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Was soll das Genörgel?
Ficken und ficken lassen!

ich habe nicht alles gelesen, auch die im eingangspost zitierten threads nicht.
@mary - mit jemandem zu verschmelzen (ich empfinde das als körperlichen & erotischen zustand), scheint mir ein geschenk des daseins, das man wohl nur selten im leben bekommt. ich hatte das glück, so etwas in einer langen beziehung mit mitte zwanzig zu erleben - die seltenheit war mir nicht bewusst, darum hab´ ich´s "verspielt" & nach anderen abenteuern gesucht. aus späteren erfahrungen glaube ich, dass man es wünschen, doch nicht erzwingen kann. vertrauen (auf jeglichen ebenen) & damit hingabe entsteht, ist da - oder auch nicht. vertrauen kann für mich auch gemeinsame(!) erotische offenheit für dritte & vierte einschliessen. hingabe schliesst für mich die stärken und schwächen, talente & krankheiten ein - fortwährende zelebrierung von stärke & härte langweilt mich, ebenso ist kein mensch nur schwach.
LG, Andreas
www.tanz-der-klaenge.de

Liebe MJL, wie sich zeigt, bist du nicht so ganz allein auf weiter Flur. Mich langweilen die omni-präsenten 100-Prozent Spass/Null-Verpflichtung Äusserungen auch sehr. Ausserdem, glaub ich, ist das meiste eben einfach sehr unehrlich und eine Notlüge. Denke Liebe und Freundschaft sind tiefe Bedürfnisse. Ich war selten so erfüllt wie in meiner momentanen Beziehung. Fremdgehen ist bei uns nur hypothetisch ein Thema. Wir reden darüber, wie man damit umgehen könnte, wenn einer von uns mit jemand anderem Schlafen möchte. Wir sind uns aber einig, dass man Versuchungen widersteht, oder diese gar nicht wahrnimmt, wenn man eine gute, erfüllte Beziehung führt. Und für eine gute erfüllte Beziehung, naja, da sind wir noch am ausprobieren, aber Vertrauen und Ehrlichkeit hilft bestimmt und Tabulosigkeit beim Sex auch. Man sollte sich gegenseitig, glaub ich wirklich akzeptieren. Niemand ist wie man selbst und wenn man es schafft den anderen als eigenständige Person zu akzeptieren, mit all seinen fremdartigen Wünschen, dann verbindet das und man lernt ausserdem seinen Partner tatsächlich kennen und liebt keine Illusion, sondern jemand Reales. Mein Freund hat eine andere Vergangenheit und einen anderen Alltag als ich. Er macht seine eigenen Erfahrungen und wächst tagtäglich daran. Ich geniesse es, ein bisschen teilzuhaben und freue mich darauf, wie sich unsere Beziehung festigt, wie wir wirklich "Freunde" werden und uns hoffentlich noch in 10 Jahren gegenseitig anziehen, weil wir uns den Freiraum lassen uns selbst zu werden.

Was habe ich rausgelassen? Loyalität vor allem in Partnerbeziehungen? Also... naja... hm... Ein Freund ist ein Freund, weil er loyal ist. Ein Partner? Ein Partner ist ein Glücksfall, wenn er zugleich auch noch ein Freund ist.

@orkus: :-)

"Du hast selber gewählt in diesem Leben ein Mann zu sein."
ich mag mich nicht daran erinnern dass ich irgendwann mal die blaue pille ausgewählt hätte...

@6030: ich geniesse mein Single-Dasein auch. halt mehr auf die weibliche Art. ich denke da anders. die Loyalität wird vor allem in der Beziehung gelebt. sonst sollte man es lieber gleich lassen.

@piipaapooo: darling,danke für deine aufheiternden worte und deine pick-up tips. mir wurde ja vieles nachgesagt, aber unterdrückte torschusspanik? :) das ist neu. hab immernoch ein dämliches grinsen im gesicht. fast schon stolz auf deine worte, das wird der brüller bei meinen freunden.
jedenfalls führe ich ein ziemlich sündiges leben, bin ein lebensfroher mensch, ergreife chancen wo ich sie nur seh, werde drei-mal geschieden sein (darunter eine stripperin von las vegas die lolipop oder candy heiss),, alimente in 7 verschiedenen währungen zahlen und kinder haben von denen ich nichts weiss. trotzdem wünschte ich mir so eine beziehung wie von MJL beschrieben. ich glaube nicht daran das mir sowas jemals wieder wiederfahren sollte, trotzdem möche ich an diesem traum, dieser illusion, diesem jugendlichem romantischem denken festhalten. paradox, trtotzdem menschlich. wir sind halt nicht perfekt wie gottes ebenbild. und ja, ich hatte die erfahrung schon, traumfrau entpuppt sich zu alptraum. also irgendwie :) loyalität, respekt und ehre werden halt eher in freundschaften gelebt als in beziehungen...vorallem die verdamte loyalität...

Ich bin wahrscheinlich ziemlich froh, wenn mir mein Partner nicht allzu ähnlich ist/wäre. Ausserdem finde ich Ähnlichkeit ein recht schwieriges Suchkriterium. Entweder, mir gefällt jemand, oder nicht.

@stadtstreicher: die unterschiede sind eben meiner meinung nach die herausforderung. vielleicht kommt die liebe in etwa einer anderen form als was wir erwarten und wir erkennen sie deswegen nicht. obwohl, dieses beispiel ist sehr häufig in beziehungen, dass der eine partner nur gutes meint, sich der andere aber vernachlässigt fühlt, oder verletzt, oder..oder.
wenn ich bei den paaren, die eine schöne harmonische beziehung schaue, fällt mir einfach auf, dass beide in die gleiche richtung gehen/schauen. für mich ist das ein schlüsselelement dafür, dass man sich trotz unterschiede doch auch so akzeptieren kann. dann kommen klar eine riesen-toleranz und selbstbewusstsein, verständnis vom anderen, kommunikation, etc.
man muss das auch erkennen können, was ist, und nicht aus seinen eigenen verletzungen interpretieren. ein paar speziell, das ich kenne, macht einfach alles zusammen. es sind noch zwei individueen aber sie kennen sich sehr sehr gut und finden immer wieder gemainsame aktivitäten, die ihnen spass macht. das täuscht vielleicht auch, dass man an das gemeinsame schaut und die zwei verschiedene menschen nicht mehr sieht und dann das gefühl hat, sie seien ähnlich?
wenn ein mensch einen ähnlichen partner sucht, hat es oft mit der angst zu tun, mit anderen muster konfrontiert zu werden, die er nicht versteht.. mit den gleichen muster hingegen fühlt er sich vertrauen, denn er sie kennt. das ist aber nicht immer sehr gesund, denn so bleiben viele menschen ewig in verletzungsmuster stecken, weil sie nichts anders kennen.

@6030:
Uih, hört sich ja deftigst nach einer unterdrückten Torschusspanik an!
Und gell, vergiss nicht: Wenn du dann mal deine Traumfrau erspähst, dann kauf dir die Katze nicht im Sack, sondern prüfe die Dinger gründlich. Ich weiss, wenn es dann auf einmal wirklich ernst ist, ist es umso schwieriger. Dennoch. Sprich deine Traumfrau an, geh mit ihr spazieren, verbring mit ihr Zeit, beschnuppere sie. Flüchte nicht in Illusionen sondern lebe die Realität, denn vielleicht kannst du deine Traumfrau gar nicht riechen und es stellt sich heraus, dass es eine blöde Kuh ist? Oder deine Traumfrau lebt sonst irgendwelche Dinge, die dir völlig gegen den Strich gehen? Deine Traumfrau entpuppt sich als Alptraum, aber jedenfalls hast du klaren Tisch gemacht. Der Mensch hat immer wieder Tendenz sein eigenes Universum zu missintepretieren. Diese Traumfrau-Geschichte zum Beispiel kann ein Lieblingsspiel des Egos sein. Deshalb lieber gleich reinen Tisch machen. Auch wenn du weiche Knie hast, am liebsten wegrennen möchtest, sieben Tode schwitzt, kein Wort rausbringst, sprich sie an!!! Entweder empfängt sie dich mit einem offenen sympathischen Lächeln oder sie serviert dich ab. Hier noch ein Geheimtipp von einer Frau. Du wirst nicht der erste Mann sein, der deine erspähte Traumfrau anmacht. Zudem sind Frauen Profis im sechsten Sinn. Falls also deine auserwählteTraumfrau bei deiner Anmache spürt, dass du nicht ganz überzeugt bist, kann es gut sein, dass sie dich eiskalt provoziert. Falls dieser Fall eintrifft, dann mach einen zweiten Anlauf. Aber nicht erst im nächsten Leben, sondern gleich sofort. Du hast selber gewählt in diesem Leben ein Mann zu sein. Also übernimm diese Verantwortung.
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Alles andere ist Bullshit! Aber das weisst du wahrscheinlich schon. Und sorry für die ordinäre Sprache.

@stadtstreicher: Verantwortung übernehmen und miteinander Klartext sprechen. das ist wichtig.

@mary_jane_louis:
Folgender Satz aus deinem Traum gefällt mir weil er mich an einen anderen Satz erinnert den ich mir mal aufgehoben habe....
"Wo jeder so sein kann, wie er ist, wo man den anderen nicht ändern will, weil er schon toll ist, wo man so geliebt wird, wie man ist, sich selbst sein kann, ohne nachzudenken, in gegenseitiger Freiheit zusammen ist und in jeder Situation zueinander steht".
Anderer Text:
"gemeinsamkeiten, vertrauen, offenheit, ehrlichkeit. mut. und dann auch mal wieder schwachseindürfen... und einander tragen, geniessen. verbindlich und locker schliessen sich nicht aus".
Dazu meine Frage1 an Dich @mary_jane_louis und alle anderen:
Ich habe den Eindruck, dass viele Leute, mich eingeschlossen, einen Partner suchen der ihnen selbst sehr ähnlich ist oder einem Bild entspricht wie sie selber gerne sein möchten. Nun sind wir alle sehr verschieden und der Mensch mit dem wir zusammen sind hat vielleicht in einigen uns wichtigen Aspekten ganz andere Eigenschaften als es unserem Idealbild entspricht. Wie gehen wir damit um ohne in Versuchung zu kommen den anderen zu verändern?
Und frage 2:
Partner haben neben ihren Gemeinsamkeiten manchmal eigene Interessensfelder in denen sie sich unterschiedlich stark, vom anderen Partner unabhängig, entfalten wollen. Wie geht der Partner mit dem weniger ausgeprägten Unabhängigkeitsbedürfnis damit um ohne sich zurückgewiesen zu fühlen und was macht der andere um sich nicht unter Druck zu fühlen seine Interessen zu vernachlässigen?
Hast Du @mary_jane_louis oder jemand anderes Erfahrungen in einer Partnerschaft gesammelt wo die Gegensätze in Frage 1 oder 2 extrem ausgeprägt waren und Ihr trotzdem einen Weg gefunden habt dem Ideal "in gegenseitiger Freiheit zusammen" bzw. "verbindlich und locker schliessen sich nicht aus" treu zu bleiben? Ich habe das Gefühl das erfordert von beiden Seiten ziemlich viel Toleranz und die Fähigkeit eigene Anforderungen runter zu schrauben. Besonders in unserer Zeit des ausgeprägten Anspruchsdenkens. Kennt jemand Beispiele von Leuten wo es trotz augenfälligen Gegensätzen klappt? Würde mich freuen mehr darüber zu lesen :-)

@easyyoi’mdaman: logisch nicht.
Mir ging’s bei meinen Beispielen auch nicht darum zu sagen, dass sich immer gleich zu gleich gesellt oder gesellen sollte. Ich wollte etwas zu den paar Voten sagen, die mary-janes Posting zum Anlass nahmen, wiedermal die Leier zu drehen von wegen „Ihr Weiber wollt immer den perfekten Mann, aber was habt Ihr denn zu bieten, hä? Hä??“ Die Typen haben manchmal Recht, öfter haben Frauen meiner Meinung nach Recht, wenn’s um verquere Eigeneinschätzungen und Ansprüche geht. Dies hat aber nur wenig mit dem zu tun, was mary-jane hier geschrieben hat. Dass es mary-jane um etwas geht, worüber man in so einem Forum nur schlecht wirklich gut reden kann, ist für mich klar. Ich verstehe absolut, was sie meint und glaube leider, dass es kaum Männer gibt, die sowas wollen oder können. Je älter ich werde, desto mehr glaube ich, dass das letztlich irgendwie hundsgemein hormonell gesteuert ist.
bikini: klar, gebildet heisst definitiv nicht auch interessant und ja, oft ist das Gegenteil der Fall. Aber darüber hatte ich ja auch nicht gesagt ;-) Oberflächlichkeit ist immer extrem unattraktiv, also kann man alle an sich guten Eigenschaften in den Chübel rüere, wenn das dazu kommt. Und für das, was mary-jane angesprochen hat, ist Oberflächlichkeit der sichere Todesstoss.
Aber wer tiefgründig ist und dazu noch intelligent und gebildet, hat definitiv viele Pluspunkte, dabei bleib ich dann schon. Fände es seltsam, wenn man sich plötzlich für Intelligenz und Bildung - oder das Mögen dieser Eigenschaften - entschuldigen müsste. Aber das war eh nicht das Eingangsthema, wir sind nur abgedriftet wegen meiner Beispiele. Sorry.

Aehm... das habe ich auch nicht so gemeint ;-) Ich dachte nur das du vielleicht Lust hast darüber weiter zu philosophieren?!