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Bedingungsloses Grundeinkommen - revolutionäre Vision oder Utopie

Mich interessiert es einfach was Ihr dazu denkt. Habe letzte Woche die Diskussion in der Sendung Arena gesehen und es beschäftigt mich und ich möchte mich mit anderen über diese Thema austauschen.
Was hällt ihr davon? was sind die Probleme? Welche sind Pro/Contra Argumente? Welche sind euere Lösungsansätze?
Einst ist klar, das heutige System funktioniert nicht.

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97 BEITRÄGE
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Das BGE ist etwa so schlau wie der Glaube an die 72 Jungfrauen.

 

ich habe keine lust immer irgendwelche leute zu unterstützen:
die die nicht arbeiten wollen, die kinder , die familien, die alten, die jungen usw.
ich arbeite und ich will auch etwas von meinem lohn haben und nicht nur steuern, direkte bundessteuer, versicherungen, mehrwertsteuern, kirchensteuer, Bedingungsloses Grundeinkommen usw bezahlen.
ich werde auch nicht unterstütz und muss für mich aufkommen

 

heri, es geht effektiv nur darum, wieviel auf dem konto der leute sein wird. wenn du zugibst, dass mit BGE weniger auf dem konto sein wird, du aber propagierst, dass die leute trotzdem glücklicher sein werden, bist du einfach ein scharlatan. wie andere vor dir.

 

@Pimp: Interessante (neue) These zur bolschewistischen Gewaltherrschaft der ersten 10 Jahren der Sowjetunion. Was machten die Leute dann genau nach den 10 Jahren, als sie alle gemerkt haben, dass sie beschissen wurden? Nun?
Die sogenannte Verelendungstheorie - wonach es den Menschen zuerst schlecht gehen muss, bis sie anfangen aufzumucken - ist in der realen Welt durch keine überzeugenden Beispiele belegt. Und abgesehen davon: Eine allfällige Nichteinführung des BGE würde an den von Dir ins Feld geführten Reichtumsunterschiede auch keinen Deut ändern, im Gegenteil. Wenn alles so bleibt, wie es ist, dann werden die Reichen immer reicher.

 

heri, am schluss gehts nun mal in jedem system darum, was der einzelne auf dem konto hat. ich verweise beispielsweise auf den beginn des sozialismus in russland nach dem zar, wo die leute bereit waren zu darben, weil sie an das versprochene paradies glaubten. bis sie nach ca einem jahrzehnt merkten, dass sie genaugleich beschissen worden waren wie zuvor. dieselben versprechen machte übrigens auch der neoliberalismus: absolute freiheit wurde versprochen, bis die leute erkannten, dass freiheit in diesem system nur mit viel geld zu haben ist.
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hans kissling veranschaulichte in 'die feudalisierung der schweiz', wie ungleich die vermögen in der schweiz verteilt sind: 3 leute im kt. zürich besitzen soviel vermögen wie 1/2 der kt.-bevölkerung. 10 leute soviel wie 2/3 der bevölkerung. 100 soviel wie 3/4 der bevölkerung. das notabene ohne unversteuertes schwarzgeld im ausland, was die unterschiede nochmal verdoppeln würden. das ist doch die 'barbarei' die du ansprichst. wie würde sich das mit dem BGE ändern? die antwort lässt sich vorwegnehmen: gar nicht. aber das BGE würde immerhin die leute nochmal 10 jahre ruhigstellen, weil sie an irgendwas glauben können, ohne dass effektiv was an der ressourcenverteilung verändert werden müsste.

 

@Lucid: Ja, ich bin der festen Überzeugung, dass wir diese Alternativen haben. Du hast natürlich recht. Im Paradies werden wir hier auf Erden nie leben. Aber wir können es vor Augen haben, und danach streben. Alles andere heisst ja letztlich nichts anderes, als die Barbarei zu rechtfertigen. Es widerspricht dem gesunden Menschenverstand, den erklärten Menschenrechten, ja sogar unserer eigenen Verfassung.

 

orkus, nachrechnen! die fremdwährung hast dul korrekt, jetzt noch mal hinter die prozente. und setzen
dabei hast du so schön angefangen - ist wirklich der haken, dass die arbeitgeber geld wie blöd einsparen das die konsumenten ausgleichen. das ist vermutlich auch der grund, dass ein wellershof so begeister vom bge ist. aber diese finanzierung ist ein modell, wie es funktionieren könnte und wie hoch eine allfällige steuererhöhung ausfallen würde. im initiativtext selbst steht nichts von der finanzierung - einfach als info: mit 12.- pro 100.-- ausgaben wäre das ganze finanziert. mir wärs das wert, auch wenn ich kaum in den genuss davon kommen werde. tiefere einkommen würden steigen, so dass niemand gross darben müsste. spiels doch einfach intelektuell mal durch und fall nicht immer in diesen jämmerlichen ich-brauch-mehr-geld reflex.

 

Weisst du, heri, irgendwie klingt deine Schlussfrage für mich ein bisschen so, als würdest du fragen: "Möchtest du im Paradies oder auf der Erde leben?" Sind das wirklich zwei Alternativen?

 

Isegrim:
Cool, wenn ein Artikel - wie du schreibst - in der Schweiz statt CH 108.- neu CHF 120.- kosten wird.
Dann fahre ich ja noch lieber nach Deutschland und kaufe den CHF-Artikel statt für CHF 120.- weiterhin für 55 EURO.
Das heißt ca. CHF 50.- (84%) gespart statt "nur" CHF38.- (14,4%).
Wohl im Rechnen nicht aufgepasst?

 

Cool, wenn Hunderttausende von CH-Arbeitgebern Millionen von CH-Arbeitnehmern je CHF 2500.- im Monat weniger bezahlen müssen.
Cool, dann leiste ich mir von den CHF 100'000.-, die ich bei meinen 40 Leutchen spare, jeden Monat eine Weltreise im Privatjet.
Kommst du mit als Kofferträger für CHF 2500.- vom Staat (natürlich 3. Klasse)?

 

Es ist schon interessant, wie die Diskussion um's BGE gleich auf die Frage reduziert wird, ob nach der Einführung nun mehr oder weniger auf meinem Konto sein wird. Das zeigt nur, wie nötig und überfällig eine wirklich grundlegende Diskussion ist, wie wir unser Zusammenleben organisieren wollen.
Für die Mehrheit der Menschen in der Schweiz wird sich mit Einführung des BGE vordergründig finanziell nichts ändern. Zumindest kann das BGE unter diesem Gesichtspunkt und mit diesem Ziel organisiert werden (wenn das gewollt ist). Arbeitnehmer: Der Anteil des BGE wächst in den bestehenden Lohn hinein. Arbeitgeber: Was an direkten und indirekten Lohnkosten gespart wird, wird schlussendlich Form von BGE-Abgaben anfallen, ob das nun über MWST oder irgendeine andere Art von Steuer sein wird. Konsumentenpreise: Da es für die Mehrheit der Beteiligten ein finanzielles Nullsummenspiel ist, werden sich auch die Preise in Durschnitt nicht ändern.
Nochmals, und es kann nicht deutlich genug gesagt werden: Das BGE tritt nicht an, sämtliche Probleme dieser Welt zu lösen. Wir werden auch MIT einem BGE in (fast) der gleichen freien Marktwirtschaft leben, mit all den Vor- und Nachteilen welche diese begleiten. Aber eines wird sich grundlegend ändern: Die Position des Einzelnen gegenüber den (wirtschaftlichen) Institutionen wird sich erheblich verbessern. Die Vertragsfreiheit wird damit m.E. ein bisschen freier. Der existentielle Zwang wird ein wenig gemildert.
Die Frage ist nur, ob wir das wollen oder nicht. Wollen wir eine solidarische Welt, in welcher es ein Recht auf eine angemessene Existenz gibt, oder wollen wir weiterhin den neoliberalen Scheiss weiterführen, wo das Recht des Stärkeren gilt, wo die Schwachen zwangsläufig unter die Räder kommen? Für mich ist die erste Alternative klar die erstrebenswertere.

 

Es ist ja gar nicht die Absicht des Grundeinkommens, dem Einzelnen das Konto aufzustocken, sondern darum, dass jeder Mensch eine Existenzgrundlage besitzt, ohne betteln zu müssen.
Die grösste Veränderung, die sich ereignen würde, wäre eine mentale und nicht so sehr eine materielle.

 

da gibt es nicht mehr geld für mich da mir der arbeitgeber 2500 weniger bezahlen muss.
d.h. die 2500 gibt es nicht zusätzlich zu meinem lohn, der bleibt gleich, also nichts für mich.
indirect kriegt der arbeitgeber das geld da er mir 2500 weniger bezahlen muss

 

@kitty11 Na klar gibt es die 2500 Fr auf DEIN Konto! Dein Arbeitgeber sieht nix davon.

 

Hier zwei sehr interessante Text zum Thema:
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Draw my life
 
Er ist ein New Yorker Grafiker und Maler, Hausbesetzer und American Book Award Preisträger. Der gute Eric Drooker. Der Herr der Stiftminen hat schon in sehr jungen Jahren die Liebe zur Zeichenkunst entdeckt. Zunächst nur für linke Publikationen und später u.a. auch für die Zeitschrift The New Yorker stellte er Cover und Plakate her. Mittlerweile hat er selbst auch drei Bildbände auf den Markt gebracht und damit seinen Namen in der Kunstszene einbetoniert. Heute Abend findet im Rahmen der Reihe Erweitertes Wohnzimmer ein Dia-Vortrag mit Drooker im Centro Sociale statt. Der Eintritt liegt bei einer gezeichneten 0
19:30 Centro Sociale Saal
 
Töne aus dem Hobbit-Land
 
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20:00 Prinzenbar
 
Wulffmorgenthaler
 
 
Tokyo City Symphonie
 

Zum zehnjährigen Jubiläum des Roppongi Hills Mori Tower, einem 238 Meter Hochhaus mitten in Japans Hauptstadt, wurde die Seite Tokyo City Symphonie ins Leben gerufen. Mittels deiner Tastatur kannst du ein gigantisches Modell des Hauses und der umliegenden Gebäude mit Musik und Licht bespielen. Absolut grossartig gemacht und sehr einnehmend. Hier gibt es ein tolles Video und hier kannst du gleich selber Hand anlegen

 
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In Zukunft gibt es keinen Klassenkampf mehr, sondern einen Kampf in und um Metropolen, so die Grundthese des Neo-Marxisten David Harvey. In einem Spiegel Interview spricht der Brite über Immobilienblasen, irrwitzige Prestigebauten und Häuslebauer als Feinde der Revolution. Lesen
 
Hier gebären Männer
 

Da Wehen im Grunde nichts anderes als Muskelkontraktionen sind, die man mittels Elektroden auch künstlich erzeugen kann, lässt sich der Schmerz relativ einfach simulieren. Zwei Männer haben sich der Geburtssimulation ausgesetzt und den Schmerz aller Schmerzen über sich ergehen lassen. Vielleicht auch um der Urfrage, ob Männer oder Frauen härter im Nehmen sind, auf den Grund zu kommen. So würde es aussehen, wenn Männer gebären.

 

Stadtschreiberbeiträge
Hier findest du Beiträge von Stadtkindern, die es lieben, für ihre Stadt zu schreiben. Der Inhalt stammt nicht von Ron und muss auch nicht seiner Meinung entsprechen. Du willst selber Stadtschreiber werden? Hier mehr Infos.

 
 

Stadtgespräch
Wenn man was zu sagen, trällern oder diskutieren hat, kann man das hier im Stadtgespräch tun.  

 
 

Marktplatz
Wenn man auf der Suche nach etwas (WG Partner, Konzert Ticket, etc.) ist oder etwas zu vergeben (Wohnung, Ex Freund/in) hat, dann kann man das auf der Marktplatz tun. Oder gleich ein Inserat aufgeben.

 
 
 
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