Kommentare

@soul69:moral ist ein grosses wort in der heutigen zeit. wer wagt schon noch es in den mund zu nehmen...
intim = vertraut, eng, verborgen, geheim, ganz persönlich...-gehört für mich einfach zum sex, möchte fast sagen ist vorraussetzung. emotionale und seelische nähe zu einem menschen zu haben ist etwas grossartiges. das habe ich aber nicht nur zu meinem partner, sondern auch zu guten freunden oder der familie.und auch da kann es zu verletzungen kommen. also nochmal meine frage: was macht dann eine beziehung aus, wenn sex weder intim noch besonders zu bewerten ist?
@silvergirl:mit "die wilden Zeiten vor einer beziehung ausleben" ist das so eine sache. man sucht sich den moment ja nicht aus, an dem man den partner fürs leben kennenlernt. das kann unter umständen schon sehr früh sein.
bin leider auch nicht moralist genug um die ewige treue hochzuhalten. manchmal gibt es einfach umstände, die das moralgerüst zum wackeln bringen. ich verstehe nur nicht, wie man das von vorneherein vereinbaren kann, oder wenn es zur normalität gehört untreu zu sein.

@florence_nightingale: 80? Nun das stimmt mit 80 brauchst du wirklich keine Experimente mehr zu machen in jeglicher Hinsicht.

Genau, Silvergirl, ich bin auch dafür, dass Männer wie Frauen erst so um die 80 feste Beziehungen eingehen sollten, wenn sie ihre wilden Seiten wenigstens zum grossen Teil ausgelebt haben. Beziehung ist - wie das ganze Leben überhaupt - schliesslich etwas Hehres, Heiliges, da macht man/frau keine Experimente ;-)

Vielleicht kann ich mich ja nur wiederholen, ABER für mich ist Treue in einer Partnerschaft ganz GROSS geschrieben. Das hat für mich mit Vertrauen zu tun und wenn das den Bach runter ist, hat die Beziehung an sich auch keinen Bestand mehr. Warum kann man (Frau und Mann) seine wilde Seite nicht VOR einer Beziehung ausleben? Ist das so schwierig einem Menschen treu zu sein? Das Geschwafel "Männer sind eben so", geht mir sowieso auf den Zeiger, denn das stimmt definitiv nicht. Also entweder oder, that's up to yourself! LG

@palome: Sex ist meiner Ansicht eben nicht das intimste. Das intimste ist emotionale, seelische Nähe. Auf dieser Ebene sich zu öffnen, das fürchten wohl die meisten, weil wir da sehr vulnerabel sind und diese Verletzungen am tiefsten gehen.
Von wegen konservativ: Mich freut's, dass bis anhin noch niemand mit konservativen Werten und göttlichen Regeln hier aufgetaucht ist und uns alle mit der guten alten Moralkeule niederknüppeln wollte.
@meghan: Find ich schön, Deine Vorstellung von einer (1.?) Nacht mit einem Liebenden.
@mikehruby74: Hmm, für mich geht es ja in einer Beziehung nicht primär darum, möglichst lange zusammen zu bleiben, um dann auch das Sterbebett zusammen zu teilen ;-). Das ist aber sicher auch ein ehrbarer Grund für eine Beziehung. Über das Fremdgehen einer Partnerin zu lachen würde mir schwer gelingen, ich geb's zu. Viel lieber lache ich gemeinsam mit ihr, nach einem gelungen entschlungenen Konflikt (sorry für Geschwafel florence_nightingale ;-)) Dieses Lachen wird uns näher bringen - so dass wir keine kreativen Neubeschreitungen benötigen (so hoffe ich doch).

info74, du bist noch (relativ) jung. Ich sag dir: es kann doch langweilig werden, sogar zwei wundervollen einfallsreichen Menschen, gerade nach zwanzig Jahren Ehe.
Ich kenne Paare, da schafft es keine(r) von beiden mehr, den anderen so zu inspirieren, dass der oder die nicht an aufhören denkt. Aber sie hatten fünfzehn schöne Jahre miteinander.
Die heilige Beziehung kann zum Krampf werden, wenn wenigstens eine(r) schon mal ans Aufhören gedacht hat. Wahrscheinlich kennst du das noch nicht.
Das andere, dass zwei Leute vierzig Jahre lang miteinander Spass haben, das gibt es auch. Beim näheren Hinsehen stellt sich zwar oft heraus, dass der polygamer veranlagte von beiden sich trotzdem ausserhalb bereichert hat, aber was machts - für die beiden stimmts, & dem Rest der Welt solls doch egal sein.

das ist doch nicht konservativ! ist eine beziehung nicht etwas heiliges? ich glaube einfach nicht, dass man eine intime verbindung mit seitensprüngen bereichern kann! da geht das vertrauen garantiert in die brüche und das ist schwer wieder zu flicken. ich entscheide mich in freiheit für eine beziehung, dass ist doch kein gefängnis!oder ich entscheide mich für schnellen sex, ist auch i. O. wenn es von beiden klar kommuniziert wird. aber wenn ich mich mit meinem Partner in etwas hinein begebe, wo wir beide sinn und ausrichtung festlegen, so macht mich das frei, gesund und ausserordentlich glücklich! ..und an all diejenigen denen es langweilig wird: zeigt ihr euch in eurer partnerschaft, seit ihr offen und ehrlich zu euch selbst und dem gegenüber??? seid ihr im prozess miteinander, versucht ihr euch kennenzulernen und jeden tag wieder etwas positives füreinander zu tun? stellt ihr euch euren ängsten? da wird einem doch nicht langweilig!! da kommt kein schneller sex mit, um all diese wundervollen dinge, prozesse der heilung, der echten intimität aufzuwiegen, dass ist die heiligste und heisseste spirituelle praxis überhaupt, denn diese hitze muss man erst mal aushalten! hingabe und liebe sind das kostbarste was es gibt und ich hab das gefühl, dass da einfach egoisitisch konsumiert wird, so wie das in unserer gesellschaft so schön an der tagesordnung ist. kein wunder trennen sich so viele menschen und probieren ihr glück beim nächsten, um dann wieder das gleiche zu erleben..wer ist schon bereit das problem ( das vielleicht nur eine herausforderung ist um zusammen zu wachsen)bei sich selber zu suchen? ist mega einfach dem anderen die ursachen zuzuschieben...übernehmt doch mal verantwortung!!
houw, bin übrigends eine frau...

So und hier ist wieder Mister den den Sex überbewertet findet.
Stellt euch vor eure Freundin oder Freund liegt sterbend im Bett und du sitzt die ganze Zeit neben ihr. Na, und jetzt?! Über was redet ihr oder lässt ihr revue passieren? Über den tollen Sex den ihr zwei gehabt oder über die Gefühle, die Freuden und Leiden die ihr zusammen geteilt habt.
Lacht doch einfach zusammen über des anderen Fremdgehen und geht weiter euren Weg, denn ihr habt euch doch zusammen getan um eine lange Strecke des Lebens gemeinsam zu meistern. Wenn dem nicht so ist, dann gehe doch jeder alleine seinen Weg! Wenn man wirklich lange zusammen sein will, dann gibt es vielleicht neue, kreative noch nie beschrittene Wege. Ein Versuch wäre der Beziehung sicher wert.

heaven heaven .... entweder bin ich in einem märchenbuch steckengeblieben oder ich schlicht und ergreifend blöd. klar kann man auch ohne liebe sex haben, aber das ist doch wie ohne gewürze kochen, man wird satt ... aber die feinen noten fehlen doch!
meinerseits übertrifft nichts eine nacht mit dem menschen den man liebt in der man alles ausser sex macht ... einfach so, auch aus respekt vor der bedeutung der handlung. in den armen eines mannes zu schlafen der einer frau nicht gleich alle kleider vom leib reisst, küssen und den anderen spüren, was will man da mehr.
was kann wertvolleres verschenken als das exklusivrecht auf sich selbst? ups, meine kürbiskarrosse ruft :-) cheers!

Palome, vielleicht bist Du zu konservativ für das Forum. Nicht aber für meinen Geschmack. Danke für den Beitrag. Ich lese auch interessiert hier mit (schreiben tu ich auch gelegentlich) und es entsteht beim Lesen einiger Einträge das Gefühl in mir, dass ich mit meiner Vorstellung von Liebe und dem was dazu gehört hoffnungslos romantisch bin. Aber anscheinend gehöre ich einfach einer Minderheit an. Ich hatte diese sogenannten ONS auch schon. Aber ich habe mich hinterher noch nie wirklich gut gefühlt, selbst wenn die Sache an sich gut war, und sie mit einem netten und freundlichen Menschen geschah.

ich verfolge die diskussion hier mit interesse und es juckt mich schon länger in den fingern mal meinen senf dazuzugeben.
@miss t: du hast sicher recht wenn du sagst, viele paare trennen sich zu spät oder gar nicht, aus gewohnheit und bequemlichkeit. allerings beobachte ich auch, dass viele beziehungen aus bequemlichkeit sehr schnell aufgelöst werden. viele scheuen den aufwand, die mühe, die auseinandersetzung mit sich und dem partner nach gründen für abhandengekommene liebe oder entstandene probleme zu suchen. es ist viel einfacher zu gehen, das "alte", schon bekannte hinter sich zu lassen und sich frisch und froh ins neue abenteuer zu stürzen. alles neue prickelt - zumindest zu beginn, bis es wieder zur gewohnheit wird. im idealfall stimmt es für beide partner, meistens aber bleibt einer von beiden verletzt zurück.
ich finde es lohnt sich immer gemeinsam an der beziehung zu feilen, sie zu bereichern, zu erweitern - nicht nur beim sex. die schwierigen zeiten, die man meistert schweissen zusammen, die guten zeiten geniesst man einfach. offenheit und engagement sind natürlich voraussetzung
@all: ich frage mich was eine beziehung denn eigentlich ausmacht, wenn der sex bei einigen hier offensichtlich davon losgelöst zu betrachenten ist. sex ohne gefühle für den anderen, reine lustbefriedigung, ons mit irgendjemanden, den man in der bar aufgegabelt hat... sex ist doch so ziemlich das intimste und persönlichste, was es gibt.du zeigst dich verletzlich und entrückt irgendeinem fremden menschen. also leute, jetzt mal ehrlich! ist das der grosse bang, der kick, der entspannte genuss - und hat mit der beziehung ja gar nichts zu tun? was ist denn dann die beziehung?
eine zweckgemeinschaft für den ausgang, im beste fall gute gespräche, kostenteilung für wohnung usw., auch mal kuscheln und sex, wenn gerade nichts fremdes zur hand ist?
auf was baut ihr die beziehung auf und wie geht das mit der liebe, wenn ihr von vorneherein wisst, dass der partner keiner versuchung widerstehen muss/will?
bin ich zu konservativ für dieses forum...?

hallo...
habe mich jetzt mit interesse durch den ganzen blogg gelesen und muss der guten seele soul69 (ist das eine stellung???) auch ein kränzlein winden, wie schön er da sein plädoyer für die vorzüge der monogamie auf den punkt bringt. durfte sowas auch schon erleben und möchte die "seelen-schmäälz-vereinigungen" auch als absolute höhepunkte meines sexuallebens bezeichnen!
aber das mit diesem statement bereits alles wichtige gesagt ist, möchte ich so nicht unterschreiben, da es ja auch noch ein paar andere aspekte zu diesem thema gibt...
was ich in der ganzen diskussion etwas vermisst habe, sind die aspekte sicherheit und verhütung!
wer vögelt schon gerne mit gummi (oder lässt sich gerne vögeln)??? ich glaube die wenigsten?!
da bietet monogames verhalten doch auch erhebliche vorteile, zumindest bei der sicherheit (sehr pragmatische Ansicht, zugegeben, aber nicht ganz unerheblich, oder?)!
ja und grundsätzlich mit vertrauen zu vögeln, finde ich auch nicht ganz unerheblich,
oder wer experimentiert beim sex schon gerne rum, wenn er/sie kein vertrauen in den/die partnerin hat???
ist die zugegeben zur zeit recht populäre bedenkenlosigkeit bzgl. polygamie nicht auch ein spiegelbild der fortschreitenden verantwortungslosigkeit gegenüber anderen und uns selber???
das tönt nach dem pragmatismus auch noch sehr moralisch, der taschenbier, aber es ist für mich tatsächlich ein ernsthaftes gesellschaftliches problem und das nicht nur beim sex!
ich habe fertig... ((o;

@ludwig_pill: gut gebrüllt löwe. das fasst doch alles klasse zusammen.

@ludwig_pill: Da kann ich nur zustimmend mit dem Kopf nicken.

als man muss ich bestätigen das einafch nur bumsen ohne eine tiefere verbindung einzugehen zwar geil ist, einen kick gibt und sogar kuze (oder manchmal sogar längere) zufriedenheit und scheinbares glück (so wie eine droge), aber sicher nicht das glück auf erden bedeutet.
was wir männer und besonders die machos unter uns meistens nicht sehen wollen, ist, das auch sie gerne mehr nähe, wärme, geborgenheit und so eine sehnsucht nach tiefe haben, diese aber gut gelernt haben zu verdrängen und gar nicht mehr spüren. das sind die, die jetzt sagen so ein klugscheisser!!!!
gute liebe männer und machos das könnt ihr lernen, wenn ihr euch euren ängsten stellt.
das natürlich auch immer mehr frauen einfach nur bumsen wollen und auf der flucht sind sind, gibt den machos richtig bestätigung nach einem guten fick und daher ständige abwechslung wollen.
ich kenne beides (habe immer sehr genossen und auch darunter gelitten) und bin froh erkannt zu haben, das wirklich zu lieben zwar angst macht aber dafür auch glücklich. das zu spüren ist das glück auf erden kann ich, egal ob weib oder macho garantieren. so das wollte ich der welt weitergeben. es muss eben jeder so seine erfahrungen machen. manche erfahrungen führen in eine sackgasse.
hoffe bei dem was ihr macht ein gutes gefühl zu haben! lu