Gibt es eigentlich noch die Frauen, die einen guten Kuss zu schätzen wissen? Gibt es solche, die noch nie wirklich gut geküsst wurden? Gibt es solche, die endlich wieder mal gut geküsst werden möchten. Und wo sind eigentlich die Frauen, die selbst auch formidabel küssen können? Ich...
geldverächter
es soll ja leute geben, die geld ganz grundsätzlich als unheilvolle erfindung betrachten und trotzdem nicht zurück in den dschungel wollen. aber er geht ihnen der sinn ab für profit, buchhaltung und sich bereichern. sind menschen, die sich eine welt ohne geld vorstellen können zu bemitleiden oder zu beneiden? bist du ev. selbst so einer?
ich meinte eigentlich ziemlich kritisch mit dem kapitalismus umgesprungen zu sein. jedenfalls weit kritischer als du mit dem anarchismus.
da bringst du einige dinge durcheinander: der marxismus ist eine sozialistische bewegung unter vielen. jede sozialistische bewegung ist per se äusserst faschismusanfällig, eben weil sie alle an eine gemeinschaftsmoral appellieren. dann hast du den nationalsozialismus als rechtes phänomen hingestellt, ein geläufiger irrtum. das politikspektrum ist ein kreis. oder wieso meinst du, ist der ex-rafer horst mahler heute ein bekennender neonazi? die fratze lacht sich selber an. und nein, weder links noch rechts spielen für mich eine rolle - jetzt einmal von der tatsache abgesehen, dass dieser vorwurf für einen links stehenden ein ziemlich absurder ist. ;) obacht ist immer dort angebracht, wo die moral überhöht wird. und genau das tust du hier ständig, wie ich finde. jede moralische vorstellung beginnt mit einer plumpen lüge. deine ist es beispielsweise, die menschen als mediengesteuerte unfreie lemminge hinzustellen. genau dasselbe lässt sich im aktuellen parteiprogramm der pnos nachlesen:
pnos.ch
minoritäten müssen der allgemeinheit immer unbedarftheit unterstellen, sonst ist es vorbei mit der ideologie. spieglein, spieglein an der wand.
Wir haben in der Schweiz ein Verrechnungssystem:
de.wikipedia.org
Für mich ist weniger die kurze Dauer von drei Jahren relevant, denn die Tatsache, dass dieses Gesellschaftssystem nur als antoganistisches Modell gegenüber dem Franco-Diktatur existieren konnte - mit der Dauer des Sowiet-Kommunismus ist das ganz ähnlich. Hätte ein Feindbild gefehlt, wäre dieser schon viel früher kollabiert. Das scheint mir eher eine Art Stockholm-Syndrom. Übrigens: Was hält dich eigentlich davon ab, dich einer der - real existierenden - Anarchien anzuschliessen? Es gibt ein paar entsprechende Kommunen.
Wo wird denn in unserem System konkret Geld gehortet, Vorwärts? Das brächte ja niemandem etwas, wenn das Geld einfach so gehortet würde. Nun, auch der Nationalsozialismus war eine Form von Sozialismus. Immerhin wurden unter dem Nationalsozialismus grosse Teile des kommunistischen Programms umgesetzt. Die NSDAP war eine Arbeiterbewegung.
Eigentlich mag ich Bölls treffende Worte gegenüber der Nachkriegsheuchelei, aber seine politische Gesinnung war stets etwas umstritten, wie dir sicher bekannt ist, hat er damals sogar mit der Baader-Meinhof-Bande sympathisiert, nur um keine Zweifel aufkommen zu lassen. Das besagte Buch habe ich noch nicht gelesen, insofern kann ich mich dazu nicht äussern. Bücher sind subjektive Interpretationen der Realität, wenn überhaupt.
In der Waldorfschule dürfte ähnliches über die Empathie gelehrt werden. Man kann ja auch anderer Meinung sein. Es passt natürlich gut in dein Konzept, wenn man den Menschen zum nicht-determiniertes Gestaltungsobjekt verkommen lässt, das man beliebig gestalten (umerziehen) kann. Ich verneine.
aber ob man auf andere sichtweisen und argumente eingehen kann, hängt unter anderem eben auch davon ab, wie weit man seine eigenen position in frage stellen kann (man kann es besser, je sicherer man ist) und ob man empathie gelernt hat. dass man empathie lernen muss, dass dies nicht einfach als biologisches programm bei der geburt mitgeliefert wird, sagt zumindest erich fromm. und, wenn ich mich nicht täusche auch arno gruen. und wohl noch ganz viele, die sich mit psychologie und pädagogik beschäftigen.
die charakterzüge mit biologie zu begründen ist übrigens nicht so neu, wie man manchmal meint. schon bei platon finden sich entsprechende gedanken. aber eben, nun haben wir schon wieder so viele namen... und wer hat heutzutage schon zeit zum lesen? dazu noch, wo wir mit dem internet inzwischen die total "informierte gesellschaft" haben.
(andrea: in diesem posting versteckt sich wieder ein witz, bzw. eine ironische stelle. da kannst du gleich das humorerkennungsprogramm testen...)
p.s.: andrea, das war jetzt ironisch, nicht dass du meinst, mir trost spenden zu müssen. aber wenn du ein humorerkennungsprogramm kennst, gub' bescheid und wend' es an!
ach ja, und wer war goethe schon wieder? hat der nicht mal ne quitzshow moderiert? ne, der hiess, glaube ich, anders. auch etwas mit g...
Mir sind solche dinge, wie unten aufgeführt, zutiefst zuwider. Verurteilen tu ich sie aber nicht.
Was mir am allermeisten zuwider ist und in mir eine große skepsis hervorruft, sind menschen, die ständig versuchen, andere zu missionieren und ihnen ihre lebensglocke überzustülpen versuchen. Seien es nun religiöse, esoterische, veganische, linke, rechte, sonstige. Jeder mensch macht während seines lebens bestimmte erfahrungen, die ihn prägen. Man kann andere an seinen erfahrungen teilhaben lassen. Man kann sich austauschen und über dinge, sichtweisen und weltbilder, die sich als der jeweiligen lebensbiographie ergeben, diskutieren. Der andere ist eingeladen, die sichtweisen zu teilen, zu kritisieren, zu hinterfragen und /oder abzulehnen. Aber all das geschieht unaufdringlich und mit dem nötigen gegenseitigen respekt der unterschiedlichen lebensbiographien.
Was mir zudem zuwider ist. Sind menschen, die über dinge und sachverhalte urteilen, ohne sich jemals damit intensiver auseinandergesetzt haben.
Ich glaube, dass du ein recht einsamer und vom leben frustrierter mensch bist, andrea. Das tut mir wahrlich leid.
@vorwärts: wo bleibt das kind in dir? keine antwort auf gar nix. und kannst du bloss reden und klug philosophieren oder engagierst du dich konkret in deinem leben für die dinge, die dir wichtig sind? wenn dus nicht tust, ist das ganze hier nämlich überflüssig. wenn dir was dran liegt, tue was für die veränderungen, die du haben willst, wenn nicht, verbring die zeit mit was sinnvollerem: lies witze, lach, geh tanzen) - es sind nicht die nur-redner die neues erschaffen auf diesem planeten, es sind jene die handeln. also statt z.b. 180 minuten pro woche hier im forum mit schreiben zu verbringen könntest du zb. schwimmen gehen, deinen workshop anbieten, ins theater gehen (oh, kostet ja geld ;-) ) du könntest dem kassierer ja einfach deine im garten gezogene gurke anbieten? :o) vielleicht braucht er grad eine. :-) du magst ja zitate: "warte nicht auf wind, nimm selbst das ruder in die hand". natürlich kostet ein boot geld, ok ein anderes: 'es gibt keinen weg ins glück, glück ist der weg' - buddha. das glück ist hier. genau jetzt. erkennst du es oder liegen die ganzen gedanken übers geld und die welt, die nicht so sein soll, wie sie ist, drüber? das leben ist schön, ob mit oder ohne geld. unser planet und das leben darauf sind ein wunder. so viel faszinierendes, interessantes ... so viele möglichkeiten, es sich zu gestalten...
du hast es vielleicht nicht gemerkt, aber das argument, mit dem du das buch von böll vom tisch gewischt hast, war kein argument. ausser man ginge davon aus, dass links generell verdächtig und rechts vertrauenserweckend wäre. aber das ist kein boden für eine sachliche argumentation. das hat nichts mit akademisch oder so zu tun, sondern böll beschreibt verhältnisse, die auch anderswo zuhauf beschrieben werden. nur bringt böll es besonders anschaulich auf den punkt. es lohnt sich also das buch zu lesen. es trägt übrigens den spannenden utertitel: wie gewalt entstehen und wohin sie führen kann. wenn dich das thema medien wirklich interessiert, dann liest du das buch und kommst dann mit einem tiefsinnigen kommentar. ok?
wo kämen wir denn hin!?, wenn immer alle nur sagten "wo kämen wir denn hin?" und keiner ginge zu schauen, wo wir hinkämen, wenn wir gingen.
mary, weisst du auch noch einen?