Kommentare

Aus einem einzigen Bild kannst du dir die schönste Geschichte ausdenken! Das ist dann wunderbar! Das kannst du auch im Nachhinein tun! Nur hat's mit der Realität nicht unbedingt viel am Hut! Du bescheißt dich einfach selbst wie wir das des öfteren tun....

...das foto ist ein abbild der objektiven realität, es entbehrt der zeit, repräsentiert einen augenblick, ist deshalb illusion, vision, die durch den effekt des vergrösserns, das format, die farb- und lichgestaltung, motivwahl und komposition entsteht. eine art surrealismus. lüpertz (maler) sagt dazu; die fotografie habe keine oberfläche, nur inhalt. das stimmt allerdings nur soweit, als auf gestalterische mittel verzichtet wird.

@Sequelle: bei allem Respekt, was du da erzählst ist purer Schwachsinn. Das nachleuchten von starken Lichteindrücken auf das Auge hat mit den Stäbchen-, Zapfenzellen und der Retina nicht das geringste zu tun. (Dafür verantwortlich ist eine Reaktion des Sehnervs.)
Dass Lichtempfindlichkeits-Sensoren in Kameras nicht identisch wie das menschliche Auge auf Helligkeit reagieren ist wohl nicht überraschend und schon mit der einfachsten Digitalkamera sehr leicht nachzuprüfen.
Deine Frage, tobiias (man achte auf unsere unterschiedliche Namensschreibweise, wir sind tatsächlich zwei einzelne Individuen...), lässt sich vermutlich kaum mit physikalischen, oder pseudo-wissenschaftlichen Phänomenen beantworten.
Ich kann dir deine Frage auch nicht wirklich beantworten, persönlich würde ich auch darauf tippen, dass du mit einer Kamera nur die "schönen und sauberen" Bildausschnitte festhältst.
Zudem sind Fotos in Ferienkatalogen fast ausnahmslos bearbeitet und die solltest du so oder so mit Vorsicht geniessen.

Bikini: ich sag ja nicht, ich hätts einfach erklärt.. ;-)
Coole Umschreibung: "..ein Foto ist realer als die Realität.."

also ich war schwer beeindruckt... Stäbchenzellen der Retina.. hab was gelernt;)

musste es dreimal durchlesen, sequelle :-) .....und du könntest recht haben. Habs auch schon intuitiv so gedacht, wenn ich darüber nachdachte, dass etwas quantitatives (anatomisch bedingt) diese überragende qualität des auges hervorbringt. Das auge übermittelt ein bewegtes bild, die kamera friert den moment ein in einen bruchteil einer sekunde. Das ist das, was ich als diskrepanz empfinde und bei mir oft enttäuschung auslöst. Auf den gedanken, dass ein foto realer als die realität ist, bin ich noch nie gekommen, ich bewerte das eher als vorgaukeln (knallweisser sandstrand an türkismeer mit palmen). --- Oh zum glück hab ich noch nicht soviele weisse haare.......... aber ich werds mir merken :-)

@Sequell: Ich bin ein Schnelldenker, auch exakt. Aber ich wollte dir nicht zu nahe treten. Lies nochmals deinen Beitrag durch und entscheide dann ehrlich, wie dein wirres Zeugs wohl bei einem Leser ankommt. Wohl noch nie eine Kamera in der Hand gehalten, aber von X, Y und N sprechen. Erkläre doch mal genau, was du gemeint hast. Vielleicht versteht es dann auch jemand.

Baseball-Handschuh: Tja, wenn Du Dir nur 3 Min zum Lesen und Kommentieren nimmst, dann erwart ich auch nicht, dass Du sonderlich viel vom Beitrag mitbekommst..
Ist ein Problem, das viele Erzieher bei Kleinkindern orten: reflexartige, schnelle Reaktion, ohne zu überlegen. ;-)

@ Sequelle: Du kommentierst damit kommentiert wurde. Bei allem Respekt, du schreibst wie ein Kleinkind spricht. Wirr und zusammenhangslos.

..ähm, Klugscheissmodus aus.

Bikini: klugscheissmodus an: das ist meist (z.B. bei Sonnenuntergängen am Meer..) bei Licht so, weil die Stäbchenzellen der Retina Lichteindrücke länger "abbilden" als diese wirklich dauern (guck mal in die Sonne und dann weg. Die Sonne ist immernoch in Deinem Blickfeld "gespeichert", obwohl Du sie gar nicht mehr anguckst). Wenn also im Moment X das Sonnenlicht von einer Anzahl Wellenkämmen reflektiert wird und einen Sekundenbruchteil später, Moment Y von N anderen Wellenkämmen (das Meer bewegt sich ja.. ;-)) und dann im Moment Z von N nochmal andern WK.. dann fügt Dein Gehirn die Momente X-Z zu einem Bild zusammen, bzw. die 3 Momente überblenden sich, Deine Kamera schiesst jedoch X, Y oder Z. Also in dem Beispiel nur N mal rotes Licht anstatt 3N mal rotes Licht.. gemein, nicht? Die grössere Intensität also anatomisch bedingt. Die Stimmung, die die höhere Lichtintensität auslöst, ist natürlich, wie Baseball-Handschuh sagt, ein anderes Thema.
Ein anderes Beispiel, das ich sehr witzig finde: Alte Damen laufen ja oft mit blau-lila-grauem Haar herum. Graues Haar neigt zu Gelbstich und den neutralisiert man am besten mit Komplementärfarben. Im Alter nehmen aber auch gewisse Farbunterscheidungsfähigkeiten ab. Im Bereich Grau mischt z.B. das Auge gern gelb-grün-schlammige Töne rein. Der Gelbstich also nicht nur auf dem Kopf, sondern auch im Kopf. Sitzt Oma dann beim Frisör und sagt, sie wolle den Gelbstich weghaben (sieht aber viel mehr Gelb als der junge Frisör, der die Chose richten soll), wird sie solang meckern, bis er ihr einen Lila-Blauton draufhaut, der komplementär zu dem gesehenen Gelbton ist. Der Frisör sieht seine Kundin lila, sie sich als grau. Und den grauen Zwergpudel färbt sie grad noch mit, weil ihr der Arme auch immer gelber zu werden scheint.. ;-)

@bikini. So herum ist das eine ganz andere Geschichte. Echt jetzt.

ich habe oft eher das gegenteilige problem: ich sehe etwas, meistens sind es stimmungen verbunden mit besonderen lichtverhältnissen, und wenn ich es mit der kamera festhalten will, kommt mir das foto, verglichen mit dem realen, total banal vor. Riesenenttäuschung... Ich hab schon oft gedacht, was für ein wunder unser auge ist - besser als jede kameralinse. Aber das denke ich auch: WIE man etwas sieht, hat sehr viel mit einem selbst, mit der momentanen stimmung und "berührbarkeit" zu tun.

Das hat leider nicht viel mit Metaphysik zu tun. Deine Augen haben eine beträchtlich höhere Auflösung als jede Kamera, was bedeutet, du siehst auch den Zigistummel im Sand, den toten Wal am Strand und auch die fette Mutti die dir einen Ananas für 10 Franken andrehen will. Ausserdem riechst du auch das Bratfett aus dem nächsten Strand und hörst die Strasse hinter dir, bist müde und hast deinen Pass verloren. Ein Bild ist ja immer nur ein Ausschnitt, der idealisiert. Ausserdem spielt wohl auch die Sehnsucht eine gewisse Rolle. Bitteschön.

Vielleicht sind Deine Träume und Sehnsüchte blumiger als es dann die erlebte Realität ist. Eintauchen in das "hier und jetzt" ist manchmal verdammt schwierig. Also lass mal die Kamera zuhause und erlebe das absolute Nichtstun. Dann kommen vielleicht neue Bilder, welche sich mit einer Kamera sowieso nicht einfangen lassen.