Kommentare

Wie kann man glauben, dass in einem durch und durch wirtschaftlichen System (Spitäler müssen Gewinne erzielen, Psychiater zB haben einen Stundenlohn von 260.-, Pharmafirmen wollen hohe Profite) eine Einheitskasse etwas ausrichten kann?

@ilztoen Du bist genial. Hätte es nicht besser formulieren können.

ich werde nein stimmen, weil bestimmt nicht die Vereinheitlichung der Kassen die Prämienexplosion stoppen kann. Trotzdem möchte ich wissen, was genau an den Leistungen von Post, Swisscom, SBB, Energie etc. "effizienter" geworden ist, nachdem das Angebot "privatisiert" wurde.

"Klar linke Regierung"? Wüsste keine. Weiss auch nicht, was daran erstrebenswert sein sollte. Was heisst schon "klar"? Zwischen den "linken" Regierungen Frankreichs, Venezuelas, Chinas und Skandinaviens gibt es gewaltige Unterschiede.
Und was heisst schon "akzeptable Finanzlage"? Meinst Du die Schuldenquote? Oder Höhe des öffentlicher Anteils am BSP? Da gibt es gute wie schlechte Beispiele hüben wie drüben, Für die Liberalisierungs-Turbos heisst "akzeptabel" wahrscheinlich: Möglichst wenig Steuern, möglcihst kein Public Service, möglichst keine Verbraucher- und Umweltschutz-Vorschriften, dafür möglichst viel Profit in die Taschen der besitzenden Klasse. Pfui Teufel!

"Klar linke Regierung"? Wüsste keine. Weiss auch nicht, was daran erstrebenswert sein sollte. Was heisst schon "klar"? Zwischen den "linken" Regierungen Frankreichs, Venezuelas, Chinas und Skandinaviens gibt es gewaltige Unterschiede.
Und was heisst schon "akzeptable Finanzlage"? Meinst Du die Schuldenquote? Oder Höhe des öffentlicher Anteils am BSP? Da gibt es gute wie schlechte Beispiele hüben wie drüben, Für die Liberalisierungs-Turbos heisst "akzeptabel" wahrscheinlich: Möglichst wenig Steuern, möglcihst kein Public Service, möglichst keine Verbraucher- und Umweltschutz-Vorschriften, dafür möglichst viel Profit in die Taschen der besitzenden Klasse. Pfui Teufel!

@heri: das Gesundheitswesen in England ist nicht privatisiert. Es wird vom Staat finanziert, respektive von den Arbeitnehmern, die jeden Monat einen Abzug beim Lohn haben, welcher für NHS ist (genau wie bei uns der AHV-Abzug). Man muss sich mit einem GP (General Practitioner = Hausarzt) registireren und immer erst diesen Arzt aufsuchen. Sämtliche Ärztebesuche beim GP sind kostenlos. Wird man vom GP an einen anderen Arzt überwiesen, sind auch diese Konsultationen kostenlos. Es gibt aber sehr viele Ausnahmen, was vom NHS nicht bezahlt wird, und deswegen haben die Engländer die Möglichkeit eine private Krankenversicherung (ziemlich teuer) abzuschliessen, um die freie Arztwahl und eine gute Behandlung zu haben.

Aha, und so was wie unten beschrieben brauchen wir nun also auch in der Schweiz? :-)
Das staatliche schwedische Gesundheitssystem ist grundsätzlich steuerfinanziert. Konkret läuft die Finanzierung über eine Einkommenssteuer von durchschnittlich etwa 11% (je nach Prozinz), die von den Provinziallandtagen erhoben wird und die damit jeder arbeitende Einwohner mitträgt. Darüber hinaus gibt es eine Zuzahlung der Patienten bei jedem einzelnen Arztbesuch oder Medikamentenkauf.
Teilnehmer unserer Schweden-Community berichten von (im Vergleich zu Deutschland) deutlich längeren Wartezeiten auf einen Arzttermin, aber auch auf eine Behandlung im Krankenhaus oder Akuten (Notaufnahme). Diese subjektiven Erlebnisse werden untermauert durch offizielle statistische Angaben, wie man sie beispielweise auf vantetider.se findet.
Patienten in Schweden werden gerne dazu angehalten, sich erst einmal selbst zu behandeln (z.B. mit dem telefonischen Verweis auf ein Medikament, das sie sich aus der Apotheke holen sollen). Erst wenn diese telefonische Beratung und Selbstmedikation nach einigen Tagen nicht zu einer Besserung führt, hat man eine Chance darauf, von einem Arzt untersucht zu werden.

@zinemin: sämtliche skandinavische Länder.

Ach ja, die Gehirnwäsche der Massenmedien, wie konnte ich bloss darauf hinein fallen! :-) Nenn mir doch bitte nur ein einziges Beispiel eines Landes mit einer klar linken Regierung, bei der Finanzlage akzeptabel ist.
Eine einzelne grössere Stadt würde mir schon genügen.

Pure Behauptungen, Zinemin. Wo wurde dies gezeigt? Alle tatsächlich erfolgten Beispiele von Privatisierungen (Bahn und Gesundheitswesen in England, Bildung in USA, Wasserversorgung in vielen Teilen der Welt, etc.) zeigen genau das Gegenteil. Höhere Preise, schlechtere Leistung. Der Rest ist reine Ideologie und Verblendung, beruhend auf der allgegenwärtigen Gehirnwäsche unserer Massenmedien.

Nein Bebra, mir geht es ganz sicher nicht um die 60 Direktoren der privaten Kassen, denn ich bin mir zienmlich sicher, dass auch das Kader einer neuen Einheitskasse nicht für CHF 4'000.- arbeiten würden.
Das aktuelle Lohnbuch 2014 des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich hat doch gerade eben aufs neue gezeigt, dass gerade der Bund überdurchschnittliche Löhne bezahlt. Und denkst du wirklich, der Arbeitsaufwand könnte so massiv reduziert werden durch eine Zusammenführung? Ein Sachbearbeiter kann deswegen nicht die doppelte Menge Dossiers pro Monat bearbeiten, und auch ein Abteilungsleiter kann nicht plötzlich 100 statt 10 Angestellte führen.
Ich bin dagegen, weil ich für Wahlfreiheit und Markt bin, und weil ich der Meinung bin, dass private Unternehmungen prinzipiell effizienter Arbeiten als Staatliche Monster-Konstrukte. Wurde ja z.B. auch schon bei der Post, Swisscom, SBB, Energie etc. gezeigt, dass alles effizienter wird, je mehr sich der Staat zurück zieht.

Lieber zinemin: mit der Billag hast du natürlich recht, das ist ein Konstrukt der Bürgerlichen Politiker. Nach deiner Meinung sollten wir also die Einheitskasse ablehnen damit die 60 teuren Direktoren der privaten Unternehmen nicht arbeitslos werden.

Keine werbekosten mehr und Prämien Transparenz. Vielleicht auch weniger papierkrieg für die Ärzte :-) in den Medien hört man leider nur die kritischen stimmen...

"Alles, was der Staat macht, macht er teurer, langsamer, ineffizienter und mit viel mehr unterbeschäftigten Leuten."
--
So ist es. Siehe neues Erwachsenenschutzrecht.

Wie gut ein Einheitssystem funktionieren kann, beweisen die Gebäudeversicherungen. In jenen Kantonen mit staatlicher Gebäudeversicherung sind nicht nur die Prämien tiefer, die Gebäudeversicherungen übernehmen gar noch Zusatzaufgaben im Bereich Feuerwehrfinanzierung.
Gerade weil die Grundversicherung inhaltlich vorgeschrieben ist, kann echter Wettbewerb eigentlich nicht greifen, zumal die KK keinen Anreiz haben günstig zu sein, oder Kosten zu sparen, je teurer, desto höher ihr akzeptierter Gewinn und die Verwaltungskosten.