Kommentare

Man kann ja durchaus über eine Steuer diskutieren, auch wenn diese neu eingeführt werden sollte. Aber es gehört zum politischen Prozess, dass man dann auch überlegen sollte, welche andere Steuer stattdessen abgeschafft werden müsste. Naheliegend wäre hier die Vermögenssteuer, die bei erheblich mehr Leuten als Belastung empfunden wird. Es ist nicht ganz korrekt auf Seiten der Befürworter der Erbschaftssteuer, dass man diesen Diskurs gänzlich ausblendet. Es gibt kein Land auf der Welt wo man Vermögenssteuer UND Erbschaftssteuer bezahlen muss, es ist immer das eine ODER das andere. Hätte man es auf diese Weise gemacht, Hätte die Initiative durchaus Chancen gehabt. Dann wäre man nicht während des Lebens belastet worden sondern nach seinem Leben. Und das ist ja durchaus angenehmer ;-)
stereobasel, es werden ja schon ab und zu steuern abgeschafft und gesenkt. die erbschaftsteuer ist ein schönes beispiel: vor 20 jahren normalfall in der schweiz, heute fast überall abgeschafft. oder für globale firmen in der schweiz wurden dutzendfach steuern abgeschafft, viele mit der unternehmensteuerreform II. dumm halt, dass diese steuerabschaffungen nur für eine kleine kapitalkräftige klientel nützlich sind, nicht für den bürger. ironischerweise genau die vermögende klientel, die nun wieder erbschaftssteuer bezahlen müsste, die reichsten 2% der schweiz.

was ich mich frage: wie ist es möglich, dass in dieser frage die meinungen derart auseinandergehen? wie kann die eine gruppe feuer und flamme für diese initiative sein und die andere beinharte gegner?
lucid, der vorgang ist so: multis zahlen in der schweiz teils lächerlich tiefe steuern. dann kam die eu und sagte schweiz, das geht nicht, dass diese multis viel weniger steuern zahlen als die ch gesellschaften, das widerspricht der gleichbehandlung. dann sagten die in bern ok, dann besteuern wir die ch gesellschaften genau so lächerlich tief. und die löcher, die es dadurch in der bundeskasse gibt, werden dadurch gestopft, dass wir einfach entsprechend weniger ausgegeben. zb bei der bildung, den gesundheiskosten, der kultur, you name it. darum sagt man dem umverteilung von unten nach oben.
Im Übrigen wird dieser Vermögenszuwachs besteuert.
Diese "Geschenke" fliessen ja grösstenteils in Investitionen, die die Firmen tätigen - und nicht einfach auf das persönliche Konto der Unternehmer.
leider nein. immer weniger haben immer mehr. trotz progression. ökonomisch geschehen geschenke auf zwei arten: entweder indem neu was unentgeltlich zufliesst oder indem ein abfluss unentgeltlich gestoppt wird. darum: geschenk von 1 Mia. pro jahr. schwarz auf weiss. bereits tatsache.
Was heisst geschenkt? Klar kann man die Wirtschaft auch in ein Minuswachstum drücken. Dreimal darfst du raten, wer sich dann über die fehlenden Arbeitsplätze beschweren wird. Wie ein anderer hier bereits mit Statistiken nachgewiesen hat, ist die Todsparthese reine Polemik: Die Staatsausgaben sind bis jetzt noch immer stets heftig angestiegen. Auch die These der Umverteilung von unten nach oben ist in der Schweiz aufgrund der Progression falsch, das Gegenteil ist wahr.
www.nzz.ch
1.3 Milliarden jährlich werden den unternehmen geschenkt, welche nur durch sparen kompensiert werden. und wo wird wohl gespart? genau, bei den sachen, die allen zu gute kommen. klassische umverteilung von unten nach oben. aber das kümmert irgendwie keine sau, nur von der ach so katastrophalen erbschaftssteuer wird geredet.
Ich bin liberal, nicht Ayn-Rand-Fan.
schlimme partei, gell?
Naja, die Tea-Party (das sind die heutigen Neoliberalen) wird sich kaum für mehr Staat einsetzen.
und was soll jetzt genau rational egoistisch sein ohne gefühl mit einer tiefen staatsquote zu tun haben?
Mit Pragmatismus habe ich eher gemeint, dass mir jetzt kein Regime bekannt wäre, welches mit einer hohen Staatsquote (Beispiele gibt's genug, von Hitlers Kriegswirtschaft, über Griechenland, Kuba, Ostblock, etc.) längerfristig Erfolg gehabt hat. Ich glaube die Neoliberalen nach heutigem Verständnis sagen da viel eher, es sei rational egoistisch zu sein, also keine Gefühlssache.
der artikel stammt von uwe jean heuser, der das buch "humanomics" geschrieben hat. er schreibt: "Warum machen auch ausgekochte Investmentprofis immer wieder die Fehler blutiger Anfänger? Und weshalb schaffen es nur wenige Bürger, ihre private Altersversorgung auf ein solides Fundament zu stellen? Die Antwort, die Uwe Jean Heuser auf diese und ähnliche Fragen gibt, ist bestechend einfach: Unsere Gefühle sind schuld." bravo! wer gefühle grundsätzlich als menschheitsproblem betrachtet, betrachtet menschsein als grundsätzliches problem. da findet man neoliberalismus natürlich etwas gutes. was die pragmatischen lehren für den alltag betrifft: dank dieser musst du nur 42h die woche arbeiten, hat 4 wochen ferien und kriegst eine rente, wenn du zu alt bist zum arbeiten. du darfst eben mensch sein.
Man könnte schon sagen, dass die Sozialisten unfähig sind, aus der Geschichte des Realsozialismus pragmatische Lehren für den politischen Alltag zu ziehen. Ist halt eine Art politische Religion. Apropos: www.zeit.de
ja ja, deine neoliberale meinung haben wir jetzt gehört, Y. als nächstes kommt ja dann die abschaffung der staatlichen beruflichen vorsorge und der solidarität im gesundheitswesen. aber wie lautet die erklärung für die völlig diametralen ansichten? da auf beiden seiten inteligente köpfe vertreten sind, ist die erklärung, dass die einen schlicht zu dumm sind, um zu begreifen, worum es geht, wohl nicht richtig. geht es um ideologien, um vorstellungen davon, wie die welt sein soll? oder einzig um die maximale verbesserung der eigenen ökonomischen situation? das sind doch mal spannende fragen.
Wohl kaum: Gemäss der neuesten Umfrage sind ganze 61% dagegen. Wenn die Inhaber 10 Jahre lang 20% Ihres Betriebsvermögen für Investitionen blockieren müssen, und damit am am Markt vorbei agieren, kann das halt durchaus den eignen Arbeitsplatz betreffen. Die Initiative ist Gift für unternehmerisches Handeln. Und was passiert eigentlich, wenn das Unternehmen vor den 10 Jahren konkurs geht und der Inhaber ein Sozialfall wird? Kommt dann das Steueramt und betreibt ihn für den Wert der einmal in Ihren Akten gestanden hat, weil er das Unternehmen nicht 10 Jahre weitergeführt hat? Planwirtschaft.
die feuerundflammegruppe wird mal erben, vermute ich. ausserdem sind sie wohl lauter. unter der erwerbstätigenmittelklassebevölkerung grassiert die meinung, man müsse als mittelklasse zu viel steuern zahlen, aber weil man anstrebt, mehr zu haben, solidarisiert man sich mit der hand die einen füttert, den chefs. vielleicht

würde die erbschaftssteuer angenommen, wären davon bloss die reichsten 1.9% der schweizer bevölkerung betroffen. es geht also darum, ob das reichste prozent mehr bezahlen soll, oder ob wie bisher der mittelstand zur kasse gebeten wird.
blog.tagesanzeiger.ch
Derweil deklarieren 56 Prozent der Steuerpflich­tigen weniger als 50 000 Franken Vermögen. Sie kommen zusammen auf lediglich 26 Milliarden – weniger als einen Zwanzigstel dessen, was das reichste Prozent ausweist.
Le B: das reichste 1% der bevölkerung besitzt 40% des schweizerischen vermögens!! des steuerbaren vermögens. also des als steuerbar deklarierten vermögens.
Falsch: Mit der Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer werden keine anderen Steuern abgeschafft.
logisch, die haben ja auch am meisten.
Bockmist! Die reichsten 10 % zahlen heute schon 70% der Schweizer Steuern. www.fuw.ch

Ich denke, man sollte das verdammte Geld einfach abschaffen und schauen, wer dann verhungert oder übrig bleibt und weiter kommt. Ist ehrlich sein heute noch gefragt, wo jeder den anderen aus dem Job kippen möchte, um noch mehr Geld zu verdienen. Ich denke nicht mehr und das soziale Denken verliert immer mehr an Gewicht. Heute heisst es doch nur noch fressen oder gefressen werden. Irgendwelche nutzlose Gebilde aufzubauen um damit Geld zu machen, wie Billag usw. Oder ist Fernsehen etwa besser geworden? Oder ist der Soziale Frieden etwa besser geworden ? Ich denke nicht, heute schaut jeder für sich selbst um den nächsten noch über's Ohr zu hauen.

Erbschaftssteuer? oh ja klar, noch eine Steuer mehr kann nichts schaden. Dann noch die Gebühren rauf. Nee verdoppeln. Dann können wir in einem Monat die nächste Steuer erfinden. Ziel ist, die Staatsquote möglichst hoch halten und die Unternehmenssteuern auf null runterzufahren. Nun zur nächsten Steuer bitte!

Auch interessant aus dem oben erwähnten Artikel: ...Zweitens die Verteilung der Steuerlast. Tatsächlich hängt die beeindruckende Zunahme der Staatseinnahmen unter anderem damit zusammen, dass trotz aller Entlastungen die Abgaben pro Person und Firma an den Staat insgesamt gestiegen sind. Allerdings zeigen die Zahlen der Steuerverwaltung, dass die Einnahmen aus den Unternehmensgewinnsteuern in den letzten Jahren doppelt so stark zugenommen haben wie die Einkommenssteuern von Privatpersonen. Denn auch diese haben in den letzten Jahren von Steuerentlastungen profitiert: Ausgleich der kalten Progression, Sofortmassnahmen für Ehepaare und Familien, Abzüge für Fremdbetreuung....
In der Zwischenzeit ist es für Firmen billiger, Dividenden usw. zu bezahlen als Lohn, wo Abgaben zu leisten sind für AHV/IV, BVG usw. ....

Sehr interessanter Kommentar zum Thema Steuern im Tages-Anzeiger. Der Staat hat in den letzten 25 Jahren seine Einnahmen verdoppelt von 64 Mia. auf 128 Mia. Und laut TA-Artikel erzählt die SP immer seit Jahren immer das gleiche Geschichtlein, das der Staat von den Bürgerlichen Kaputt gespart wird. Man kann aber auch sagen, die Partei baut ihr ideologisches Konstrukt auf Lügen auf: www.tagesanzeiger.ch
Die Bevölkerung in der Schweiz ist seit 1990 von 6.7 Millionen auf heute 8.2 Millionen gestiegen. Es leben heute also rund 1.5 Millionen Leute mehr in der Schweiz als damals.
Aus diesem Grund kann das mit dem Kaputtsparen durchaus auch seine Berechtigung haben trotz höheren Steuereinnahmen in Anbetracht des Bevölkerungswachstums, denn es sind in der Mehrheit wohl nicht die Ungebildeten gekommen wie in der Vergangenheit, sondern gut Gebildetet, die für ihr Steuergeld auch eine Gegenleistung vom Staat einfordern.

Im neuen Beobachter gibt es einen interessanten Artikel, der die Erbschaftssteuer aus verschiedenen Perspektiven betrachtet
www.beobachter.ch
Spannend ist, dass früher die Liberalen dafür waren....
Oder auch, dass die Lohnarbeit sich verteuern wird bzw. über die Mehrwertsteuer alle weniger freies Geld zum Konsum zur Verfügung haben werden, wenn die Abgaben für die AVH steigen, wegen des absehbaren demografischen Wandels.
Derweil die Pensionierten durchschnittlich deutlich mehr Vermögen haben, als Erwerbstätige.

also wenn's sogar die bilanz schreibt www.bilanz.ch muss was dran sein:
"Die privaten Vermögen in Europa haben mit insgesamt 56 Billionen Euro im letzten Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Zugenommen haben aber auch die Ungleichgewichte: So besitzen reiche Haushalte einen immer grösseren Teil des gesamten Vermögens."
die erbschaftssteuer als korrektiv ist hier unbedingt nötig und gerecht.
MWST 22,6 Mrd., direkte Bundessteuer 18,0 Mrd., Verrechnungssteuer 5,6 Mrd., Stempelabgaben 2,1 Mrd.
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Sind also nach Adam Ries 25.7 Mrd, die nicht aus der MWST stammen und praktisch nur von Unternehmen/Mittelstand/Reichen gesponsert werden. Ausserdem zahlen auch Wohlhabende und Firmen MWST und da dann 8%.
Y, hör doch mal auf, hier Lügen zu verbreiten. Schau nochmal den Link an, den du selbst gepostet hast: Die MwSt ist eben die wichtigste Einnahmenquelle des Bundes, nicht 'unwahr', wie du unverfroren behauptest...tsts.
Ristretto: Der Mittellose hat gemäss Definition des Wortes mittellos kein Geld um gross zu konsumieren, sonst wäre er ja nicht mittellos. (also keine Luxusgüter à la iPhone, Freitag-Hipstertasche, etc.). Viele Menschen sind nicht mittellos, sondern können einfach nicht mit Geld umgehen und leben über ihre Verhältnisse. Aber auch die zahlen praktisch gar keine direkte Bundessteuer/Verrechnungssteuer/Kantonssteuer/Geme... (alles auch Staat). Die MWST für Lebensmittel und Produkte des tägl. Bedarfs ist in der CH bescheiden. Wirf doch einmal einen Blick über den Schweizer Gartenzaun.
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Deine Behauptung ist selbst auf Bundesebene unwahr (ausserdem müsste man da das Aufkommen der Mehrwertsteuer sowieso noch ein bisschen genauer angucken):
www.estv.admin.ch
Y, "die Mittellosen zahlen sowieso praktisch keine Steuern an den Staat."
Weshalb versuchst du uns anzuschwindeln? Die Steuer die am meisten Einkommen des Staats generiert, ist die Mehrwertsteuer. Zynischerweise eine Steuer, die eine geringverdienende Putzfrau mehr belastet (auf ihr Einkommen und Vermögen bezogen) als den Milliardär. D.h. eine Steuer die degressiv wirkt.
Genau, der Verkehrswert ist höher als der Steuerwert. Er liegt zwischen dem Marktwert und dem Steuerwert. Eine angenehme Situation für die Staatsfunktionäre, da der Marktwert stetig steigt, und so ein immer grösserer Prozentsatz der Bevölkerung über den Verkehrswert betroffen ist (auch via Inflation: Was sind denn 2 Millionen in 10 Jahren?). Der Idee der Urheber nach also eine Art Perpetuum Mobile auf Kosten der "eigentumbesitzenden Klasse". Kurzum: Die alte Klassenkampfideologie. Alter Wein in neuen Schläuchen.
das ist natürlich auch wieder nur so unkonkrete stimmungsmache. wenn schon müsstest du sagen, welcher prozentsatz denn nun genau aufgrund deiner tiefschürfenden steuerrechtserkenntnisse von der initiative betroffen ist. sonst ist's wieder mal nur heisse luft.
du willst also - wenn auch reichlich verworren - sagen, dass die aussage nicht stimmt, wonach nur 2% der bevölkerung von der initiative betroffen sind, weil die bewertung der liegenschaften, auf welcher diese berechnungen beruhen, nicht den tatsächlichen wert dieser liegenschaften wiedergibt, sondern einen niedrigeren wert?
Ristretto: Die Mittellosen zahlen sowieso praktisch keine Steuern an den Staat.
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So what: Die Tabelle gibt keine Belege an. Mir wäre kein Verzeichnis bekannt, dass die Verkehrswerte von Immobilien erfasst, die in gewissen Regionen ziemlich heftig anziehen. Schachmatt bist du schon längst, mit deinen Falschaussagen zu Deutschland.
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"Steuerpflichtiges Reinvermögen sind Guthaben auf Bank- und Post-Konti, der Steuerwert(!!!) von Aktien, Obligationen oder Liegenschaften, Autos und Motorräder, Wertgegenstände, Darlehen, Lebensversicherungen usw., nicht jedoch der Hausrat. Bemessungsgrundlage für die Vermögenssteuer bildet das Reinvermögen, also das Bruttovermögen minus die nachgewiesenen Schulden."
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Steuerwert ungleich Verkehrswert von Liegenschaften (wie ihn die Iniative fordert), dieser kann sehr viel höher sein.
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"Wie unterscheiden sich der Verkehrswert und der Steuerwert eines Grundstücks?
Die Erbschafts- und Schenkungssteuer wird vom Verkehrswert des übergehenden Vermögens im Zeitpunkt der Entstehung des Steueranspruchs berechnet. Der Verkehrswert eines Vermögensobjektes entspricht im Allgemeinen dem Preis, der für dieses im gewöhnlichen Geschäftsverkehr am fraglichen Bemessungsstichtag mutmasslich zu erzielen gewesen wäre.
Bei Grundstücken entspricht der Verkehrswert daher nicht dem für die Staats- und Gemeindesteuer massgebenden Steuerwert." (Quelle: Steueramt ZH)
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Ausserdem ist der Mittelständer ziemlich schnell darüber, wenn er keine SP-Schuldenwirtschaft betreibt, sondern seine Hypothek eben fleissig abzahlt, während die Marktpreise eben steigen und so den Verkehrswert hoch treiben. Aber von gesundem Wirtschaften haben die Sozis noch nie sehr viel verstanden.
1.9% aller Schweizer Steuerpflichtigen (d.h. inkl. den 'Mittellosen' und den 'Firmenbesitzern') sind von der Erbschaftssteuer betroffen. Aber auch nur im Sterbefall. So schlicht ist die Wahrheit.
du sprachst vom mittelstand, der durch die initiative geschröpft würde, ristretto mit belegen davon, dass nur ca. 2% der bevölkerung überhaupt über chf 2 mio. vermögen haben, so dass das eine ente ist, wenn behauptet wird, der mittelstand werde geschröpft. du bist schachmatt, und jetzt behauptest du, die tabelle sage nicht nur wenig, sondern gerade überhaupt nichts aus und selbst wenn das falsch wäre müssten die mittellosen dann höhere mieten zahlen. auf französisch sagt man "n'importe quoi"..
Ristretto: Deine Tabelle sagt nun überhaupt nichts aus. Da ist sowohl das globale Finanzkapital als auch der normale untere Mittelstand enthalten. 1 MFH kann reichen. Oben (mobil) und unten (mittellos) ist sowieso nichts zu holen. Die Mittellosen können dann halt höhere Mieten/Nebenkosten zahlen, wenn man die Hypothek erhöhen muss.
da siehst du mal, Y. ob die initiative angenommen wird, ist natürlich eine andere frage. tatsächlich sind die chancen klein, bei dieser geballten desinformation, die hier auf das volk einprasselt.
Y "Die Erbschaftssteuer zielt alleine auf das immobile Kapital des Mittelstandes": Das ist doch einfach eine falsche Behauptung.
Von einer Erbschaftssteuer wären je nach Kanton 0-5% der Bevölkerung betroffen, d.h. die reichsten paar % der Gesellschaft.
blog.tagesanzeiger.ch
Ich weisse nur zurecht darauf hin, dass dein postulierter Zusammenhang nicht besteht. Die Erbschaftssteuer zielt alleine auf das immobile Kapital des Mittelstandes (es käme damit zu einer weiteren Umverteilung nach oben) und hätte äusserst schädliche Konsequenzen für unsere Volkswirtschaft. Wer etwas gegen die Vorherrschaft des globalen Finanzkapitals tun will, muss sich für die Abschaffung der Börse oder eine globale Börsentransaktionsbesteuerung einsetzen. Meine Prognose: Diese undurchdachte Initiative aus sozi- und christlich-fundamentalistischen Kreisen wird wuchtig verworfen werden.
du verlierst dich hier in den details. unumstössliche tatsache ist jedenfalls, dass das system aktuell auf eine immer extremere ungleiche vermögensverteilung zusteuert und letztlich eine umverteilung von unten nach oben passiert. ein immer kleinerer teil der bevölkerung besitzt einen immer grösseren teil des vermögens. wir steuern auf eine art oligarchie. in der schweiz kommt hinzu, dass die volksmeinung mittels dieser grossen vermögen beeinflusst wird, indem ein heer von schreiberlingen beschäftigt wird, um das volk zu verwirren und ihm mittels der pauschalkeule "gefährdung von arbeitsplätzen" angst zu machen. die erbschaftssteuer ist eine gute sache und keinesfalls "linker bullshit". mit ihr kann dieser nachgewiesenermassen volkswirtschaftlich schädlichen entwicklung ein stück weit einhalt geboten werden.
Der Freibetrag ist allgemein und liegt in den meisten Familien weit unter demjenigen, den die Schweizer Initiative vorschlägt.
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Betriebsübernahmen will die Schweizer Iniative (wenn man den Initianten glauben schenkt) auch ausnehmen. (Wobei aufgrund der unausgegorenen Formulierung der Iniative völlig unklar bleibt, ob man als VR als Betriebsnachfolger gilt oder nicht).
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"Kinder oder – im Falle ihres Vorversterbens – Enkel sind unter den gleichen Voraussetzungen wie Ehegatten oder Lebenspartner bezüglich eines von ihnen ererbten bebauten Grundstücks von der Erbschaftsteuer befreit, wenn sie die Selbstnutzung unverzüglich aufnehmen und – als zusätzliche Bedingung – die Wohnfläche der Wohnung 200 m² nicht übersteigt (§ 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG)." - Gewinnbringende Immobilien sind in Deutschland also nicht von der Erbschaftssteuer ausgenommen.
1.: für kinder gilt in D bei immobilienerbe ein freibetrag bis EUR 400'000.--, für ehegatten EUR 500'000.-- .
2.: die vom Verstorbenen selbst bewohnte Immobilie wird erbschaftssteuerfrei erworben, wenn sie nach dem erbfall für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren durch den Ehepartner oder ein Kind bewohnt wird.
3.: betr. erben von firmen: "Wer in Deutschland erbt, kann aus finanzieller Sicht nur hoffen, dass möglichst viel Betriebsvermögen darunter ist. Bei keinem anderen Erbe sind die Steuerbefreiungen so üppig, die zu zahlenden Summen so gering. Unter gewissen Voraussetzungen kommen Erben von Firmen sogar davon, ohne einen Cent ans Finanzamt zu zahlen. Es ist eine große Gerechtigkeitslücke im verworrenen deutschen Steuersystem – die jetzt auch offiziell verfassungswidrig ist."
sorry.
Nun lügst du auch noch schamlos: "Steuerfrei bleiben: 2. Grundbesitz oder Teile von Grundbesitz, Kunstgegenstände, Kunstsammlungen, wissenschaftliche Sammlungen, Bibliotheken und Archive mit sechzig vom Hundert ihres Wertes, wenn(!!!) die Erhaltung dieser Gegenstände wegen ihrer Bedeutung für Kunst, Geschichte oder Wissenschaft im öffentlichen Interesse(!!!) liegt, die jährlichen Kosten in der Regel die erzielten Einnahmen übersteigen(!!!) und die Gegenstände in einem den Verhältnissen entsprechenden Umfang den Zwecken der Forschung oder der Volksbildung nutzbar gemacht sind oder werden, Grundbesitz oder Teile von Grundbesitz, der für Zwecke der Volkswohlfahrt der Allgemeinheit ohne gesetzliche Verpflichtung zur Benutzung zugänglich gemacht ist(!!!) und dessen Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt, wenn(!!!) die jährlichen Kosten in der Regel die erzielten Einnahmen übersteigen(!!!) und die Gegenstände in einem den Verhältnissen entsprechenden Umfang den Zwecken der Forschung oder der Volksbildung nutzbar gemacht sind oder werden (!!!)
3. Grundbesitz oder Teile von Grundbesitz, der für Zwecke der Volkswohlfahrt der Allgemeinheit ohne gesetzliche Verpflichtung zur Benutzung zugänglich gemacht ist(!!!) und(!!!) dessen Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt(!!!), wenn(!!!) die jährlichen Kosten in der Regel die erzielten Einnahmen übersteigen(!!!).
Quelle: de.wikipedia.org
Für Betriebsnachfolgen gelten ganz ähnliche Regelungen, wie sie auch hier vorgesehen sind. Ausgenommen ist nur tatsächlich selbstgenutzter Wohnraum (wenn unter anderen Bedingungen die Wohnfläche der Wohnung 200m² nicht übersteigt). Die Deutschen Regelungen übersteigen, unsere wenigen kantonalen Erbschaftssteuern wesentlich, dennoch ist dort das Vermögensungleichgewicht viel grösser.
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Diese liberalen Länder kennen im Unterschied zur Schweiz auch keine Vermögenssteuern im gegenwärtigen Umfang (in den Fällen, wo sie überhaupt eine kennen). Unsere Realsozialisten im Geiste wollen eben "dä Füfer und s Weggli": Besteuern, was schon einmal besteuert wurde.
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Was offensichtliche Dinge, wie Rechtssicherheit und Rechtsstaatlichkeit anbelangt, hattest du offenbar auch einen Fensterplatz.
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Der griechische Staat ist nicht wegen der fehlenden Erbschaftssteuer implodiert, sondern, weil - wie gesagt - letztlich jeder 4.(!) Grieche beim Staat gearbeitet hat, nebenbei sei bemerkt, dass auch Griechenland eine Erbschaftssteuer kennt. Und das ist keine Partikulärmeinung eines Soziologen der seine These auf ein paar unbenannte Studien aus dem Land der Vermögenssteuerfreiheit abstützt.
schon wieder falsch. in deutschland ist erstens grundeigentum von der erbschaftssteuer ausgenommen. und zweitens ist auch betriebsnachfolge praktisch steuerfrei. sogar die faz schreibt: "In den alten Demokratien mit starker liberaler Tradition ist es umgekehrt: Sie besteuern das träge Vermögen, das soziale Besitzstände zementiert und wirtschaftliche Dynamik eher hemmt, stärker als die Bundesrepublik." und: "Dem Erben fallen Güter in den Schoß, für die er nichts geleistet hat. Von „unverdientem Vermögen“ spricht deshalb der Soziologe Jens Beckert, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Tatsächlich gibt es Indizien, dass ein solcher anstrengungsloser Wohlstand zu spätrömischer Dekadenz verleiten kann. Studien aus den Vereinigten Staaten legen nahe, dass Erben weniger arbeiten und weniger sparen." schreibt die faz. darum ist dein hinweis auf spätgriechische dekandenz leider kompletter unsinn, du solltest sachen nicht einfach nur nachschwatzen, sondern deiner eigenen wahrnehmung mehr vertrauen. die fehlende erbschaftssteuer ist es gerade, die zu spätrömischer dekadenz führt, nicht deren überfällige einführung.
Spätgriechische Dekadenz bedeutet eben, dass jeder 4. Grieche beim Staat gearbeitet hat und der Staat aufgrund dieser hohen Staatsquote, finanziert über Schuldenwirtschaft, implodiert ist. Das ist eine schlichte Tatsache. In der Antike war das Land noch eine Hochkultur, die Wiege der aristotelischen Weisheiten, das Wort Ökonomie stammt selbst aus Griechenland von Oikos Haus(halt), Nomos = Gesetz und bezeichnete den einfachen Familienhaushalt. Rechtsgleichheit würde starr ausgelegt faktisch eben bedeuten, dass es keine Steuerprogression gäbe, weil jeder vor dem Recht gleich zu behandeln wäre (keine Umverteilung sondern Flat Tax). Die Vermögensentwicklung (aufgrund der globalen Finanzkapitalmärkte) bestreite ich nicht, sondern dass eine Einkommensschere besteht, wie von den Gewerkschaften oft behauptet wird. Die These, dass man diese Vermögenszuwächse der mobilen Superreichen über eine lokale Erbschaftssteuer auflösen kann, ist an Naivität wirklich kaum zu überbieten. Es gibt sehr viele Länder, die überhaupt keine Erbschaftssteuer kennen, das Kapital der Superreichen ist äusserst mobil. Gemolken wird nur der Mittelstand, selbst die verblendete JUSO müsste das eigentlich erkennen. Dein kopierter Artikel wiederholt da nur wieder was ich bereits selber gesagt habe: "Der hauptsächliche Treiber der Vermögenskonzentration in Europa seien jedoch nicht Gesetze sondern der Kapitalmarkt, sagte Studienmitautor Robert Ruttmann an der Präsentation in Zürich. «Vermögen haben sich vor allem darum weiter konzentriert, weil die Kapitalrenditen über dem Wirtschafts- und Lohnwachstum liegen." - Im Übrigen kennt gerade Deutschland - dein Paradebeispiel für hohe Vermögensungleichheiten - eine sehr hohe Erbschaftssteuer, was den Unsinn deiner Überlegungen vollends aufzeigt. Weiter haben wir keinen Tiefstzins, sondern einen Negativzins, den die Superreichen von den Geschäftsbanken nun in Rechnung gestellt bekommen, was das Land Schweiz natürlich für diese Klientel viel weniger attraktiv macht.
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So hingestellt, ist diese Bär-These auch nur eine unbegründete Behauptung. Es gibt relativ wenige Volkswirtschaften, die ähnlich nachhaltig wachsen, wie die unsere und nicht einfach nur auf Pump finanziert sind.
interessanterweise zitiert die bilanz den "wealth report: europe" der bank julius bär vom november 2014, weiss gott keine sozialistische institution (https://www.juliusbaer.com/files/user_upload/your...
die bank julius bär hat festgestellt, dass die konzentration der vermögen innerhalb europas (und in der schweiz) in den letzten jahren immer mehr zugenommen hat, und dies vor allem in den staaten, die keine erbschaftssteuer und nur tiefe erbschaftssteuern kennen. vermögen hat sich innerhalb europas in diesen ländern konzentriert und aufgrund der absehbaren zukünftigen tiefstzinsen wird das noch zunehmen. und nun kommt das allererstaunlichste: Gemäss der Bärstudie wird die zunehmende, extrem ungleiche Vermögensverteilung in Europa die europäischen Staaten vor Probleme stellen. Denn ohne ausgeglichene Vermögensverteilung gibt es nämlich kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Für die Erbschaftssteuer sein ist somit nichts anderes, als für nachhaltiges Wirtschaftswachstum eintreten. Schreiben nicht irgendwelche Kommunisten, sondern die Bank Bär und die Bilanz.
wer von "spätgriechischer Dekadenz im Staat" spricht, von dem muss ich mir ja wohl kaum populismus vorwerfen lassen. progression ist kein gnadenakt, sondern ausfluss der verfassungsmässigen rechtsgleichheit, musst mal nachlesen. und nochmals dazu, was die bilanz schreibt (3.10.2014) (ja, die BILANZ, nicht der gewerkschaftsbund):
Die privaten Vermögen in Europa haben mit insgesamt 56 Billionen Euro im letzten Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Zugenommen haben aber auch die Ungleichgewichte: So besitzen reiche Haushalte einen immer grösseren Teil des gesamten Vermögens.
2013 sind die privaten Vermögen in Europa um 1,7 Prozent gewachsen und haben damit zum ersten Mal den Höchststand von vor der Finanzkrise übertroffen. Die Entwicklung der Vermögen ist jedoch seit der Finanzkrise sehr unterschiedlich verlaufen, wie der erstmals publizierte «Wealth Report Europe» der Privatbank Julius Bär zeigt.
Vermögenszuwachs in der Schweiz
Während in Deutschland, Österreich, Frankreich aber auch in der Schweiz das Gesamtvermögen um bis zu zwei Drittel gewachsen ist, ist es in Grossbritannien, Italien, Spanien und Griechenland zum Teil deutlich geschrumpft.
Das hat auch zu einer verstärkten Konzentration der Vermögen innerhalb Europas geführt. Während in den Kernländern das gesamte private Kapital angewachsen ist, ist es in den Länder der Peripherie gesunken. Zwei Drittel aller europäischen Vermögen liegen heute in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien.
Verteilung in der Schweiz ist besonders ungleich
Unterschiedlich verteilt sind jedoch nicht nur die Vermögen zwischen den einzelnen Ländern, sondern auch zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. So besitzen die reichsten zehn Prozent der europäischen Haushalte mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens in Europa. Die höchsten Vermögenskonzentrationen weisen dabei Österreich und Deutschland auf: 40 bzw. 35 Prozent der gesamten Privatvermögen sind im Besitz der reichsten 1-Prozent.
Die zwei Spitzenreiter werden dicht gefolgt von der Schweiz und Zypern. In beiden Ländern konzentrieren sich 33 Prozent des Vermögens auf nur ein Prozent der Bevölkerung. Zu den reichsten 1-Prozent der Schweiz gehört, wer ein Vermögen von mehr als 2.3 Millionen Euro besitzt. Und zu den reichsten zehn Prozent der Schweiz gehört, wer ein Vermögen von mehr als 1.2 Millionen Euro besitzt. Die reichsten zehn Prozent der Schweiz besitzen mehr als die Hälfte des Privatvermögens.
Tiefe Kapitalkonzentration in den Niederlanden
Tiefe Kapitalkonzentrationen sind demgegenüber in Griechenland, den Niederlanden, und Slowenien zu finden. Ein Prozent der niederländischen und griechischen Bevölkerung besitzt 13 Prozent des Vermögens, zehn Prozent besitzen rund 40 Prozent des Vermögens.
Um zu den reichsten 1-Prozent der griechischen Bevölkerung zu zählen, braucht man nicht mehr als 570'000 Euro – ungefähr ein Viertel davon, was man in der Schweiz dazu benötigt.
Die Rolle der Erbschaftssteuer
Ein Grund für die unterschiedlichen Konzentrationsraten sind die Differenzen bei der Erbschaftssteuer. Während Österreich, Zypern aber auch die Schweiz Erbschaften kaum oder nur sehr gering besteuern, müssen Erben in Grossbritannien, Spanien und Frankreich bis zu 45 Prozent des vererbten Vermögens an den Staat abliefern.
Der hauptsächliche Treiber der Vermögenskonzentration in Europa seien jedoch nicht Gesetze sondern der Kapitalmarkt, sagte Studienmitautor Robert Ruttmann an der Präsentation in Zürich. «Vermögen haben sich vor allem darum weiter konzentriert, weil die Kapitalrenditen über dem Wirtschafts- und Lohnwachstum liegen.» Geld anzulegen ist demnach profitabler, als zu arbeiten.
Wachstum geht weiter
Dabei mitgeholfen haben laut Ruttmann die Interventionen der Notenbanken. Das billige Geld habe weniger die Wirtschaft, denn die Vermögen wachsen lassen. «Die Geldpolitik der letzten Jahre hat nur teilweise funktioniert.»
Und daran werde sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern: «Wenn weiterhin die Kapitalrendite über dem Wirtschaftswachstum liegt, dann wird auch in den nächsten Jahren die Konzentration der Vermögen anhalten», sagte er.
Vermögenskonzentration nimmt zu
Gemäss Studienmitautor Burkhard Varnholt wird das jedoch die europäischen Staaten vor Probleme stellen. Ohne ausgeglichene Vermögensverteilung gebe es nämlich kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Konkret sagt die Studie ein weiteres Anwachsen der europäischen Vermögen um 40 Prozent bis 2019 voraus.
Die neuen Langzeitdaten weisen überdies darauf hin, dass die Vermögenskonzentration in Europa wieder zunimmt, nachdem im 20. Jahrhundert grosse Teile der europäischen Vermögen durch die zwei Weltkriege und die Grosse Depression von 1929 vernichtet worden waren."
Die Einkommensschere hat in der Schweiz (im Unterschied zu anderen Ländern, die den Arbeitsmarkt stark gewerkschaftlich regulieren) nicht zugenommen. Die Zahlen des BFS belegen das. Kennziffer ist hier immer noch der Gini-Koeffizient. Finanzkapitalrenditen lagen kurzzeitig über den Margen der Realwirtschaft (und zwar weltweit, das ist kein Schweizer Problem, zumal hier kürzlich ein Negativzins eingeführt wurde). Und die Problematik des globalen Finanzkapitalismus ist sicher nicht über lokales Steuerrecht zu lösen. Fakt ist: Reiche bezahlen in der Schweiz auch viel höhere Steuern (nennt sich Progression und betrifft sowohl direkte Bundessteuer als auch Vermögenssteuer und die Einkommenssteuer). Deine ganze Argumentation ist einfach nur linkspopulistisch und dem muss halt widersprochen werden. Und ehe du mit der Börse antanzt: Ich bin ein Gegner der Kapitalmärkte und wäre für eine umgehende Abschaffung in der derzeitigen Form.
schwach. ich hätte erwartet, dass du sachlich konterst, besonders nach deinem argumentum ad hominem. aber geht natürlich nicht weil das ja auch in tausend anderen publikationen steht. anderes zu behaupten ist wie lügen. was treibt dich an?
Ja, ja, der Gewerkschaftsbund. Eine wahnsinnig seriöse Quelle.
da steht das gegenteil. sorry.
www.verteilungsbericht.ch
Was die Schweiz angeht, ist Deine Behauptung einfach nur falsch: www.nzz.ch

Mich dünkt, ihr redet hier u.a. auch etwas am Thema vorbei von wegen Beamtenwirtschaft usw. (dieser Status ist zudem nur noch in ganz wenigen Funktionen verfügbar, alle anderen sind "normal" öffentlich-rechtlich angestellt mit vergleichbarem Kündigungsschutz wie in der Privatwirtschaft).
Damit hat diese Initiative nun einfach nichts zu tun.
In erster Linie soll die Erbschaftssteuer die Erwerbstätigen etwas entlasten von den zukünftig steigenden AHV-Abgaben.
In Anbetracht der Alterspyramide ist diese Erbschaftssteuer, der Teil, den die (reiche) Rentenbezugsgeneration an die AHV leistet, damit sie auch in diesem Umfang wie heute aufrecht erhalten werden kann.
Im Moment finanzieren über die AHV ca. 4 Erwerbstätige 1 Person im Rentenalter. Aber diese Last wird schneller und schneller auf immer weniger Erwerbstätige verteilt.
Diese damals eingeführten Schneeballsysteme sind nun ein Bumerang...
P.S.
Es wird ja bereits heute massiv umverteilt von den Erwerbstätigen Richtung RentnerInnen insbesondere auch in der 2. Stäule. Sprich, auch von deinem einbezahlten Geld in die 2. Säule wandern jährlich rund ca. 1000.- an Rentnerinnen und nicht auf dein Konto. Also in der Theorie schon, aber wer das Loch dann mal stopfen wird, steht in den Sternen.
Missiris, eben, dann sollten wir zu den 25% zurückkehren. Dass die Staatsquote in den 90ern bei 29.1% war steht so in deinem selbst zitierten Dokument des BFI.
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Bezüglich KESB: Wo hast du das denn konkret gesehen? - Die Kesb hat viel zu viel Macht und ist intransparent. Weiter ist der Mechanismus, dass der Kostenverursacher (die Kesb) einen Blankoscheck erhält und die Gemeinde zu bezahlen hat, abstrus.
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Ich bin parteilos.
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Entscheidend ist dieser Satz: "Dabei vermeidet die negative Einkommensteuer einen Großteil der Transaktionskosten, da Bürokratie z. B. in Form einer Bedürftigkeitsprüfung größtenteils entfällt", wenn ich aus dem Wikiartikel zitieren darf. Heute braucht es dafür eine Kontrollstelle. Und es entstehen auch absurde Situationen, weil jemand mit Sozialhilfe zuweilen besser fährt, als wenn er arbeiten würde.
Auch wenn du das mit dem Grundeinkommen so abstreitest, Y, im Endeffekt ist es eins, denn wer zuwenig verdient, bekommt einen Teil des Verdienstausfalls über die Steuern vergütet bis auf ein Existenzeinkommen oder wie das dann auch immer genannt sein will.
Und ja, ich berufe mich auf dieselbe Quelle, die du zitierst.
Aber da die filz- und bürokratieproduzierenden bürgerlichen Parteien auch dieses System mit jeder Garantie aufblähen werden, indem sie ihre Klientele schonen oder begünstigen wollen mit Fühlschmi-Geschwurbel im Anzug, wird damit nur die Staatsquote aufgebläht. Darauf wette ich Tuusig Schtuz!
Y, die FDP will ja Bürokratie abbauen, aber wenns dann drauf an kommt, wird massiv neue produziert durch Bürgerliche, weil es da und dort noch Sonderausnahmen geben muss und auf die Befindlichkeit von den paar Bauern speziell Rücksicht genommen wird, die Rüstungsindustrie braucht auch ihren Gschpüürschmi-Impuls und die Farma muss besonders gehätschelt werden, deshalb kann sie mit Wechselkurse wie vor 5 Jahren rechnen usw. usf.
Diesen Schwachsinn kostet mich auf diversen Ebenen viel zuviel Geld z.B. in Form von Steuern. Zusätzlich beschert es mir hohe Preise in den Läden und explodierende Krankenkassenprämien obwohl sowohl die Krankenkassen und die Bauern mehrfach subventioniert werden :-/
Sollen sie mal ihrem Stall ausmisten und nicht nur Bürokratieabbau für alle andern fordern!
Y, das was du von deinem Bruder beschreibst, erinnert mich an mein Erlebnis mit dem Sozialamt.
Nein, mit der KEBS hatte ich bis jetzt persönlich noch nichts zu tun.
Aber ich habegesehen, wie Leute untendurch mussten, im alten System, weil irgendwem ihre Nase nicht passte. Keine tolle Sache, das ausgeliefert sein.
Y, ja 1970 war die Staatsquote noch etwa bei 25%, aber gleich darauf geht sie per Steilkurve nach oben bis 1975, als sie deutlich höher war als jetzt!
Unter 30% war sie nur in Börsenkollapsjahren gesackt.
Soviel zu deinen gepriesenen 70ern und 90ern Staatsquoten...
Die Kesb ist in deinen Zahlen noch nicht enthalten. Ich weiss sehr gut, wie diese bürokratische Behörde und ihre neuen überflüssigen und fürstlich entlöhnten Juristen/Sozialarbeitern/Diplompsychologen arbeiten, da mein Bruder geistig behindert ist. Zuvor wurde alles unbürokratisch und effizient vom Amtsvormund erledigt. Heute muss man neu extra eine doppelte Buchhaltung für ihn erstellen (was 3 Tage im Jahr dauert) und die Beistände (leiblichen Eltern) werden im Juristenton von Schreibtischfunktionären wie kleine Kinder behandelt, als ob sie ihr eigenes Kind nicht sehr viel besser kennen würden. Die Funktionäre kennen meinen Bruder höchstens aus der Karteikarte und hinterlassen überhaupt keinen kompetenten Eindruck, wenn man einmal eine Frage hat. Zu allem hin bereichert sich die Behörde für Ihre Entscheide auch noch unanständig aus seinem persönlichen Vermögen, dasselbe ist auch von Dementen bekannt (es gab schon mehrere Medienberichte hierzu). Ahnung von Materie darfst du streichen, du beweist damit allerhöchstens, dass du selber überhaupt keine Ahnung von den Verhältnissen dieser Institution hast und nur deren Selbstdarstellung abspulst. Die verfügten Schikanen werden letztlich dazu führen, dass noch viel weniger Eltern Kinder mit einem Down-Syndrom austragen.
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Die Staatsquote (und was nicht darin erscheint) ist trotz der direkten Demokratie immer noch viel zu hoch (in den 90ern war sie bei 29.1% in den 70ern noch viel tiefer). Es gibt viel zu viele Beamtenkönige. Ein paar Beispiele aus der Praxis: Der Kanton BL kennt eine Zwangsunterstellung unter eine Gewerkschaft (die Mitgliedschaftsfreiheit wird quasidiktatorisch ausser Kraft gesetzt). Betriebe werden staatlich dazu gezwungen eine Art Schutzgeldabgabe an die Gewerkschaft des jeweiligen Gewerbes zu leisten, nur damit sich dort ein paar Gewerkschafter (als verlängerte Staatsfunktionäre) auf Kosten der Betriebe mittels dieser Zwangsabgabe den Bauch voll schlagen können... Unsere Provinzstadt Luzern unterhält extra eine Kommunikationsabteilung von Spindoktoren, erst jüngst wollte sie im Auftrag des Stadtpräsidenten die freie Meinungsäusserung der Zeitung unterdrücken... Das Erteilen einer simplen Baubewilligung umfasst im Aargau 35(!) Seiten und kostet Fr. 7'300.-... In der näheren Umgebung musste kürzlich ein Wirt bis vor Bundesgericht gehen, weil ein Beamtenkönig von der Denkmalschutzbehörde gefunden hat, seine ebenerdige Terasse mit Wintergarten, um mehr Gäste bewirten zu können, passe gerade nicht ins Dorfbild.
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Nein, kein Grundeinkommen, ein GE würde unabhängig von Einkommensverhältnissen an jeden geleistet. Die Staatsquote nimmt mit einer negativen Einommenssteuer ab, weil man sich ja den ganzen Verwaltungswasserkopf damit einsparen kann:
de.wikipedia.org
@Y
Genau, 2008 als die Wirtschaft absackte war die Staatsquote besonders tief und das soll nun das Mass aller Dinge sein?
Die Taschenstatistik des Bundes weist auf Seite 41 das Gegenteil deiner Behauptung aus bezüglich dem Verlauf der Staatsquote
www.bfs.admin.ch
Mal abgesehen davon, dass in der Staatsquote rund 10% Sozialversicherungen enthalten sind. Bundseitig fällt da z.B. die AHV/IV an.
Dass die Staatsquote relativ bescheiden ist in der Schweiz, steht auch im Panorama zu den öffentlichen Finanzen von 2015 auf Seite 5, auf Seite 3 auch nochmals die Staatsquote
www.bfs.admin.ch
Aus welcher Quelle stammt übrigens deine Behauptung, dass wegen der KEBS die Staatsquote ausgebaut wurde?
Früher blieb diese Aufgabe oft an hoffnungslos überforderten Laien(gremien) hängen, die mehr schlecht als recht arbeiteten, da entweder kaum Ahnung von der Materie oder die Vetternwirtschaft und Filz mitreinspielte, um Dinge unter dem Deckel zu halten, was die Betroffenen deshalb oft purer Willkür aussetzte. Was daran soll an so einem System für die Betroffenen positiv gewesen sein?
Und auch deine "unbürokratische" negative Einkommenssteuer hätte ein paar kitzelkleine finanzielle Konsequenzen für den Staat, wie der Bund bereits 2004 schrieb:
www.estv.admin.ch
da es, salopp geschrieben, ein garantiertes Grundeinkommen über die Steuern darstellt.
Also die Aufblähung der Staatsquote total! Ich hätte mir jetzt vorgestellt, dass für dich dieser Vorschlag der der absolute Staatsquotenalptraum darstellen würde!
Die Staatsquote wurde stark ausgebaut (insbesondere auch mit der blödsinnigen KESB). Ein Beamter ist jeder, der für den Staat arbeitet. Es gäbe auch eine unbürokratische negative Einkommenssteuer.
@Y
Im Vergleich zu anderen Ländern hat die Schweiz eine relativ bescheidene Staatsquote und kaum mehr Beamte, auch wenn du das kaum glauben kannst.
Übrigens, aus welcher oder welchen Kasse(n) willst du denn die Alten finanzieren, die zwar vom Erwerbsprozess ausgespukt wurden, die aber nicht über genügend Geld zum Leben verfügben?
Über die ALV, die EL oder lieber gleich über die Sozialhilfe?
Oder finanzierst du lieber die Exit-Mitgliedschaft inkl. dem Gütterli mit ausreichend Natrium-Pentobarbital?
Schön wär's. Argumentum ad hominem.
@Y: wirst du eigentlich bezahlt für deine posts?
Es ist einfach eine neue Steuer. Damit wird die Staatsquote auf jeden Fall steigen, unabhängig davon ob Beamte nun nicht mehr Beamte genannt werden möchten, obwohl sie Beamte sind. Über zukünftig steigenden AHV-Abgaben muss immer noch abgestimmt werden. Logisch müsste die Berechnungsformel der AHV so etwas wie Demographie berücksichtigen.

wenn das gesetz geändert wird, so dass billionen neu steuerfrei an aktionäre ausgezahlt werden können (http://www.20min.ch/finance/news/story/25884257), spricht natürlich niemand von neid oder sowas, das ist dann ganz normal und einfach hinzunehmen.
ou, jetzt hast du aber glaub ein eigentor geschossen, zuerichm, das fazit lautet nämlich: "Für zahlreiche Unternehmen bedeutet die Festlegung der steuerlich privilegierten Reserven aus einer Kapitaleinlage eine einmalige Chance für allfällige zukünftige steuerbefreite Auszahlungen. Die kurze Frist für die Bestimmung und der gesonderte Ausweis der Kapitaleinlagereserven müssen wahrgenommen werden!"
tatsächlich sehr treffend formuliert. unbedingt von dieser einmaligen gelegenheit, kapital steuerprivilegiert abzuziehen, profitieren! aber dann den sozialhilfebezügern und asylanten den letzten stutz abklemmen, weil dadurch angeblich die grossen löcher in die haushalte gerissen werden. hypokritischer geht's nimmer.
so what, ich glaube du verstehst nicht was Kapitaleinlagen sind:
vebmedia.ch
Meines Erachtens müssten sämtliche Erträge die AVH-Abgaben tragen, d.h., auch (steuerfreie) Dividenden und was es da sonst noch an steuerfreiem Geld gibt.
Schliesslich haben wir eine Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und nicht nach Günstlingswirtschaft.

neidsteuer, aargh wenn ich das schon wieder höre. also erstens: wenn es eine neue steuer gibt, hat das zur folge, dass sie bezahlt werden muss. jeder einwand gegen die steuer, der darauf hinausläuft, dass es nicht schön ist, dass geld bezahlt werden muss, ist lediglich der einwand, dass man nicht bezahlen will. punkt. dieser meinung kann man sein, aber dann bitte nicht behaupten, die steuer sei nicht durchdacht oder sonstwas. neue steuer = jemand muss sie bezahlen. wer nicht zahlen will, soll sagen "ich will nicht zahlen" und nicht sonst irgendein erfundenes argument vortragen.
zweitens ist das mit dem vermögen, das schon so oft besteuert wurde, was ungerecht sein soll, die vällig falsche optik. entscheidend ist, dass das vermögen einer neuen person, dem erben, zufällt, und dass dem das geld vom himmel herab auf den kopf fällt und dass das nicht sein kann, dass der dafür keine steuern zahlt, während jedes sonstige einkommen versteuert werden muss. wenn jemand hart arbeitet und viel verdient, muss er einen haufen steuern zahlen. wenn aber jemand viel erbt, soll er keinen rappen zahlen? das wäre völlig ungerecht. der erblasser stirbt, und der muss keine neuen steuern zahlen, er kann sein vermögen zu lebzeiten geniessen. erst wenn er stirbt, fällt die steuer an.
"[D]ass sich der Abstand von den Reichsten zu den Armen immer mehr vergrössert, wenn man feststellt" - Stimmt m. W. nicht. Prüfe deine Fakten. Darüber, was "gerecht" ist gibt es ziemlich unterschiedliche Ansichten.
also aus deiner Sicht müsste man krass gesagt die Reichen enteignen und es den Armen geben?
"Neid ist in diesem Sinn das böse Wort, das die Reichen für den Gerechtigkeitssinn der Armen verwenden. Denn „Neid“ lenkt den Blick ab von der realen Verteilung des Wohlstands. Er fragt nicht danach, wer wieviel hat. „Gerechtigkeit“ fragt danach. Wenn man feststellt, dass sich der Abstand von den Reichsten zu den Armen immer mehr vergrössert, wenn man feststellt, dass die 2 % der Reichsten hierzulande so viel besitzen wie alle übrigen zusammen, wenn man dies als ungesund und als zu korrigieren befindet, dann äussert sich hier nicht Neid, sondern gesellschaftsverpflichtendes Denken – und Gerechtigkeit. Wer die Verteilung des Reichtums korrigieren will, der soll sich nicht schämen. Der Vorwurf des Neids, einer Todsünde bis ins hohe Mittelalter, zielt aber gerade darauf ab, dass wir uns schämen sollen. Deshalb rollt er den Reichen so schnell von den Lippen."
wenn es keine Neidsteuer wäre, würde man das Erbe doch schon ab dem 1. Franken besteuern und nicht erst ab 2Mio!
"entscheidend ist, dass das vermögen einer neuen person, dem erben, zufällt, und dass dem das geld vom himmel herab auf den kopf fällt und dass das nicht sein kann, dass der dafür keine steuern zahlt, während jedes sonstige einkommen versteuert werden muss."
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Auch der neue Besitzer zahlt Vermögenssteuern. Du drehst dich im Kreis.

Neid-Steuer scheint mir ein passender Ausdruck zu diesem Ansatz zu sein. Warum soll es fair sein, zu Lebzeiten vom Eigentümer nicht eingetriebene Steuern nach seinem Hinschied von den Erben einzufordern?
Ausserdem find ich die Haltung billig, exzessives Staatswachstum zu billigen - solange es von Erben finanziert wird.
Mit dieser Steuer werden keine Probleme gelöst - ein Nein ist die logische Antwort auf diesen unsinnigen Ansatz.
@sunder: du meinst, weil wir uns nicht trauen, es mit einer greifenden Progression ohne Schlupflöcher in seinen Lebzeiten zu holen, wird es legitim, es dann von seinen Erben einzutreiben? Feig-Steuer wär demnach auch noch passend...
@missiris: welche Rente steigt?
Weil der, der das Geld verdient hat, nicht mehr lebt. So einfach!
Du tust die bekanntermassen steigenden Renten also als "exzessives" Staatswachstum ab?

Für mich hat es allerdings auch nicht extrem viel mit Fairness zu tun, wenn das gleiche Geld zwei- oder gar dreimal besteuert wird. Ich bin in einer ähnlichen Lage wie zinemin - und wie er bin ich der Meinung, dass diese Steuer mehr Probleme mit sich bringt als sie zu lösen vermag.
@Y
Die Logik des Eigenmietwertes stimmt schon und klar kann man ihn abschaffen, da nicht mehr wirklich zeitgemäss, aber das hätte ein paar kitzelkleine Konsequenzen:
entweder wird für die Lohnempfangenden zumindest 30 bis 40% der Miete genauso abziehbar sein am Steuerergebnis (anhand Basis der Eigenmietwertberechnung) oder aber der Abzug des Hypothekarzinses für selbstbewohntes Wohneigentum fällt weg.
Aber dagegen haben sich die Bürgerlichen mit Händen und Füsschen gesträubt.
Und dass der HEV seine Abstimmung fürs Weggli mitsamt Goldvreneli für seine Klientele nicht gewinnen kann, war ja von Anfang an absehbar!
MWST bezahlt immer der Endkunde. Die Aussage, sie falle grundsätzlich beim Unternehmen an (natürlich mag es zuweilen auch Endkunde sein), ist falsch. Das Geschäft hat nur die bürokratische Arbeit, sie sauber abzurechnen. Natürlich kann man stets neue fiktive Steuern (für denselben Betrag) erfinden oder auch für völlig fiktive Beträge (siehe Eigenmietwert) und so für spätgriechische Dekadenz im Staat sorgen.
Kurz geschrieben, bei jedem Handwechsel fallen Steuern an.
Weshalb soll es Ausnahmen geben?
Das Geld habe ich als Lohn von meiner Arbeitgeberin erhalten (Einkommenssteuer ging dafür weg), die haben es eingenommen durch den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen (MWSt und Gewinnsteuer gingen weg), der Kauf ermöglichte das Portemonnaie von einer anderen Firma oder von einer Privatperson, die darauf auch Steuern in der einen oder anderen Form zahlten...
Es wimmelt also nur so von Steuern, die Geld hinter sich hat.
Von wem wurde denn dein Geld fürs Mittagessen versteuert?
Das Geld, das ich z.B. fürs Mittagessen verwende, wurde sicher bereits x-mal versteuert.
Lottogewinne müssen versteuert werden, weshalb sollen also Erbschaften nicht genauso versteuert werden müssen? Das ist genauso "geschenktes" Geld und nicht unähnlich einem Lottogewinn, insbesondere in diesen "Sphären".
Aber wer nicht zu Eltern oder Geschwistern gehört, muss in der CH bis 49% Erbschaftssteuer blechen. Das macht ja auch keinen Sinn, dass die einen Leute beim Erben so krass abgeschröpft werden und andere alles abgabenfrei behalten dürfen
de.wikipedia.org

Also da werden zwei Themen vermischt:
1. Wollen wir einen Staat haben?
2. Was soll der Staat tun?
Zu Thema 1. gehe ich mal davon aus, dass sich die überwiegende Mehrheit hier einig ist. Die meisten wollen ein System, wo man Mitbestimmungsrecht hat und Dinge gemeinsam geregelt werden. Und das das was kostet ist auch klar. Die schwierige Frage ist hier, wie das genau aussehen soll. Und hier ist die Erbschaftssteuer zuhause. Ich persönlich finde Erbschaften die beste Gelegenheit, um Chancengleichheit zu fördern und Machtansammlung zu dämmen. Wen schmerzt es weniger als Tote? Darum hat das sehr wohl mit Fairness zu tun.
Zum Thema 2: jeder möchte wohl, dass mit seinem Geld möglichst gut umgegangen wird. Und naja, das ist halt grad beim Staat nicht immer der Fall. Ist aber eine völlig andere Diskussion.
Thema 2 ist doch keine andere Diskussion. Dein Argument mit der geförderten Chancengleichheit hingegen ist ungültig. Wenn mit den Geldern einfach die Staatsquote ausgebaut wird, hat davon eigentlich niemand etwas. Ausser den Bürokraten (da könnte ich mich jetzt gleich seitenweise über praktische Beispiele auslassen.)