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Gibt es heutzutage noch mehr als 2 driftige, nein, triftige (!) Gründe, Kinder zu bekommen?

Fraktion 1 sagt: Nein. Die Liste, die gegen Kinder spricht, ist unendlich lang. (Ich erspare euch die Details.)
Fraktion 2 sagt: Ja, und ausserdem bist du ohne Kinder keine richtige Frau, sondern ein hedonistisches Ego - Schwein.
Ich hake diesen inneren Konflikt langsam für mich ab, ehrlicher Input würde mich allerdings interessieren.

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112 BEITRÄGE
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Was ist die Motivation dazu, Kinder auf die Welt bringen zu wollen? Hm. Vielleicht auch, etwas wertvolles weitergeben zu wollen? Z.B. das Wunder des Lebens? Das wäre doch eine Möglichkeit...

 

wenn man als kinderlose das gefühl zu hat sich rechtfertigen zu müssen und sich schwer tut damit: mit kindern gibt es noch viel mehr anlässe, dieses gefühl zu haben

 

Kristallin, du hast mich falsch verstanden. Eine Entscheidung "kinderlos bleiben" ist falsch bei mir, "kinderlos sein" und es richtig finden im Moment, das ist der stimmige status quo.
Den Text mochte ich einfach, weil er schön geschrieben ist.
In diesem Zuge will ich gerne auf den Text von der mir hochgeschätzten deutschen Denkerin Juli Zeh im gestrigen Tagi hinweisen- hat ihn jemand gelesen und dazu eine Meinung?
Ich will ich nacher gerne noch verlinken, wenns klappt.
Generell finde ich diese Rechtfertigungszwänge sind sehr schwierig zu umgehen, daher vielleicht mein ausufernd progressives Auftreten hier. Abe man ist wirklich in einer schwachen Position als kinderlose Frau, weil "etwas fehlt" in den Augen vieler.

 

@debalier: wunderschön geschrieben :-)
@dunkelziffer: deine romantische schwarzmalerei amüsiert mich fast ein bisschen (sorry...). hinreissend inkonsequent. Da beissen sich optimisten, idealisten, ja sogar realisten an dir die zähne aus ;-)
@giuseppina: so viel text, um die kinderlosigkeit zu rechtfertigen. Hoffe in deinem kopf und in deinem bauch fühlt sich deine entscheidung "kinderlos bleiben" nicht so problematisch an.

 

HIERZU EIN FEINER TEXT, NICHT VON MIR:
Irgendwie bin ich in letzter zeit ständig über die Frage gestolpert, ob Kinder glücklich machen. In der vorvorletzten Nido zum Beispiel (wobei die Frage dort als Aussage mit Ausrufezeichen gestellt wurde).
Neulich meinte ich zum Mann, dass die Frage doch völlig am Thema vorbei sei. Der Mann, der deutlich wohlwollender der Menschheit gegenübersteht als ich, meinte, dass ich zwar Recht hätte, er gleichwohl die Frage danach gut verstehen kann.
Am Anfang meines Kinderwunsches stand jedenfalls das Bedürfnis nach Reproduktion.
Daher finde ich auch immer das Argument, Kinderlose seien egoistisch total absurd. Kinder bekommen ist genauso egoistisch.
Wenn man sich unsere kleine Erde mal anschaut ist es wohl das Letzte, was sie braucht mehr Menschen und wenn wir aussterben, wird sie wohl maximal einmal laut rülpsen. Von der Relevanz des Menschen in Hinblick auf das Weltall möchte ich gar nicht erst sprechen.
Kinder in die Welt zu setzen ist ein einziger Egotrip. ‘Krönung unserer Liebe’ bedeutet doch nichts anderes als ‘wir finden uns so geil, wir wollen die Welt mit unseren Genen bevölkern’.
Die Frage nach dem Glück stellt sich meist aber erst, wenn sie da sind. Der Reproduktionsteil ist am Einfachsten.
Dieses Erziehungsdings und die Hilfestellungen, die zu leisten sind, damit die kleinen Nacktmolche zu freundlichen, reflektierenden, lustigen Menschen mit (Selbst)Ironie werden, machen am meisten Arbeit.
Und da kommt Paul Watzlawick ins Spiel. Meine Mutter, die ein großer Fan von ihm ist, erzählte mir mal, dass er sich sehr über das amerikanische Schulsystem aufgeregt habe. Dort würde den Schülern nämlich verkauft, dass Schule Spaß machen würde.
Wenn sie nun in der Schule sind und feststellen, dass Schule zur Vermittlung von Wissen aber nicht zur Unterhaltung und zum Amüsement da ist, sind sie enttäuscht. Viel ehrlicher wäre es doch gleich klar zu machen, dass Schule etwas ist, was sich vor allem einmal nicht vermeiden lässt. Diese Einstellung ist deutlich weniger enttäuschend.
Früher ließen sich Kinder nicht vermeiden. Sie kamen oder sie kamen nicht. Die Frage nach dem persönlichen Glück durch Kinder wurde nicht gestellt, Kinder galten höchstens als Segen.
Heute kann man wenigen Menschen glaubhaft vermitteln, dass man aus Versehen ein Kind bekommen hat. Das heißt, ab dem Moment in dem man schwanger ist oder zur Schwangerschaft beigetragen hat, ist man in einer Rechtfertigungsposion. Die Schwangerschaft ist heute das Statement, dass man sich bewusst für ein Kind entschieden hat.
Und Voilà sind wir in der Spaß/Glück/Fun/Happyness-Bullshitfalle. Denn wenn ich bekomme, was ich mir gewünscht habe, muss ich auch glücklich sein. Freu Dich Du Sau!
Dabei ist nicht unbedingt die Umwelt das Problem, wir selber sind es genauso, schließlich wollten wir ja das Kind und auf einmal hat man Schwangerschaftstreifen, einen Wabbelbauch, ein brüllendes Kind, einen genervten Ehemann, ein minimales Sexualleben und das Nervenkostüm von Mariah Carey.
Und das wird auch erstmal nicht besser. Irgendwann können die Kinder zwar laufen und sprechen, dann brüllen sie nicht mehr aber sie finden andere Wege weiterhin große Mengen Energie, Nerven und Geld aus ihren Eltern zu saugen.
Und während man also wie ein ausgesaugter Zombie zur Arbeit trottet, die Augenringe mit Concealer verbirgt, teure Vitamine schluckt in der Hoffnung, sie würden wenigstens ein wenig der Energie zurückgeben, sich übernächtigt mit Problemen rumschlägt, vor denen man sich bestens erholt gefürchtet hätte, verlangen wir auch noch von uns, gefälligst glücklich zu sein.
Und da das meist nicht klappt, sind wir enttäuscht.
Fakt ist, ich renne nicht wie ein Honigkuchenpferd durch die Gegend und kreische vor Glück aber ich bereue meine Entscheidung auch nicht, Kinder in die Welt gesetzt zu haben. Und das nicht weil Sie mir so viel geben, oder weil sie so niedlich sind wenn sie schlafen, sondern einfach, weil ich Lust auf die Erfahrung habe, mit dem Mann zusammen Kinder großzuziehen.

 

yeah ristretto, wir befinden uns ja auch in der Schweiz ;)
keine Angst, ich hebe nicht ab, ich stehe um 6 auf und leg mich um 23 Uhr schlafen, dazwischen erziehe ich meine Kinder und gehe zur Arbeit und erziehe meine Kinder und koche und erziehe ich meine Kinder und esse und erziehe meine Kinder und bringe sie zu Bett und dann -
aber das interessiert dich ja gar nicht, offensichtlich hast du nämlich meinen letzten Beitrag auch nicht sehr aufmerksam gelesen, da war nämlich sehr wohl von erziehen, nicht nur von haben die Rede ;)
bist du mit der Erziehung überfordert oder woran leidest du sonst, dass du so gehässig schreibst? Oder gehörst du doch einfach zur Angst-Fraktion ?

 

"allein des Kinder habens wegen speziell Respekt geniesst"
naja, nicht gleich abheben. kinder bringt noch jeder zustande. die erziehung zu bewältigen steht auf einem anderen blatt.

 

yeah, smokey, das Leben, Kinder, Abenteuer - manchmal super, manchmal schwierig. Das tollste am Kinder haben sind die Kinder ;) das Schwierigste am Kinder haben sind Leute im Umfeld, die glauben, Kinder haben sei total bescheuert. Total abgedroschen aber wirklich wahr: es gibt Orte, wo man allein des Kinder habens wegen speziell Respekt geniesst - mehr als des Ärztin seins wegen, weil sie wissen, dass Kinder grossziehen keine Selbstverständlichkeit, und schon gar keine Dummheit ist, sondern eine grosse und anspruchsvolle Aufgabe ;). Diese Orte befinden sich leider nicht in der Schweiz.
Ja, die meisten die ich kenne, die keine Kinder wollen, haben Angst, und das wahrscheinlich mit recht: das Leben wird unberechenbarer! Und turbulenter, und lustiger, und phantasievoller und kuschliger und kritischer und farbiger, aber darauf kann man natürlich auch verzichten. Suum quique ;)

 

Manche erfinden schon sehr interessante Weltschmerztheorien, um sich gewissenlos in ihrem Selbstmitleid zu suhlen und anderen dabei Egoismus vorzuwerfen. Was steht dahinter? Die pure Angst vor dem Leben. Arme Tröpfe.

 

@ dunkelziffer... ich habe meinen standpunkt schon ein paar seiten zuvor beschrieben, wenn ich unter betrachtung der realität des (globalen) daseins nach einem sinn für all das leid &&& suche, wird mir übel & ich renne gegen eine innere mauer.
ich gehe sogar soweit zu sagen - niemand scheint irgendwas zu wissen, was der irrsinn menschlicher zivilisation soll - trotz tausender spiritueller / religiöser theorien. jedes tier scheint sich richtig zu fühlen, so wie es ist, nur wir kommen nicht klar... in genau dieser unwissenheit habe ich mir schon oft die frage gestellt, ob die langsame selbstzerstörung des menschseins oder/und der erde in ihrer gegenwärtigen form einen sinn in der evolution des universums ergibt. zu irgendwas muss das ganze ja gut sein - & unser blick über den tellerrand ist seeehr begrenzt, egal wie gute teleskope wir erfinden.
ich - geb´s zu - wäre in mehrerlei hinsicht zu schwach, einem kind ein wirklicher vater zu sein, darum gab´s für mich nie die frage nach gründen sondern schon früh ein intuitives "nein".

 

Den Menschen in das unerbittliche Trial and Error-Geschehen hineinzustürtzen, nur weil es schon von Anbeginn der Zeit besteht, halte ich persönlich für keinen zureichenden Grund für Kinder.
Denn wenn ein Mensch innerhalb dieses Trial and Error Prinzips ein Fehlschlag auf ganzer Linie ist, mag es für irgend ein natürliches Prinzip des Lebens womöglich dienlich sein, dieser einzelnen Person in ihrer gesamten Subjektivität wird es jedoch keinen Augenblick ein Tropfen Linderung sein, dem Zweck der Natur gedient zu haben.
Ich weiss doch nicht, wie das perfekte Leben auszuschauen hat.
.
.
.
If only we could do
If only we'd dare
To fill every void
With love and with care

 

«dunkelziffer: "Und ja, das Leben ist wertvoll, meiner Meinung nach zu wertvoll, um es als Versuch zu behandeln" - Leben hat als versuch begonnen, try and error, seit anbeginn der zeit. **** Wie müsste denn das leben aussehen, das perfekte, deiner meinung nach, damit es wert wäre gezeugt und gelebt zu werden? Und könnten das die unentwegten und unerschrockenen kindermacher/-innen mit dem try-and-error-prinzip in einigen hundert oder tausend jahren erreichen?

 

Zum Glück habe ich meine unstürzbare Meinung zum Thema und muss mich nicht weiter damit auseinandersetzen.
Zwei Punkte sind mir jedoch aufgefallen:
Die Furcht, dass die Menschheit erlösche, hat kei Grundlage. Egal was auch passiert, es wird immer genug Menschen geben, die nichts besseres wissen, als sich fortzupflanzen.
Dass die Menschheit ausstribt, ist ein völlig hypotethisches Szenario, das niemals eintreten wird und es macht überhaupt keinen Sinn, sich darüber ernsthaft Gedanken oder gar Sorgen zu machen.
Und ja, das Leben ist wertvoll, meiner Meinung nach zu wertvoll, um es als Versuch zu behandeln, ein Kind zu zeugen und einfach mal aufs Beste zu hoffen.
Ich persönlich könnte niemals ein Kind verantworten, ohne mir vorher aufrichtig die Fragen zu beantworten, wie ich mögliches Leid, Einsamkeit, Krankheit, Ausbeutung der individuellen Existenz, sinnlose Erschöpfungsarbeit vermindern oder gar verhindern könnte.
Menschen behaupten dann gewöhnlicherweise, dass Leid und Tod und alles Schreckliche nun mal zum Leben dazu gehöre... schön, ok, dann akzeptiere ich einfach diese scheiss Bedingungen des Lebens nicht und boykotiere sie, indem ich mich nicht fortzsetze.
Wie viele Menschen schon warfen kurz einen Blick auf ein miserables, anderes Leben, und dachten, dass sie selbst so, wie der andere niemals Leben könnten?
Und doch lebt ein anderer ein für dich unvorstellbares Leben, das sich jener einst genausowenig vorstellen konnte, wie du.
Es sind genauso "Versuche" wie eure, Söhne und Töchter, für die man (hoffentlich) das Beste gewünscht hat, aber in der vollendeten Bewusstlosigkeit der Vorgeburt wahrscheinlich besser aufgehoben wären, als in der Existenz.
Und was ist nun mit jenen Menschen, die noch mehr Pech hatten? Sei es ein Penner auf der Gosse, ein Krüppel, der vielleicht nie die wohltuende Wärme einer Umarmung erfahren wird, ein, bis über die Belastbarkeitsgrenzen Ausgebeuteter usw.?
Und wie kann man es z.B. einem Menschen zumuten, dass er sterben wird, ohne selbst einmal diese Erahrung gemacht zu haben (was ja unmöglich ist)?
Es braucht eine rechte Portion Engstirnigkeit und Ignoranz um ein Kind zu zeugen, ansonsten könnte man diese Schuld nicht ertragen.

 

Liebe Madam Schröder
Hier mein Input: Wie die meisten Frauen (inkl. mir) ist Dein Problem nicht wirklich ein Pro/Kontra-Problem! Denn seien wir ehrlich, eine RATIONAL geführte Liste kommt immer zum Ergebnis: Nein! Eine emotionale halt immer zum Gegenteil: JA!
Das eigentliche Problem ist die Zeit! Es ist nun gottverdammtnochmal so, dass die Zeit für Frauen um Kinder zu kriegen begrenzt ist, gemessen mit den anderen Möglich- und Gegebenheiten des Lebens sogar unfairmässig kurz! Für einen Zeitraum von wenigen Jahren (nach Ausbildung, nach der Suche nach dem passenden Mann, nach dem Geldverdienen, nach dem Reîsen) heisst es "Jetzt oder gar nicht!" Und das entspricht weder dem Denken und Fühlen der meisten Frauen, noch überhaupt dem momentanen Zeitgeist...
Just my credits...

 

Ich finde die finde die Frage nach den Gründen eine etwas merkwürdige Frage und vor allem sollte sie nicht an einzelne Personen gestellt sondern viel eher an die ganze Menschheit gestellt werden. So lautet die Frage doch viel eher: soll die Menschheit weiter existieren? Finden wir das (menschliche) Leben wertvoll genug, um es erhalten zu wollen, oder verdrücken wir uns lieber von dieser Existenz und bringen uns alle um als äusserste Konsequenz? Ich zumindest finde das Leben spannend genug, dass ich es gerne mag und da ich nicht leben würde, wenn nicht irgendwelche Eltern mich erzeugt und Menschen dafür gesorgt hätten, dass ich überlebe, deshalb bin ich ganz klar der Meinung, dass es Gründe gibt Kinder zu kriegen, nicht für jeden einzelnen, aber für die Menschheit bestimmt. Das aufziehen von Kindern ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, genauso, wie es auch noch andere wichtige Gesellschaftliche Aufgaben gibt, wodurch wir unsere Menschheit pflegen. Auch Politik oder Sozialarbeit, so wie kulturelles Engagement und vieles mehr, eigentlich fast alle Berufe und unbezahlten Tätigkeiten, welche zu mehr dienen, als sich auf Kosten anderer zu bereichern, gehören dazu. Kinder Grossziehen gehört leider noch immer zu den unbezahlten Tätigkeiten, obwohl es eine sehr wichtige ist. Es ist Arbeit, bestimmt eine Arbeit, die man oft gerne macht, weil es eine sehr menschliche Arbeit ist, aber trotzdem nimmt es sehr viel Zeit in Anspruch, welche ich nicht ausnahmslos als Freizeit bezeichnen würde. Es ist Zeit, in der andere Geld verdienen und sich ihre Rente sichern, es ist Zeit in der andere ihre sozialen Netzwerke pflegen, es ist Zeit, in der andere (zum Teil sehr viel) Geld verdienen, eine Karriere verfolgen. Es ist eine Arbeit die noch immer mehrheitlich Frauen leisten. Ich selbst bin alleinerziehende Mutter und ich bereue es keinen Moment, dass ich mein Kind behalten habe, trotz nicht wirklich idealen Verhältnissen. Was ich aber erlebe, ist wie viele Frauen und wohl auch einige Männer in dieser Situation oft an den Rand ihrer Kräfte gelangen, weil sie neben diesem Full-Time-Job auch noch Geld verdienen müssen und halt auch noch ihre Träume haben, ihre Interessen, ihre Kreativität. Neben jedem normalen Job hat man noch Zeit, für andere Interessen und um soziale Netzwerke (und ich meine damit jetzt nicht Facebook, sondern analoge, bzw. Mensch zu Mensch Kontakt) zu pflegen. Klar gibt mir meine Tochter viel zurück, aber ich möchte ihr doch auch etwas geben können, was aber manchmal schwierig wird, wenn am Schluss einfach keine Energie dafür mehr vorhanden ist.
Was ich mit dem Ganzen sagen will, ist: Ja, es gibt gute Gründe Kinder zu kriegen, aber es ist verdammt hart in unserer Gesellschaft. Jemand der kein Kind hat kann sich nun mal nicht vorstellen, was das heisst und das meine ich nicht irgendwie arrogant oder so, es ist einfach eine Tatsache. Seit ich ein Kind habe fühle ich mich auch oft extrem ausgeschlossen, es ist manchmal, als wäre die Gesellschaft geteilt in die, die keine Kinder haben. Und wenn ich zur anderen Hälfte dazugehören will, muss ich so tun, als hätte ich kein Kind. Ich wünsche mir mehr Feste, die am Tag statt finden, wo sich Menschen mit und solche ohne Kinder treffen können, ich wünsche mir eine Gesellschaft, die gesamthaft eine Verantwortung für ihre Kinder übernimmt, indem das Elternsein mit Steuergeldern bezahlt wird, und keine Gratisarbeit mehr ist. Ich wünsche mir, dass diese Kluft zwischen Kinderlosen und Eltern eines Tagen verschwinden kann. Was soll das für eine Gesellschaft werden, in der man entweder reich sein muss, um ein Kind grossziehen zu können, oder aber stets am Rande eines Burn-outs rumschlingert, oder aber sich selbst vollkommen aufgeben muss und nur noch für das Kind da zu sein; ich denke, bei allen drei Varianten hat's einen Haken, irgendwas läuft verdammt falsch momentan. Ich hoffe, ich bin nicht die einzige , die dieser Meinung ist. Ich glaube, ich könnte noch viel schreiben und einiges, was ich geschrieben habe ist vielleicht nicht ganz richtig ausgedrückt, aber so in etwas ist das wohl meine Meinung zum Ganzen.
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