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Uns geht's doch gut, oder?

Kürzlich lauschte ich im Zug einem Gespräch. Ich weiss, das macht man nicht; dennoch es war interessant und zwar so, dass ich mich an euch wende. Es ging im Gespräch darum, dass gewisse Organisationen keinen Sinn machen würden. Unter anderem stellte der junge Mann seinem Partner die Frage, für was es denn eigentlich Gewerkschaften brauche? Erst dachte ich; Gewerkschaft, na klar. Aber dann? Gute Frage: Ich meine es geht uns ja wirklich gut. Sicherer Lohn, genügend Ferien, sichere Arbeitsplätze. Früher war das schon anders, aber heute? Braucht es Gewerkschaften wirklich noch? Ich habe auf jeden Fall noch nie eine gebraucht...

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29 BEITRÄGE
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Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu den Gewerkaschaften. Grundsätzlich links denkend sehe ich ein Bedürfnis nach der Vertretung der Arbeitnehmerschaft, allerdings hat sich die Arbeitswelt in den letzten Jahren (in der Schweiz) stark verändert. Der Bedarf an Massen von ungelernten Arbeitskräften für grosse industrielle Betriebe ist stark gesunken und die Befähigung der Arbeitenden für die Jobs sollte zuoberst auf der Prioritätenliste der Gewerkschaften stehen. es ist aber einfacher, Fahnen zu schingen und in Pfeifen zu pusten, anstatt den schwach bis gar nicht gebildeten Arbeitern zu helfen, die nicht immer anspruchslose Arbeit erledigen zu können. Ich würde mich freuen, wenn mehr von den gescholtenen Unternehmern wieder den Anspruch des fördernden Patrons erfüllen würden und auch die Gewerkschaften die Macht der Bildung und nicht des profanen Protests erkennen würden. In der Ausbildung liegt die Macht, liebe UNIA, nicht in roten Fahnen und Trillerpefiefen.

 

In der freien Wildbahn gäbe es gar keine Banken. Und es wärden auch keine Gewerkschaften nötig. Denn jeder Wucherer (übrigens ein sehr mittelalterliches Wort), jeder Spekulant, jeder Sklaventreiber würde schnell am nächsten Baum aufgeknüpft (der ausführende Mob wäre dann wieder die Urform einer Gewerkschaftsbewegung). Aber wir haben unsere Rechte und Gesetze, und wir haben vor allem eine staatliche Gewalt, welche das heilige Recht auf Eigentum gnadenlos durchsetzt.
Ein Hoch auf die UNIA, die es in den letzten paar Jahren als einzige Gewerkschaft wieder gewagt hat, etwas kämpferische Töne in die Sache zu bringen. Sie hat in einigen Arbeitskämpfen unseres jungen Jahrtausends gute Arbeit geleistet und dabei mitgeholfen, substantielle Verbesserungen zu erreichen (Swissmetal, SBB Cargo, Novartis Nyon, Bau-Branche, punktuell auch im Verkauf, etc.). Die Mindestlohninitiative bringt einen wichtigen Pflock in den Diskurs um Arbeit/Lohn. Und vor allem: die UNIA spielt den Ur-Refelex "Wir guten Schweizer gegen den Rest der Welt" nicht skrupellos aus, sondern - im Gegenteil - klärt engagiert über internationale Zusammenhänge auf und ruft zur Unterstützung ausländischer Arbeitskämpfe auf. Fakt ist: ohne den energischen Einsatz der Bauarbeiter in den letzten Jahren, unterstützt durch die UNIA, wären die Arbeitsverhältnisse auf dem Bau viel viel schlechter als sie es heute sind (wenn auch weit nicht so ideal wie sie sein könnten).

 

@ristretto: Das heutige Geldsystem verursacht ungerechtfertigte Wohlstandsunterschiede und ist total unfair. Die staatlichen Zentralbanken erhöhen die Geldmengen laufend in der (irrwitzigen) Vorstellung, dies "erhöhe den Wohlstand". Inflation ist die direkte Folge davon. Die gut ausgebildeten Reichen verstehen die Bedrohung und halten Realwerte. Dadurch profitieren sie sogar von den steigenden Preisen. Der Mittelstand hat Sparkonti und Pensionskassenguthaben, welche durch den Inflationismus laufend an Kaufkraft verlieren. Die armen Leute werden von Inflation am härtesten getroffen, weil sie einen Grossteil ihres Einkommens für Konsumausgaben verwenden. Klar gab es im Mittelalter Wohlstandsunterschiede. Ich sehe aber nicht ein, warum diese durch die Tatsache begünstigt wurden, dass jeder seine eigenen Münzen prägen konnte. Wohl eher mit dem Mangel an Respekt vor individueller Freiheit und Privateigentum, den du ja selber erwähnst.

 

@graf: Der Bankensektor ist durch die Tiefzinspolitik künstlich aufgebläht. In der freien Wildbahn wäre das Bankensystem etwa so banal und unspektakulär wie die Wasserversorgung. Die Banken, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit einigen Jahrzehnten in dieser Form.
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Es wäre sinnvoll, wenn einige Banken bankrott gehen würden. Der Prozess ist nicht angenehm, aber ein wichtiger Teil einer effizienten Wirtschaft. Sinnlose Unternehmen verschwinden, und machen anderen Platz, welche das Kapital und die Mitarbeiter sinnvoller einsetzen (zugunsten der Kunden).
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Unternehmen sollten sich so wenig wie möglich über Schulden finanzieren, sondern über Ersparnisse. Genauso wie die Banken werden auch gewisse Branchen (z.B. Immobilien) durch Tiefzinsen künstlich aufgebläht, was immer wieder im Katzenjammer endet.

 

hügli, das hatten wir doch schon: in einem freien markt wären jetzt alle banken pleite, die unternehmen würden kein geld mehr bekommen und die firmen müssten alle mitarbeiter entlassen. schon vergessen?

 

also ich hab noch nie gebraucht
- das strafgesetzbuch
- gynäkologe, proktologe, chirurgen und hebammen
- ahv, witwen und waisenrente
- radio nrj und tofu
also weg damit.
aber was in meinem kellerabteil liegt brauch ich. noch das letzte teil

 

@Pimp: Peperino hat aber geschrieben "Züriberg", nicht Seefeld oder K4/5. Der Züriberg war IMMER bevorzugte Lage.
Ich kann sehr gut verstehen, was er/sie meint - ich weiss von mehr als einem Stadtzürcher Exekutivmitglied welches der SP angehört aber mehrere Immobilien in Zürich besitzt, deren Wohnungen ganz sicher nicht in die Kategorie der "erschwinglichen Mieten für alle" gehören. Von wegen Wasser predigen und Wein trinken....
Genau so sind die Präsidenten der Gewerkschaften nichts anderes als CEO's welche einen klaren Auftrag haben und dafür bezahlt werden. Und dieser Auftrag ist eben "schuld", dass uns die Verbissenheit auf Kleinigkeiten welche Gewerschaften manchmal an den Tag legen mit etwas gesundem Menschenverstand betrachtet oft etwas schwierig nachvollziehbar und etwas gar weit hergeholt erscheint.

 

Hügli, dieses 'wirklich liberale System' das du beschreibst (wo jeder sein eigenes Geld drucken kann etc) gabs im Mittelalter. Extremer als damals waren Macht und Wohlstand seither nie mehr verteilt. Adam Smith, der Vater des heutigen Liberalismus, schrieb seine Thesen explizit zur Überwindung dieses feudalen Raubrittertums. Damit Staaten zu Wohlstand gelangen konnten, und nicht wie bis anhin ein paar wenige Fürsten und Oligarchen. ...Manchmal habe ich das Gefühl, jene, die am lautesten von Liberalismus schreiben, haben das geringste Wissen darüber.

 

@ristretto: Hör mal auf über mich zu reden, und setze dich mit der Sache auseinander. Die Ursache der Krise liegt in der staatlichen Zentralplanung und Monopolisierung des Geldmarktes. In einem wirklich liberalen System wäre das nicht möglich: Dort wären nicht Millionen Menschen praktisch gezwungen, ein paar wenige Staatswährungen zu verwenden. Es gäbe keinen künstlichen Anreiz durch künstlich tiefe Zinsen, sich zu verschulden. Es gäbe weniger Fehlallokationen von Kapital. Die Banken wären weniger profitabel als eine Schreinerei. Die armen Leute würden nicht unter Inflation leiden, und die Reichen würden nicht davon profitieren (was momentan der Fall ist).
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Die Politik wird von individuellen Entscheidungen (Stimmen) bestimmt, sie war schon immer "privatisiert" und das ist auch gut so. Genauso ist die Wirtschaft schon längst "demokratisiert", denn die individuellen Kaufentscheidungen jedes Einzelnen bestimmen schlussendlich die Produktion.
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So und jetzt könnt ihr mich wieder neoliberal nennen, ohne auf meine Argumente einzugehen.

 

Gewerkschaften arbeiten oft im Hintergrund, zum Beispiel bei Lohn- und Gesamtarbeitsverträgen. Natürlich kann man das Gebaren einzelner Gewerkschaftsbosse mit Recht kritisieren. Ohne Gewerkschaften hätten wir aber Zustände wie im 18. Jahrhundert: 72 Stundenwoche, Samstagsarbeit, keine Ferien. Kein Arbeitgeber verbessert freiwillig die Arbeitsbedingungen, jede Verbesserung muss umkämpft werden. Verkäuferinnen sind leider schlecht organisert und können, wie bei Vögele, einfacher auf dei Strasse gestellt werden. Ohne Gesamtarbeitsvertrag (bzw. Gewerkschaft) sind Arbeitsnehmer immer der Willkür und Laune des Chefs ausgesetzt.

 

Wozu braucht es Gewerkschaften, wenn das Schweizer Dumm-Volk seine eigenen Rechte an der Urne ablehnt?
"Wollt Ihr, Ihr Schwachköpfe, die 35-Stunden-Woche?" - " Himmel, nein, am liebsten würden wir wieder 46 Stunden arbeiten."
"Wollt Ihr, Ihr Dumm-Beutel, 6 Wochen Ferien im Jahr?" - "Um Himmels willen nein, gar keine Ferien würden auch genügen."

 

Eine ideale Wirtschaft oder Gesellschaft gibts im Paradies. Da gibts auch noch gleich 100 Jungfrauen obendrauf.

 

Ideal ist eine Wirtschaft, in der es keine Gewerkschaften braucht. Sie sind die negative Entsprechung zu Kartellen und damit genauso gefährlich wie diese.

 

charles hügli, die religion (oder sagen wir: die ideologie) der du anhängst, die geht grad mit der globalen wirtschaftskrise den bach runter.
diese dinge, die die ganze gesellschaft betreffen, können per definition nicht apolitisch sein (oder nur 'ökonomisch', wie du sagst). der neoliberalismus versucht seit 3 jahrzehnten, die politik zu privatisieren, damit die entscheidungen in kleinen zirkeln von finanzkräfigen eliten getroffen werden können. hat zum glück in der schweiz mit ihrer direkten demokratie nicht funktionert. auch mit ein grund, weshalb gewerkschaften hier in der schweiz nicht so dringend sind wie in anderswo (deutschland ist ein gutes beispiel, wo die bevölkerung sowohl von politikern als auch betriebsräten/gewerkschaftern beschissen wird, aber selbst nichts zu sagen hat).

 

von emergency: «dass Unternehmer sich sehr gut überlegen müssen, jemanden fest anzustellen, weil er - auch bei Flaute - einen Teil der Belegschaft kaum noch loswird» Einer der seine Belegschaft bei Flaute loswerden will, ist ein neoliberales Arschloch und kein Unternehmer! Gewerkschaften gibt es und sind notwendig wegen der unersättlichen Gier der Besitzenden.
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Was haben Kühe mit Waisenkindern zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, aber wenn man genauer hinschaut sieht...
Mach auch mit!
Booste dieses Projekt!
VolksblattNews Saab will Bevölkerung für Gripen-Kauf günstig stimmen: LUZERN - Saab wirbt bei Schweizer… http://t.co/TDIvDUFD7J" target="_blank">http://t.co/TDIvDUFD7J
16 minute ago
cori_roe @Cliff_Lightyear nö, beides :) 2 wuche vancouver-feriä, im juli neuchatel und im september denn luzern ;)
21 minute ago

Sprachaufenthalt in *Australien*

Hoi zämä
Ich plane Anfang 2013 für zwei Monate nach Australien zu reisen um einen 4wöchigen Sprachaufenthalt zu machen und mir dann noch das Land anzusehen. Bei meiner Recherche bin ich auf "linguista.ch" und "ef" gestossen. Da ich doch auch schon 27 bin, wärs schön wenn etwa gleichaltrige...

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Französisch auf Finnisch
 
Dass skandinavische Bands ein Hit-Gen besitzen, dass ist musik-medizinisch bewiesen. Diese Herren hier heissen French Films, sind aus Finnland und machen Indie-Musik. Der Kreischende-Fans-Faktor ist sehr hoch bei ihnen, was nicht nur am charismatischen Sänger liegen mag. Gute Musik braucht jubelnde Menschen. Ron jubelt mit. Support: BRNS aus Belgien.
20:00 Sedel
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The final curtain
 
15 Jahre lang hat Fredy Studer die Jazz-Formationen in «Joyful Noise» geleitet. Die erfolgreiche Reihe wird nun mit dem 30. Konzert aufgelöst. Das letzte Konzert wird mit der Tänzerin Anna Huber und dem Cellisten Martin Schütz als krönendes Highlight über die Bühne gehen.
20:00 Theater Pavillon Luzern
 
Wulffmorgenthaler
 
 
DNA-Porträts
 

Als die Künstlerin Heather Dewey-Hagborg während einer Therapiesitzung in der Ritze eines Bilderrahmens ein Haar entdeckte, begann sie sich zu wundern wessen Haar dies wohl sein könnte und wie diese Person aussehen könnte.  So kam sie auf die Idee des faszinierenden und gleichzeitig beängstigenden Kunstprojektes Stranger Visions. Anhand von genetischen Spuren, die, ob bewusst oder nicht, jeder auf den Strassen hinterlässt, analysiert sie die Ethnie, die Augen- und Haarfarbe und erstellt so Porträts. Ein paar Beispiele, sowie ein Selbstversuch der Künstlerin, findest du hier.

 
Präriehundesprache
 

Dass Präriehunde auf ihren Hinterbeinen stehen können und dabei fast so aussehen wie Menschen, ist allgemein bekannt. Dass diese aber auch über die komplexeste bisher entschlüsselte Tiersprache verfügen, würden wohl die wenigstens vermuten. So beschreiben die Warnrufe nicht nur die potentiell gefährliche Spezies, sondern auch weitere Details über deren Aussehen. Der Forscher Con Slobodchikoff hat die Erkenntnisse aus über 30 Jahren Forschung in einem achtminütigen Video zusammengefasst. Anschauen

 
Ein Chrome Experiment
 

Zum Glück funktioniert Google Chrome auf Android und iOS, denn so bleibt das Spiel Racer niemandem vorenthalten. Das geniale daran ist, dass die Rennstrecken über bis zu fünf Smartphones oder Tablets laufen können. Dafür braucht es nicht einmal eine App, sondern nur den Chrome-Browser. Ausserdem ist der Sound genial und der Spielspass, das kann ich garantieren, ist enorm. Start your engine!

 
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Stadtschreiberbeiträge
Hier findest du Beiträge von Stadtkindern, die es lieben, für ihre Stadt zu schreiben. Der Inhalt stammt nicht von Ron und muss auch nicht seiner Meinung entsprechen. Du willst selber Stadtschreiber werden? Hier mehr Infos.

 
 

Stadtgespräch
Wenn man was zu sagen, trällern oder diskutieren hat, kann man das hier im Stadtgespräch tun.  

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Marktplatz
Wenn man auf der Suche nach etwas (WG Partner, Konzert Ticket, etc.) ist oder etwas zu vergeben (Wohnung, Ex Freund/in) hat, dann kann man das auf der Marktplatz tun. Oder gleich ein Inserat aufgeben.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Letzte
Gib deinen Senf dazu! Alles kann auf ronorp.net kommentiert werden und die besten Kommentare erscheinen hier: 
 
 
 
Und am 14. in Zug: www.chollerhalle.ch
 
lutown zum Thema: "Wer verkauft mir ein Ticket für Element of Crime (Winterthur)?"
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Hallo Bonugat Auf deine E-Mail-Adresse scheint ein Delivery-Fehler zu kommen. Hast du eine...
 
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Falls das dir auch passt: Element of Crime spielen am 15. + 16.06.2013 in Riehen bei Basel :)
 
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