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Fotografie und Party
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Sven Marquardt ist nicht nur der bekannte Türsteher des Berliner Clubs Berghain, sondern vor allem ein begnadeter Fotograf. Wie kein Zweiter verstand er es, die DDR Subkultur einzufangen und Bilder zu schiessen, die einen verstören und nicht mehr loslassen. Seine Werke sind noch bis am 17. August im Hive ausgestellt und weil heute mit Forrest auch noch ein aussergewöhnlicher DJ an den Plattentellern steht, lohnt sich der Besuch der Vernissage auf jeden Fall. Vernissage: ab 18:00; Party: ab 23:00 Hive
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Klassich bewährt
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Es gibt Musikarten, die sind perfekt, so wie sie sind. Da braucht es keine Entwicklung, keine Innovation, keine neuen Einflüsse und egal wie oft man sie hört, sie bleiben gut. Ein solches Beispiel wäre für mich der Blues und Rock der 60er und 70er. Gitarre, Bass, Drums und los. Dem Winterthurer Trio The Dues geht das wohl ähnlich. Ihre Eigenkompositionen orientieren sich am Schaffen von Rory Gallagher, Cream oder The Jimi Hendrix Expierience: schnörkelloser, solider Blues-Rock, wie ich ihn mag. 10.- 21:00 Kinski
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Ich liege uf de Luur
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Kann sich jemand von euch noch an den Song " Ich sitze im Dunkle, ich liege uf de Luur?" von Primitive Lyrics erinnern? Genau, das war damals 1995 auf dem Album Plag. Doch seit ich diesen Song gehört habe, mag ich den Ausdruck "uf de Luur liege". Auch wenn es, wie im Song, nicht darum geht, jemandem aufzulauern, sondern einfach nur zu beobachten, wie Menschen an einem vorbeiziehen. Grosses Kino und man kann dabei sehr gut entspannen. 6 Orte verrate ich dir, wo es sich besonders gut auf der Lauer zu sitzen lohnt. Wo sitzt du auf der Lauer? Kommentiere!
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Farewell Crazy Beat
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Nur noch bis am Samstag ist der Crazy Beat geöffnet, danach werde ich mir einen neuen Lieblingsplattenladen suchen müssen. Was mich über diese traurige Tatsache hinwegtröstet? Nichts, ausser Platten zu kaufen! Mit den 70 % Schlussrabatt lohnt es sich, ein letztes Mal vorbeizuschauen, nochmals Crazy Beat-Luft zu schnuppern und Marion alles Gute zu wünschen. Montag-Freitag: 12:00-19:00, Samstag: 11:00-17:00 Crazy Beat, Badenerstrasse 79
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Grand Opening Freestyle- und Bike-Park Allmend Zürich eröffnet die grösste Freestyle-Anlage Europas. Tauche ein in die Welt des Freestyle-Sports: Biken, BMX, Skaten. Best Trick Contest, Show mit Stars wie Iouri Podladtchikov, Coaches begleiten dich, Leihmaterial gratis vor Ort. Nutze die einmalige Chance, die Cracks hautnah zu erleben. Willkommen sind alle, zum Zuschauen und Mitmachen. Der Eintritt ist frei. Samstag, 25. Mai 2013, ab 13 Uhr. Programm: www.sportamt.ch
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Wulffmorgenthaler
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Filmtheke: Epic
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Marie-Kathrine besucht ihren Vater weit draussen im Wald. Sie will ihn von seiner fixen Idee, winzige Waldwesen zu erforschen, endlich losbringen. Bis sie selbst in jene phantastische, aber höchst bedrohte Welt hineinpurzelt... Weiterlesen Mehr aus der Filmtheke:- Harry Dean Stanton: Partly Fiction- Boys are us
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App(enzeller) Talerschwingen
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Kaum ein Völkchen in unserem Land ist mir so fremd wie die Appenzeller, weshalb ich mich über jegliche Integrationsbemühungen freue. Während ich noch darauf warte, das Zäuerlen und Käsen eines Tages richtig zu lernen, bin ich im Talerschwingen dank der Appenzeller App schon fast ein Profi. Jetzt ist die traditionsreiche Anwendung in verbesserter Form zurück und meiner Talerschwingprofikarriere steht nichts mehr im Weg. App Store / Google Play
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Gretchen Einzlkind
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 Vielleicht kannst du dich noch an meinen Buchtipp Harold Einzlkind erinnern? Unbekannter Autor? Junge, der seinen Vater sucht? Bingo! Nun hat der unbekannte Autor ein neues Buch geschrieben und der Verlag war so nett, mir ein Exemplar zu schicken. Was soll ich sagen? Eigenartig bis am Schluss, aber ich habe es in drei Tagen durchgelesen, was ja schon ein Kompliment ist und über den Schreibstil des Autors habe ich mich köstlich amüsiert. Wer Harold gerne mag, der mag Gretchen genauso. Und hier noch mein Lieblingssatz: "Ich hatte immer genug Selbstvertrauen, um an mir zu zweifeln." Eine Leseprobe gibt es hier bei Edition Tiamat, drei Exemplare gewinnst du bei mir.
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LOLA | FRED – Yoga in einem einzigartigen Ambiente
3x täglich im LOLA | FRED Yogastore/-studio. Unterrichtet wird ein breites Angebot an Yogaklassen von einer Auswahl der besten Lehrer aus dem Raum Zürich. Viele Lektionen sind auch für Anfänger geeignet. Die Location befindet sich in der Europaallee, gleich hinter der Sihlpost. Die Yogalektionen finden Wochentags morgens 07:15 – 08:15, über Mittag 12:00 – 13:00 sowie abends 19:00 – 20:00 statt. Weitere Details sowie Registrierung und Anmeldung:
www.lolafred.com
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Stadtschreiberbeiträge Hier findest du Beiträge von Stadtkindern, die es lieben, für ihre Stadt zu schreiben. Der Inhalt stammt nicht von Ron und muss auch nicht seiner Meinung entsprechen. Du willst selber Stadtschreiber werden? Hier mehr Infos.
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21/05/2013 - Around the World with DellaSpada:: Krank, süchtig und nur glücklich, wenn auf Reisen (Von Zürich über Amsterdam nach Shanghai)
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Fernweh war immer schon viel schmerzvoller, wie Heimwehfür DellaSpada. Das liegt im Blut. Reisen ist einfach traumhaft - Albträumeeingeschlossen. DellaSpada lebt diesen Traum seit Generationen. Folgendes zu dieser Rubr...
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Himmlische Cupcakes: Gewinne einen Workshop!
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Nordblog stellt Produkte, Shops und Gastrobetriebe aus Zürich Nord vor. Heute: Lela Cupcakes, Oerlikon.Es gibt ja diverse Beweise für die Existenz Gottes. Die Magnolienblüte im Frühjahr. Die winzigen Zehen eines Neug...
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Stadtgespräch Wenn man was zu sagen, trällern oder diskutieren hat, kann man das hier im Stadtgespräch tun.
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Reisefieber? Mit den Reisetaschen von EASTPAK ab CHF 59.- statt CHF 129.- hast du immer alles dabei!
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Marktplatz Wenn man auf der Suche nach etwas (WG Partner, Konzert Ticket, etc.) ist oder etwas zu vergeben (Wohnung, Ex Freund/in) hat, dann kann man das auf der Marktplatz tun. Oder gleich ein Inserat aufgeben.
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Das Letzte Gib deinen Senf dazu! Alles kann auf ronorp.net kommentiert werden und die besten Kommentare erscheinen hier:
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Schreibe für deine Stadt!
Hast du Spannendes zu erzählen über deine Stadt und was in ihr so abgeht? Dann teile es doch mit uns und werde Stadtschreiber. Dabei kannst du nicht nur deine journalistischen Fähigkeiten aufpolieren, sondern dir auch die Freiheit nehmen über die, Dinge zu Schreiben, die du magst.Ron erklärt, was es mit dem Stadtschreiber auf sich hat!
Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass für einige dies ein Sprungbrett ist um eine redaktionelle Laufbahn einzuschlagen. Denn als Stadtschreiber können erste redaktionelle Erfahrungen gesammelt werden. Den Fleissigen, die mehr als 25 Berichte geschrieben haben, stelle ich auch ein Zertifikat aus.
Ein Stadtschreiber kann aber auch Profit daraus ziehen, in dem er seinen Nickname auf seinen richtigen Namen ändert (so wird man bekannt) oder er gibt seine Webseite als Nickname an. So kann er auf seinen Blog oder auf sein Geschäft hinweisen.
Ganz wichtig: ich suche Leute, die dies aus Spass an der Freude tun. Geld oder andere Vergütungsformen gibt es nicht.
Wisi entfällt: Wenn in England zwei Arschlöcher auf offener Strasse jemanden abschlachten und wenn das ganze gefilmt wird und wenn dann auch noch sämtliche Medien die Bilder des bluttriefenden Hackebeils mit den Arschlöchern am Ende des Griffs auf ihre Front nehmen...
...dafür reicht mein Zynismus nicht aus, tschurligung.
Nächste Woche wieder.
Euer Wisi
zuschauen, wie ein zeitgenössisches kunstwerk entsteht - urban art in progress in fünf teilen
22/05/2013 - Around the World with DellaSpada: Mit 300-400 km/std. unterwegs mit MAGLEV nach Shanghai-City oder mit 30-40 km/std. auf dem Gepäckträger von Mary's Elektroroller
21/05/2013 - Around the World with DellaSpada: Krank, süchtig und nur glücklich, wenn auf Reisen (Von Zürich über Amsterdam nach Shanghai)
Himmlische Cupcakes: Gewinne einen Workshop!
Kein Nerv für sowas!
Wisi begrüsst Polizeichef Wolff: AL-Stadtrat Richard Wolff wird Zürichs Oberbulle. Wolff war Rote Fabrik-Vorstandsmitglied, Wolff hat sich seinerzeit an den Opernhaus-Demos beteiligt und Wisi erklärt, was sich unter dem neuen Polizeichef alles ändern wird.
1.
Bei Club-Razzien sind die Polizisten angehalten die anwesenden Clubber mit konfisziertem Dope aus früheren Razzien einzudecken, sollten diese ein Bedürfnis anmelden.
2.
Der bisherige Einsatztrupp am 1. Mai wird durch einen aus der psychologischen Abteilung der StaPo ersetzt. Die Beamten sollen auf die Randalierer zugehen, sie nach ihren Beweggründen und ihrer Kindheit fragen und sie auf diese Weise zum weinen bringen und nicht mittels des unmenschlichen Einsatzes von Tränengas.
3.
Binz bleibt. Tatsächlich und ohne Scheiss jetzt.
4.
Razzien werden künftig nicht mehr in Underground-Clubs vorgenommen sondern an den Lollipop-Partys im X-Tra oder in Läden wie der Mausefalle, wo Rechtsextremisten wie Mauro Tuena im Publikum vermutet werden. Diese (Rechtsextremisten) sind an der Party vom restlichen Publikum zu isolieren und werden dann von zwei verständnisvollen PsychologInnen ins Kreuzverhör genommen, die herausfinden sollen, ob sie, die Rechtsextremisten, nicht doch und tief im Innern gute Menschen sind.
5.
„Scheissbulle“ ist per sofort die offizielle Bezeichnung für Angehörige des städtischen Polizeikorps. Polizisten haben sich zudem künftig bei Passanten für vergangene Vergehen (z.B. spontane Personenkontrollen) zu entschuldigen. Falls möglich unter Tränen und auf Knien.
6.
Um Vertrauen zu wecken, werden die gefährlich wirkenden, blauen Uniformen der Langstrasse-Patrouillen durch rosafarbene Hemden und Shorts ersetzt. Anstatt Kampfstiefel kommen Flipflops an die Füsse.
7.
Die Dienstwaffen werden eingezogen und durch Baseballschläger aus Schaumgummi mit herzigen Tiermotiven ersetzt. Die quieken so lustig, wenn man sie einem Delinquenten über die Rübe zieht.
8.
Kastenwägen für Gefangenentransporte werden mit einer Stereoanlage, Massagesesseln, einer Minibar, Papierchen, Spiegelchen, alten Kreditkarten und Röhrchen ausgerüstet.
9.
Andrea Stauffacher wird Chefin des neu zu schaffenden Unterdepartements „politische Gefangene der Stadt Zürich“.
10.
Geschäftsleute im Kreis 4, die am 1. Mai ihre Schaufenster mit Brettern vernageln, werden künftig gebüsst, weil sie auf diese Weise dem schwarzen Block den ganzen Spass verderben.
Rondo
Denn Walter ist Autist
Ein Mann, nennen wir ihn Walter, geht seines Weges durch die Stadt. Es ist ein schöner Sommerabend, und die Menschen sind draussen unterwegs. Da erblickt Walter vor einem Restaurant einen Bekannten. Walter freut sich, tritt zu ihm hin und beginnt, fröhlich auf ihn einzureden.
Walter erkennt nicht, dass direkt neben seinem Bekannten ein weiterer Mensch steht und die zwei sich bereits in einem Gespräch befinden.
Denn Walter ist Autist.
Walter leidet an einer geheimnisvollen Disposition: Er ist von Geburt an nicht in der Lage, gewisse Dinge um ihn herum überhaupt wahrzunehmen. Das bedeutet nicht, dass er in Bäume oder parkierte Autos hineinläuft. Bäume und Autos sieht Walter. Was Walter hingegen nicht sieht, sind die sozialen und emotionalen Zusammenhänge. Ein Bekannter ist für ihn ein Bekannter, ob dieser nun allein auf einer Bank sitzt oder dort mit einer Frau knutscht. Und einen Bekannten muss man doch begrüssen!
Also sagt Walter hallo zu seinem Bekannten. Zu der Person neben diesem sagt er nichts. Er schaut sie nicht mal an.
Denn Walter ist Autist.
Der Bekannte hingegen ist keiner. Er kann die Gefühle der Menschen um ihn herum wahrnehmen und einen potentiellen Zusammenhang zwischen seinem Verhalten und diesen Gefühlen herstellen. Daher sagt er auch nicht zu Walter: Walter, du störst uns beim Reden; oder, etwas weniger barsch: Walter, wir sind gerade in einem Gespräch. Denn das wäre für Walter nicht so angenehm.
Daher gibt der Bekannte Walter ein paarmal knapp Antwort und wendet sich danach jeweils mit dem Kopf wieder seinem vorherigen Gesprächspartner zu, in der Hoffnung, Walter möge dadurch erkennen, dass er gerade eine intime Situation unterbrochen hat.
Doch Walter ist Autist.
Er redet einfach weiter.
Der Bekannte ist gezwungen, unhöflich zu werden. «Also!» sagt er nach einer Weile laut, er ruft es schon fast, und nun dreht er nicht nur den Kopf, sondern den ganzen Körper zurück zu der für Walter unsichtbaren Person. Einander vorgestellt hat er die beiden nicht, denn dies hätte zur Folge, dass Walter noch länger hier stehen und plaudern würde.
Walter lässt sich nicht stören und gibt seiner Freude über das schöne Wetter Ausdruck.
Der Bekannte geht noch einen Schritt weiter und nimmt sein unterbrochenes Gespräch wieder auf. Er macht es wie Walter und tut so, als gäbe es Walter nicht.
Endlich versteht Walter. Bei Walter muss man zu deutlichen Signalen greifen. Leicht beleidigt verabschiedet er sich. Allerdings nur von seinem Bekannten. Die andere Person existiert für ihn noch immer nicht. Vermutlich fragt er sich, weshalb sein Bekannter sich einfach plötzlich umgekehrt und sinnlos in die Luft zu reden begonnen hat.
Aber darüber wundert er sich nicht lang.
Denn Walter ist Autist.
Da können wir keine Ausnahme machen!
Seit einem knappen Jahr wohne ich in einer hübschen, ruhigen Gegend. Vor meinem Haus gibt es einen Spielplatz. Er gehört zu den beiden Liegenschaften gegenüber und darf, so verkündet es ein deutliches Hinweisschild, nur von deren Mietern benutzt werden.
Ich fand das Schild immer unsympathisch, doch im Gegensatz zu meinen Freunden, die gern antifaschistische Parolen in Richtung des Schildes riefen, nahm ich es als Ausdruck der geordneten Kultur entgegen, in der ich lebe. Zudem interessierten Spielplätze meinen Sohn lange nicht.
Nun ist er vierzehn Monate alt und wird magnetisch angezogen von Sandkästen und Rutschbahnen. Vor allem von den beiden Exemplaren vor meinem Haus. Ich überlegte, was zu tun sei.
Das trotzige Ignorieren des Schildes verwarf ich. Ich will meine Nachbarn nicht verärgern. Im weiteren ist mein Sohn zu klein, um das abstrakte Konzept eines Verbotes zu verstehen. Also setzte ich auf Verständigung, fragte einen der Mieter nach seiner Verwaltung und schrieb ein Mail: Hallo, ich wohne direkt gegenüber, ich habe einen kleinen Sohn, der gern auf die Rutschbahn möchte und im Sand spielen. Bitte machen Sie mir einen Vorschlag zur Mitbenützung. Ich zahle auch gern dafür.
Ich schickte das Mail ab und ging mit meinem Sohn in die Stadt und kam zurück und nahm ihn vor der Haustüre aus dem Buggy, und er marschierte zielstrebig zum Spielplatz, und ich ging ihm nach und hob ihn hoch, und während ich ihn forttrug, was er mit verärgertem Zappeln quittierte, wusste ich: Sohn, du wirst niemals hier spielen dürfen.
Die Antwort lag auch schon in meiner Inbox parat:
Guten Tag Herr Meyer
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider können wir Ihnen da nicht entgegen kommen.
Dieser Spielplatz ist ausschliesslich für die Kinder unserer Mieter vorgesehen. Da können wir keine Ausnahme machen.
Sinnigerweise wohnt gegenüber nur eine Familie mit Kind. Dieses benutzt den Spielplatz so gut wie nie. Ich habe es letzten Sommer zweimal dort gesehen und diesen Frühling einmal.
Und so wird der Spielplatz auch dieses Jahr unbespielt bleiben, mit der kleinen und für mich bereits jetzt betrüblichen Neuerung, dass mein Sohn danebenstehen muss und ich ihm nicht erklären kann warum.