlt sich nicht genug gewertschätzt, man ist zu sehr mit seinen eigenen Bedürfnissen beschäftigt, als die Bedürfnisse des anderen, der das ganze so vielleicht gar nicht meint, überhaupt wahrnehmen zu können.
Einsam ist jeder mal. Aber ich weigere mich strikt, in dem Fluss mitzuschwimmen, in Selbstmitleid zu zerfliessen, statt wieder aktiv zu werden. und wenn du jetzt fragst, ob ich diese Erfahrung gemacht habe: ja, natürlich. Nur deswegen kann ich was zu dem Thema sagen.
Und zum "kackt alleine an": versteh ich. Aber das heisst nicht, dass man deswegen nix mehr riskieren kann.
Ja, vielleicht halt ich den Finger in die Wunde. wenn man etwas in ein Forum schreibt, muss man halt auch mit kritischer Auseinandersetzung rechnen, nicht nur mit Schönrederei und fishing for gleiche Haltungen. Das heisst aber nicht ,dass ich das "Problem" nicht grundsätzlich verstehe oder sogar auch selbst kenne. Jeder ist für einen grossen Teil seines Lebens und wie er es gestaltet selbst verantwortlich. Innehalten ist gut und wichtig. Aber man muss halt seine eigene Entscheidung zwischen aufgeben und immer wieder unbeirrt weitermachen treffen. Denn wer kann dein eigenes Leben massgeblich verändern ausser du selbst?
Solange man gesund ist, munter, finanziell abgesichert, es einem an nichts mangelt, hat man alle Möglichkeiten der Welt, sein Leben selbst zu gestalten. Oder man tut sich halt selber leid, auch eine Entscheidung, die man für sich selbst trifft.
Liebe Mary Jane Louis
Das ist ja nicht alles falsch, was du hier schreibst. Aber hast du diese Erfahrung gemacht? Deine Wort implizieren, dass sich die Schreiberin zum passiven Opferpart macht. Ich glaube nicht daran. Ich verstehe Cabourg, weil ich selbst ähnliches erlebt habe. Und ich bin alles andere als ein Opfer. Meine beste Freundin ist alleinerziehendes Mami. Ich erlebe sie nicht als Notnagel, auch wenn es nur kindergerechtes Programm gibt, sondern ich liebe sie. Aber es ist halt trotzdem nicht so ganz das, was mich jede freie Minute glücklich macht, denn ich bin ein anderes Naturell. Ich sitze auch nicht bitterlich weinend auf dem Sofa. Von Après-Ski bis Goa, liegt alles drin. Slam Poetry, Stadt-Krimi, Wandern, Action-Painting, hey, her mit dem prallen Leben. Aber all das - sorry für die Wortwahl - kackt alleine auf Dauer an. Es liegt in der Natur des Menschen, Freud und Leid teilen zu wollen. Die meisten Leute sind einfach wahnsinnig mit sich selbst beschäftigt, und irgendwann hättest du gerne etwas Kontinuität, Tiefgang. Jemanden, der zu dir hält. Scheissegal ob Mann oder Frau, völlig egal, wie alt. Hauptsache, man verstehst sich und respektiert sich gegenseitig so wie man ist. Du hast vielleicht etliche Freunde, quer über die Schweiz verteilt, die einen machen an einem Burnout rum, die anderen hängen nur mit dem Partner ab, und die Dritten, na ist ja egal. Am Ende stehst du am Weekend trotzdem alleine da, statt dass du mit deinen Freunden in die Berge oder sonstwohin fährst. Das sind ja alles nur Wortfetzen und immer noch nicht die ganze Realität. Klar, es gibt Spontacts. Aber manchmal gibt es Zeiten, da willst du mit Leuten zusammensein, die dich kennen, bei denen du auch mal mies drauf sei kannst, bei denen du weisst: Das ist eingespielt, da herrscht Vertrauen. Deswegen, auch den Text in deinem Bild kann ich voll unterschreiben. Für manche Leute funktioniert das aus irgendeinem Grund aber nicht so einfach, und in den Raum zu stellen, es läge daran, dass sie diesen Part noch nicht begriffen hätten, das ist es, was mich stört. Und trotzdem steht man ja immer wieder auf und nimmt einen Anlauf. So wie die Verfasserin dieses Beitrags. Wäre sie passiv, wäre dieser Text hier nie erschienen. Es gibt so viele Realitäten, die viele zum Glück nie erleben mussten, und der einzige Weg, jemanden zu verstehen, sind Fragen - keine Antworten. Das ist meine Meinung.
Hm, ne das sind eigentlich keine Allgemeinplätze, sondern meine Erfahrung.
Schlussendlich geht es darum, eigene Bedürfnisse durch einen anderen Menschen zu befriedigen, Bedürfnis nach Nähe, Aufmerksamkeit, Wertschätzung. Je mehr man sich davon abhängig macht, desto größer m.e. Die Gefahr, sich in der passiven Rolle als den Einsamen, unglücklichen zu fühlen. Ist ja auch manchmal legitim.
Als passiver Opferpart ist man aber blockiert. Drum muss man in die andere Richtung mehr arbeiten, allen voran an sich selbst und an dem Thema zu lernen, sich selbst möglichst zu genügen. Und wieder nach außen gehen.
Wer das aufgibt ("man ist es leid, hinterherzurennen?) darf schlussendlich nicht klagen. Man muss sich halt fragen, was man selber will und welche Kompromisse man bereit ist, einzugehen. Ich persönlich erlebe es anders als die Schreiberin als Wertschätzung, wenn eine Freundin aus dem stressigen Mami-Alltag mit mir ihren freien Abend verbringen will. Da bin ich kein Notnagel, sondern ein Stück Befreiung. Und ich finde es schön, dieser Person meine Zeit und ein bisschen Abwechslung zu schenken. Alles eine Frage der inneren Haltung und Sichtweise.
Aber ich Finds ziemlich gut, dass du hier in did. offensive gehst und andere dazu motivierst, aktiv zu werden.

... ;-)
das leben ist nicht ein 'fucking' live, not fuck it not that shit ... vielleicht spricht dieser text über mjl die ja offenbar nix besseres zu tun hat in ihrem leben als ronorp vollzutexten mit mässig bis wie hier gänzlich unintressantem zeug...

Und was hier von ehe und Beziehung geschrieben wird, klingt mir nach hoch romantischen Ansprüchen. Bei der Partnerwahl trifft's eben genau den gleichen Nerv: nur wenn ich den anderen nicht als Lückenfüller der eigenen Mängel (Stichwort Einsamkeit) begreife, wird es gelingen, eine erfüllte Partnerschaft zu Leben.
Da magst du vielleicht recht haben, in gewisser Weise
ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren,dass gewisse Frauen hier-und auch sonst-jemanden suchen um ihr langweiliges Leben aufzupimpen. Dass dies sicher nicht der Sinn und Zweck einer Partnerschaft sein kann;haben gewisse Ladies immer noch nicht begriffen. Darum ist Zürich die Single-Hauptstadt No.1. Man kann eben nicht den Fünfer und das Weggli haben und nicht bereit/gewillt sein aus der eigenen Komfortzone auszubrechen..

Hey Luke, du überrascht mich, interessanter Artikel! :-) :-)
Ein guter Freund sagte mir mal: einsam ist nur der, der sich selbst nicht genug sein kann.
Das denke ich eben mittlerweile auch. Nur wenn man das Alleine sein nicht mehr als Mangel begreift, ist man wirklich offen für andere Menschen. Wenn man sich immer wieder traut, jeden Tag begrüßt und wieder von vorne Anfängt, gehen so viele Türen auf.
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Natürlich ist es schön, Menschen zu wissen, mit welchen man einfach spontan was machen kann.
Aber diejenigen Freundschaften mit Echtem Gehalt sind die, die man auch durch Zeiten unterschiedlicher Lebensphasen pflegt, die, auf die man sich verlassen kann, wenns mal eng wird. Die da sind egal was kommt. Und meiner Erfahrung nach sind das selten dieselben, die oft und jederzeit spontan zur Verfügung stehen.
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Alleine sein ist kein Mangel. Es ist eine Qualität und die Freiheit, offen auf alles neue zuzugehen. Auch - wie im Artikel - im hohen Alter ;-)
@skywalkerluke: Das ist sicher richtig. Umso weniger verstehe ich aber deine Klagen, die Frauen in Zürich seien arrogant und liessen sich nicht ansprechen. Setze einfach das Alter deines Beuteschemas 10 oder 20 Jahre hinauf, und die Frauen werden dir aus der Hand fressen.
@bünzli: das ist genau das was ich meine.Sooner or later,in this case later-the tables are turned again
Der Mensch ist nicht geboren um alleine zu sein. Aber es ist richtig,alle wollen "im gesetzten Alter" unbedingt einen Partner haben:jedoch ist so dass dann etwa zwei Drittel Singlefrauen einem Drittel alleinstehenden Männern gegenüberstehen. Das meine ich mit "Sieger"-vor wenn ich so sehe was bei all den Genderwars so abgeht. Ein weiterer Punkt ist,dass einer irgendwann pflegebedürftig wird und selbst da gibts eine Lösung: ich lass mich lieber in einer thailändischen Seniorenresidenz von einem knackigen Girl bedienen als von einer genervten und ausrangierten Alten die mit sechzig immer noch nicht kapiert hat was Männer mögen ;-))
@sky, man könnte auch von ausgleichender gerechtigkeit sprechen. haben frauen von 20-45 alle vorteile auf ihrer seite, ändert sich das ab mitte vierzig. dann habens männer einfacher. und frauen erhalten in sachen partnerwahl all das zurück, was sie vorher gesät haben, bildlich gesprochen.
Naja, Sieger... Das kommt auf die Definition an. In dem Artikel wird ja davon ausgegangen, dass Frauen unbedingt einen Partner wollen. Aber ich kenne tatsächlich einige Damen im gesetzten Alter, die ihr Leben ohne Mann, um den sie sich sonst kümmern müssten - ziemlich genießen. Es gibt zum Glück immer zu jeder Zeit mehrere Lebenswege, die man einschlagen kann...
Also ich hab bereits einen Plan für meine Rente... Und da können eher knackige junge Pfleger vor als eine Ehe, in der ich Wäsche wasche und seniorenwindeln wechsle... ;-)
mary_jane_louis: ich finde den Artikel auch interessant-und vor allem absolut zutreffend und bestätigt vor allem eins; nämlich dass die Halbwertszeit bei Frauen deutlich kürzer ist als bei Männern. (Sprich: T 1/2 ist dann eben T 1/4). Als Teenies sind sie frühreif und uns voraus,als Twens dann ausgeglichen und mit zunehmendem Alter wieder hintendrein. Heisst nichts anderes,dass sie sich spät.um 35 definitiv entschieden haben sollten,welches Männchen denn nun das Erkorene ist. Wenn sie sich dann (zu) spät oder gar nicht festlegen (wollen), muss Frau nehmen was übrig bleibt. In diesem Falle den Mann mit mehreren Frauen teilen. Und somit gehen wir Männer erneut als Sieger hervor ;-))


Meldet Euch spontan bei mir. Würde mich freuen :-)))