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Erotisch und sinnlich
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Smoota, der jesusähnliche Posaunist, hat eigentlich schon ein lange Karriere hinter sich. So war er schon mit TV on the Radio, Sufjan Stevens und Spoon auf Tournee. Seit 2010 gibt es den New Yorker im Soloprogramm. Seine sinnlichen und sexy Songs zu tabuisierten Themen brachten ihm auch schon Vergleiche mit Serge Gainsbourg, Barry White oder Bryan Ferry ein. Eine Attraktion ist er allemal. AnhörenFreitag, 21:00 Bundeshaus zu Wiedikon
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Pi.Pa.Po
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Schon seit 10 Jahren lebt uns die Webplattform Audioasyl.net vor, wie ein funktionierendes Asylwesen aussieht und hat so schon über 100 heimatlosen Musikern ein neues Zuhause geboten. Zu diesem Jubiläum konnte der Plattensammler, DJ, Produzent und Labelboss Mike Huckaby eingeflogen werden. Mit seiner Sammlung aus raren Synthesizern und Drummachines zählt er längst zu den wichtigsten Grössen der neueren Musikgeschichte Detroits. Ergänzt durch die Pixelpunks, Eli Verveine und Andaloop dürfte dies eine sehr, sehr lange Nacht werden. Hier gibt es 2x2 Tickets Freitag, 23:00 Friedas Büxe
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Ostcocktail
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Eine Band, die sich die Mühe macht, extra eine Tuba mitzuführen, ist per se schon einmal etwas Gutes. Bajanski Bal führen nicht nur eine Tuba im Gepäck, sondern auch jede Menge wilde Polkas, russische Volkslieder, revolutionäre Hymnen, Odessa-Klezmer, grooviger Gypsy-Jazz und alle anderen musikalischen Exportschlager aus dem Osten. Vergiss für einmal dein Workout und lass dich von der international zusammengewürfelten Truppe in Ekstase spielen! 18.- oder Tickets bei mir gewinnenSamstag, ab 22:00 Stall 6
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Bracht bricht Beine
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Dort, wo sich früher hübsche Damen an Stangen räkelten und man mit der hauseigenen Währung Brüste und Tangas zu dekorieren pflegte, steht nun ein Club. Das kleine, aber feine Etablissement namens Komplex Klub dient mit der familiären Atmosphäre auch den Coocon Heroes als neues Zuhause. Für die Einweihungs-Sause wird der talentierte Technojungspund Julien Bracht samt Schlagzeug eingeflogen. Er gilt als Wunderkind seines Fachs und wird dir ordentlich Dampf unter den Füssen machen. Ist dir das nicht genug, darfst du danach mit Herrn Sascha Dive in die deepen Sphären der elektronischen Tanzmusik abtauchen. Sounds like a plan! Samstag, 23:00 Komplex Klub
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Stöhnenden Früchtchen
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Cüpli, Gipfeli und ein toller Kurzfilm: den perfekten Start in den zweitletzten Wochenendtag garantiert das Uto-Kino. Der Animationsfilm La Petite Mort, der einen offenen und spielerischen Umgang mit Körperlichkeit thematisiert, feiert dort seine Premiere. Hier geht es zum Trailer / Hier erfährst du mehr Sonntag, 11:00-13:00 Uto Studio
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Drum'n'Bass ABC
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Ob du deinen Drum 'n' Bass gerne liquid, sanft, soulig oder doch lieber hart magst, spielt für einmal keine Rolle, denn am Bass der Guten Hoffnung kommt jeder Liebhaber auf seine Kosten. Von A wie (MC) A:M über D wie Dubnium bis Z wie ( Qbig &) Zenith B besteht das Line Up eigentlich nur aus lokalen und nationalen Perlen. Hier habe ich 2x2 Tickets für dich. 20.- Sonntag, 23:00 Exil
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Weekendausklang
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Einmal im Monat wird das Restaurant Alpenrose zum Metronom. Das heisst, es wird zu einem im Takt wippenden Konzertsaal umfunktioniert. Heute ist es wieder soweit und mit Cock to Cock steht auch ein mehr als hörenswertes Trio auf der Bühne. Besonders das Billie Jean Cover hat es mir angetan und so werde auch ich mich wippend unter die Zuhörer setzen und mein Weekend ausklingen lassen. He-Hey! GratisMontag, 19:30 Alpenrose, Fabrikstrasse 12
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Shop till you drop
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 Wer es verpasst hat, seine Einkäufe rechtzeitig zu tätigen und sich jetzt vor leeren Regalen wiederfindet, braucht noch lange keine Panik zu schieben, denn während des gesamten Wochenendes bietet irgendwo irgendjemand irgendetwas zum Kauf an. Hier meine Tipps: Am Weltmarkt in Oerlikon gibt es nebst dem einzigartigen Warenangebot aus aller Welt heute auch LP's aus der Mottenkiste der Musikmamsel zu erstehen. Da darunter einige Trouvaillen sein dürften, will ich mir das unbedingt ansehen. Freitag, 11:00-20:00 Marktplatz Oerlikon Allerlei Krimskrams, Kleider und Essen gibt es am Sonntag am Lessing Flohmi. Sonntag, ab 12:00 Lessingstrasse 13 Der Montagsmarkt gehört nun schon seit fünf Jahren zum Fixpunkt im Zürcher Shopping Programm. Das Saison-Opening am Pfingstmontag findet wie immer mit zahlreichen Ständen, leckerem Essen und der einzigartigen Rimini-Atmosphäre statt (nur bei schönem Wetter!). Montag, 18:00-23:45 Rimini
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Wulffmorgenthaler
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Langersehntes Comeback
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Während die Lead Single Get Lucky praktisch überall auf Begeisterungstürme stiess, gehen die Meinungen bezüglich des Albums Random Access Memory weit auseinander. Von einem Meisterwerk spricht der Spiegel, von massloser Enttäuschung sprechen Fans in diversen Foren. Mich interessiert deine Meinung. Hat sich die lange Warterei gelohnt? Anhören und dann mitreden
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Stadtschreiberbeiträge Hier findest du Beiträge von Stadtkindern, die es lieben, für ihre Stadt zu schreiben. Der Inhalt stammt nicht von Ron und muss auch nicht seiner Meinung entsprechen. Du willst selber Stadtschreiber werden? Hier mehr Infos.
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Wisi begrüsst Polizeichef Wolff: AL-Stadtrat Richard Wolff wird Zürichs Oberbulle. Wolff war Rote Fabrik-Vorstandsmitglied, Wolff hat sich seinerzeit an den Opernhaus-Demos beteiligt und Wisi erklärt, was sich unter dem neuen Polize
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1.
Bei Club-Razzien sind die Polizisten angehalten die anwesenden Clubber mit konfisziertem Dope aus früheren Razzien einzudecken, sollten diese ein Bedürfnis anmelden.
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Der bisherige Einsatztrupp am 1. Ma...
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Rondo
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Oft sind es die einfachen Spiele, die geliebt werden. Das Legespiel Rondo folgt einem einfachen Prinzip: Hier belegt ihr Zahlenfelder mit farbigen Plättchen. Dabei versucht ihr, so viele Punkte wie möglich zu samme...
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Stadtgespräch Wenn man was zu sagen, trällern oder diskutieren hat, kann man das hier im Stadtgespräch tun.
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Marktplatz Wenn man auf der Suche nach etwas (WG Partner, Konzert Ticket, etc.) ist oder etwas zu vergeben (Wohnung, Ex Freund/in) hat, dann kann man das auf der Marktplatz tun. Oder gleich ein Inserat aufgeben.
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Das Letzte Gib deinen Senf dazu! Alles kann auf ronorp.net kommentiert werden und die besten Kommentare erscheinen hier:
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Schreibe für deine Stadt!
Hast du Spannendes zu erzählen über deine Stadt und was in ihr so abgeht? Dann teile es doch mit uns und werde Stadtschreiber. Dabei kannst du nicht nur deine journalistischen Fähigkeiten aufpolieren, sondern dir auch die Freiheit nehmen über die, Dinge zu Schreiben, die du magst.Ron erklärt, was es mit dem Stadtschreiber auf sich hat!
Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass für einige dies ein Sprungbrett ist um eine redaktionelle Laufbahn einzuschlagen. Denn als Stadtschreiber können erste redaktionelle Erfahrungen gesammelt werden. Den Fleissigen, die mehr als 25 Berichte geschrieben haben, stelle ich auch ein Zertifikat aus.
Ein Stadtschreiber kann aber auch Profit daraus ziehen, in dem er seinen Nickname auf seinen richtigen Namen ändert (so wird man bekannt) oder er gibt seine Webseite als Nickname an. So kann er auf seinen Blog oder auf sein Geschäft hinweisen.
Ganz wichtig: ich suche Leute, die dies aus Spass an der Freude tun. Geld oder andere Vergütungsformen gibt es nicht.
Kein Nerv für sowas!
Wisi begrüsst Polizeichef Wolff: AL-Stadtrat Richard Wolff wird Zürichs Oberbulle. Wolff war Rote Fabrik-Vorstandsmitglied, Wolff hat sich seinerzeit an den Opernhaus-Demos beteiligt und Wisi erklärt, was sich unter dem neuen Polizeichef alles ändern wird.
1.
Bei Club-Razzien sind die Polizisten angehalten die anwesenden Clubber mit konfisziertem Dope aus früheren Razzien einzudecken, sollten diese ein Bedürfnis anmelden.
2.
Der bisherige Einsatztrupp am 1. Mai wird durch einen aus der psychologischen Abteilung der StaPo ersetzt. Die Beamten sollen auf die Randalierer zugehen, sie nach ihren Beweggründen und ihrer Kindheit fragen und sie auf diese Weise zum weinen bringen und nicht mittels des unmenschlichen Einsatzes von Tränengas.
3.
Binz bleibt. Tatsächlich und ohne Scheiss jetzt.
4.
Razzien werden künftig nicht mehr in Underground-Clubs vorgenommen sondern an den Lollipop-Partys im X-Tra oder in Läden wie der Mausefalle, wo Rechtsextremisten wie Mauro Tuena im Publikum vermutet werden. Diese (Rechtsextremisten) sind an der Party vom restlichen Publikum zu isolieren und werden dann von zwei verständnisvollen PsychologInnen ins Kreuzverhör genommen, die herausfinden sollen, ob sie, die Rechtsextremisten, nicht doch und tief im Innern gute Menschen sind.
5.
„Scheissbulle“ ist per sofort die offizielle Bezeichnung für Angehörige des städtischen Polizeikorps. Polizisten haben sich zudem künftig bei Passanten für vergangene Vergehen (z.B. spontane Personenkontrollen) zu entschuldigen. Falls möglich unter Tränen und auf Knien.
6.
Um Vertrauen zu wecken, werden die gefährlich wirkenden, blauen Uniformen der Langstrasse-Patrouillen durch rosafarbene Hemden und Shorts ersetzt. Anstatt Kampfstiefel kommen Flipflops an die Füsse.
7.
Die Dienstwaffen werden eingezogen und durch Baseballschläger aus Schaumgummi mit herzigen Tiermotiven ersetzt. Die quieken so lustig, wenn man sie einem Delinquenten über die Rübe zieht.
8.
Kastenwägen für Gefangenentransporte werden mit einer Stereoanlage, Massagesesseln, einer Minibar, Papierchen, Spiegelchen, alten Kreditkarten und Röhrchen ausgerüstet.
9.
Andrea Stauffacher wird Chefin des neu zu schaffenden Unterdepartements „politische Gefangene der Stadt Zürich“.
10.
Geschäftsleute im Kreis 4, die am 1. Mai ihre Schaufenster mit Brettern vernageln, werden künftig gebüsst, weil sie auf diese Weise dem schwarzen Block den ganzen Spass verderben.
Yoga Leggins Zen
Zen bedeutet nicht mehr, aber auch nicht weniger als das Leben zu leben. Die Zen Leggins widerspiegelt diese Idee durch die Reduktion auf das Wesentliche: Stoff und Schnitt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Material: 97% Lenzing Modal / 3% ElastanRondo
Denn Walter ist Autist
Ein Mann, nennen wir ihn Walter, geht seines Weges durch die Stadt. Es ist ein schöner Sommerabend, und die Menschen sind draussen unterwegs. Da erblickt Walter vor einem Restaurant einen Bekannten. Walter freut sich, tritt zu ihm hin und beginnt, fröhlich auf ihn einzureden.
Walter erkennt nicht, dass direkt neben seinem Bekannten ein weiterer Mensch steht und die zwei sich bereits in einem Gespräch befinden.
Denn Walter ist Autist.
Walter leidet an einer geheimnisvollen Disposition: Er ist von Geburt an nicht in der Lage, gewisse Dinge um ihn herum überhaupt wahrzunehmen. Das bedeutet nicht, dass er in Bäume oder parkierte Autos hineinläuft. Bäume und Autos sieht Walter. Was Walter hingegen nicht sieht, sind die sozialen und emotionalen Zusammenhänge. Ein Bekannter ist für ihn ein Bekannter, ob dieser nun allein auf einer Bank sitzt oder dort mit einer Frau knutscht. Und einen Bekannten muss man doch begrüssen!
Also sagt Walter hallo zu seinem Bekannten. Zu der Person neben diesem sagt er nichts. Er schaut sie nicht mal an.
Denn Walter ist Autist.
Der Bekannte hingegen ist keiner. Er kann die Gefühle der Menschen um ihn herum wahrnehmen und einen potentiellen Zusammenhang zwischen seinem Verhalten und diesen Gefühlen herstellen. Daher sagt er auch nicht zu Walter: Walter, du störst uns beim Reden; oder, etwas weniger barsch: Walter, wir sind gerade in einem Gespräch. Denn das wäre für Walter nicht so angenehm.
Daher gibt der Bekannte Walter ein paarmal knapp Antwort und wendet sich danach jeweils mit dem Kopf wieder seinem vorherigen Gesprächspartner zu, in der Hoffnung, Walter möge dadurch erkennen, dass er gerade eine intime Situation unterbrochen hat.
Doch Walter ist Autist.
Er redet einfach weiter.
Der Bekannte ist gezwungen, unhöflich zu werden. «Also!» sagt er nach einer Weile laut, er ruft es schon fast, und nun dreht er nicht nur den Kopf, sondern den ganzen Körper zurück zu der für Walter unsichtbaren Person. Einander vorgestellt hat er die beiden nicht, denn dies hätte zur Folge, dass Walter noch länger hier stehen und plaudern würde.
Walter lässt sich nicht stören und gibt seiner Freude über das schöne Wetter Ausdruck.
Der Bekannte geht noch einen Schritt weiter und nimmt sein unterbrochenes Gespräch wieder auf. Er macht es wie Walter und tut so, als gäbe es Walter nicht.
Endlich versteht Walter. Bei Walter muss man zu deutlichen Signalen greifen. Leicht beleidigt verabschiedet er sich. Allerdings nur von seinem Bekannten. Die andere Person existiert für ihn noch immer nicht. Vermutlich fragt er sich, weshalb sein Bekannter sich einfach plötzlich umgekehrt und sinnlos in die Luft zu reden begonnen hat.
Aber darüber wundert er sich nicht lang.
Denn Walter ist Autist.
Da können wir keine Ausnahme machen!
Seit einem knappen Jahr wohne ich in einer hübschen, ruhigen Gegend. Vor meinem Haus gibt es einen Spielplatz. Er gehört zu den beiden Liegenschaften gegenüber und darf, so verkündet es ein deutliches Hinweisschild, nur von deren Mietern benutzt werden.
Ich fand das Schild immer unsympathisch, doch im Gegensatz zu meinen Freunden, die gern antifaschistische Parolen in Richtung des Schildes riefen, nahm ich es als Ausdruck der geordneten Kultur entgegen, in der ich lebe. Zudem interessierten Spielplätze meinen Sohn lange nicht.
Nun ist er vierzehn Monate alt und wird magnetisch angezogen von Sandkästen und Rutschbahnen. Vor allem von den beiden Exemplaren vor meinem Haus. Ich überlegte, was zu tun sei.
Das trotzige Ignorieren des Schildes verwarf ich. Ich will meine Nachbarn nicht verärgern. Im weiteren ist mein Sohn zu klein, um das abstrakte Konzept eines Verbotes zu verstehen. Also setzte ich auf Verständigung, fragte einen der Mieter nach seiner Verwaltung und schrieb ein Mail: Hallo, ich wohne direkt gegenüber, ich habe einen kleinen Sohn, der gern auf die Rutschbahn möchte und im Sand spielen. Bitte machen Sie mir einen Vorschlag zur Mitbenützung. Ich zahle auch gern dafür.
Ich schickte das Mail ab und ging mit meinem Sohn in die Stadt und kam zurück und nahm ihn vor der Haustüre aus dem Buggy, und er marschierte zielstrebig zum Spielplatz, und ich ging ihm nach und hob ihn hoch, und während ich ihn forttrug, was er mit verärgertem Zappeln quittierte, wusste ich: Sohn, du wirst niemals hier spielen dürfen.
Die Antwort lag auch schon in meiner Inbox parat:
Guten Tag Herr Meyer
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider können wir Ihnen da nicht entgegen kommen.
Dieser Spielplatz ist ausschliesslich für die Kinder unserer Mieter vorgesehen. Da können wir keine Ausnahme machen.
Sinnigerweise wohnt gegenüber nur eine Familie mit Kind. Dieses benutzt den Spielplatz so gut wie nie. Ich habe es letzten Sommer zweimal dort gesehen und diesen Frühling einmal.
Und so wird der Spielplatz auch dieses Jahr unbespielt bleiben, mit der kleinen und für mich bereits jetzt betrüblichen Neuerung, dass mein Sohn danebenstehen muss und ich ihm nicht erklären kann warum.
Kniffle : Das Kartenspiel
Die Stadtzürcher FDP
Wisi: Vote 4 CVP, bitches!: Gemäss NZZ befindet sich die CVP gerade auf Imagepoliertour. Wahlen würden zwar gerade keine anstehen, nötig sei es trotzdem. Wisi, Steinmetz und Manfred zeigen Herz und feedbacken die Plakatkampagne.
Artikel: http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/stadt_region/jetzt-oder-nie-1.18074374#
Wisi: Das Ganze macht mich traurig...
Manfred: Ja. Man stelle sich vor, wie sie da im römisch-katholischen Pfarramt Altstetten zusammensitzen und sich überlegen, wie sie an junge, urbane Wähler herantreten sollen...
Steinmetz: Irgendwann hebt einer die Hand und meint, dass junge Menschen doch Bier trinken würden.
Wisi: ...und ein anderer antwortet, dass man da doch was Freches draus machen könnte, etwas, das man von einer christlichen Volkspartei nicht erwarten würde.
Manfred: Dass sie Alkohol gut findet?
Wisi: Zum Beispiel.
Manfred: Einige am Tisch meinen dann aber, dass ihnen der Spruch „Weil hier kein Mist verzapft wird“ doch zu weit gehe; das könne man nicht unkommentiert stehen lassen. Man sei ja schliesslich nicht die SVP.
Steinmetz: Ein anderer erklärt dann, man müsse das halt mit einem Slogan abfedern, der jung und innovativ rüberkomme und der klarstellt, dass es eventuell viele Gründe geben könnte, die CVP zu wählen.
Manfred: ...da die anwesenden Parteimitglieder diese Gründe aber selbst nicht so genau kennen, küren sie „anders als man denkt“ zu ihrem Slogan.
Wisi: Und dann sitzen sie fünf Minuten lang schweigend am Tisch.
Steinmetz: Bis einer fragt, ob denn jemand im Raum einen jungen Menschen kennen würde, den man aufs Bild nehmen kann.
Manfred: Hansueli fragt dann, ob nicht der Godi einen Sohn habe.
Wisi: Godi erklärt, dass er ihn, seinen Sohn, gerne fragen werde. Er sei zwar gerade in der Offiziersschule in Thun und würde auch nicht in Zürich wohnen sondern in Wettingen, aber das würde man ihm ja nicht ansehen.
Steinmetz: Das mit der Offiziersschule oder das mit Wettingen?
Wisi: Beides.
Manfred: „Ich bin CVP“ ist lässig.
Steinmetz: Ja. Klingt wie „Wir sind Papst“. Das ist bestimmt Absicht. Sehr schlau gemacht. Das knallt.
Manfred: Das „now or never“ aus dem NZZ-Artikel sehe ich hingegen nirgends...
Steinmetz: Vielleicht steht das klein unter dem verzapften Mist.
Wisi: Meinst du die NZZ hat als Rahmen extra eine Bahnhofsunterführung gewählt? Um dem ganzen die passende Melancholie zu verleihen?
Manfred: Vielleicht ist dies einfach nur das einzige Plakat, das noch nicht verkritzelt wurde.
Ab in die Tonne: das Müllstapel-Spiel
gesucht: streetart-restaurator/-in