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JA zum Buch - JA zur Buchpreisbindung

Liebe Leute
Die Buchpreisbindung liegt mir sehr am Herzen und die Schweizer Bevölkerung stimmt am 11. März darüber ab, ob diese wieder eingeführt werden soll. Mein Tipp: JA zum Buch.
Alle Argumente dafür können unter www.ja-zum-buch.ch aufgerufen werden.
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Komitee GEGEN die Buchpreisbindung mit Parolen aufwartet, welche zum Teil einfach nicht stimmen oder verdreht werden. In dessen Reihen finden sich hauptsächlich Leute aus SVP und FDP. Diese wissen gar nicht, wie der Schweizer Buchmarkt genau funktioniert und vergleichen das Buch mit einer normalen Ware aus dem Supermarkt. Doch das Buch ist ein Kulturgut, welches mit dem wirksamen Mittel der Buchpreisbindung zu schützen ist.
An vorderster Front gegen die Wiedereinführung der Buchpreisbindung kämpft Ex Libris. Die Migros-Tochter ist jedoch alles andere als eine normale Buchhandlung und denkt nur an ihren eigenen Profit.
Mir ist aufgefallen, dass die Leute nicht genau wissen, worum es überhaupt geht. Deshalb meine Bitte an euch: Lasst euch nicht von den unwahren Parolen des Nein-Komitees einlullen und informiert euch, worum es genau geht.
Und noch ein letzter Hinweis: Alle unsere Nachbarländer haben eine Buchpreisbindung. Und es funktioniert. Warum sollte die Schweiz als fast einziges Land (neben Belgien und Grossbritannien) wiedermal aus der Reihe tanzen?
Es dankt herzlich
Eine Buchhändlerin
www.ja-zum-buch.ch

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56 BEITRÄGE
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Hi Perlentaucher - ich bin weder Künstler noch Schweizerin. Lese nur gern abseits vom Massengeschmack (der sich über den Preis - deinen bevorzugten Mechanismus - leider gegenüber Qualität und Wahrheit durchsetzt, denn wir leben in der Basarwirtschaft). Magst du etwa Weltbild, ex libris und Amazon? Ist das nicht gruusig? Sooo viel Müll für wenig Geld, für Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher - und die wirklich guten Bücher sind dennoch teuer, und ich muss sie bestellen, genau wie ich das beim richtigen Buchhändler zuweilen musste. Ich glaube an die Liebe, nicht an den Markt :-)

 

Ich frage mich, warum die Buchhandlungen versuchen, die Buchpreisbindung durchzusetzen, und soooo viel Geld und Energie darauf verschwenden, dieses längst überholte Gesetz zu verankern. Sind wir denn bei Jurassic Parc?
Und könnten wir, wenn wir schon dabei sind, auch die Löcher im Käse irgendwie gesetzlich sichern?
Viel wichtiger wäre es, ebendiese Energie in Konzepte und Strategien im Umgang mit DIGITALEN MEDIEN und ähnlichen kommenden Neuerungen zu investieren. Die Welle der Innovationen die jetzt auf den Medienhandel zurollt ist immens - statt sich damit zu befassen, werden noch immer Rettungsringe erstritten, die vielleicht im Gemeindeschwimmbad nützlich sind, aber im globalen Medienmeer schlichtweg lächerlich. Und wird es, wenn es nicht schon ist, für alle.
Bitte, richtet Eure Augen auf Kommendes, statt die alten Scherben (als Folge der eigenen Trägheit) mit einem löchrigen Flickwerk zu retten...

 

Warum sollte gerade das Buch von einem festgesetzten Preis profitieren? Gibt es das bei der Musik, den Esswaren, der Kunst, den Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs oder Genusses? Ein festgesetzter Preis erinnert mich an den Sozialismus wo alles festgelegt ist. Warum soll hier der Markt nicht spielen dürfen?

 

Wann hattet ihr zum letztenmal ein Buch zum offiziellen, gebundenen Preis in einer Buchhandlung (nicht Internet) gekauft? Wie viele Bücher hattet ihr dort pro Jahr gekauft? Eines? Keines?
Der gleiche Scheiß wie beim Rauchverbot in den Beizen, das wir mehrheitlich denjenigen zu "verdanken" haben, die behaupteten, sie würden beim Essen von den Rauchern eingenebelt.
Gehen jetzt diese Leute wirklich in die Restaurants rauchfrei essen? (Kaufen diese Leute jetzt wirklich Bücher in einer Buchhandlung zum gebundenen Preis?) Nöööööö.
Und übrigens: Wo kauft ihr eure CDs, DVDs und Blu-rays?

 

@gutestun: Es hat nichts mit ALDI Mentalität zu tun. Erstens wird in eine geschlossene Buchhandlung nicht mit drei LIDL Märkten ersetzt (auch wenn ich deine persönliche Frustration anerkenne weil deine arme Bilderbuchschweiz bachab geht) und zweitens geht es nicht ums Pfennigfuchsen, sondern genau um (d)ein Argument: Im Buchhandel geht es um den Inhalt und nicht um den Preis. Somit bedarf es keiner zwanghaften Preissetzung weil sich als gut empfundener Inhalt ohnehin durchsetzen wird. Und komm mal in der Realität an: Der Buchhändler ist und musste immer ein Kaufmann sein. Dein nebulöser "ich bin Künstler und Zahlen interessieren mich nicht" Ansatz ist vollkommen realitätsfern. Und wenn Künstler Inspiration in einer (auch jetzt schon) kleinen, kommerziellen Buchhandlung suchen... na dann gnade ihnen Gott - mit Verlaub: Deine Argumentation ist lächerlich

 

Die Buchpreisbindung ist ein alter Zopf, der eigentlich nicht in unsere Zeit gehört. Mit oder ohne Buchpreisbindung, der Internethandel wird weiter zunehmen. Man könnte sich halbwegs damit anfreunden, wenn garantiert wird, dass deutschsprachige Bücher und Zeitschriften auf keinen Fall teurer sind als in Deutschland. Das ist jetzt leider gar nicht der Fall. Die Verleger würden die Buchpreise für die Schweiz auf zu hohem Niveau einfrieren.

 

@pimp: Hä? Die Zahlen sind vom Nein-Komitee. Sie sind als Replik an das Ja-Komitee zu verstehen, welches behauptet, das Kulturgut Buch würde ohne Buchpreisbindung nicht gefördert. Selbstverständlich ist das nur ein Scheinargument.

 

Die Zahlen des Kommitees sind doch heisse Luft. Was genau haben die Gelder für die Bibliotheken oder gegen den Analphabetismus mit der Buchpreisbindung zu tun? So ziemlich nichts. Hier wird doch mit den hanebüchensten Argumenten versucht, dem Geschäft mit der lukrativen Belletristik ein Kultur-, Kunst- und Bildungs-Deckmäntelchen umzuhängen.

 

Das Komitee hat mir mittlerweile die Kultur-Statistik geschickt. 182 Millionen gehen an die Bibliotheken. Ca. 20 Millionen an Autoren/Verlag/Erschliessung/Vertrieb. 50 Millionen entstehen durch den reduzierten MWST-Satz (hierzu habe ich keine Angaben). Den Screenshot von den 203 Millionen, werde ich beifügen.
Wie auch immer: Die Preisbindung hat nichts mit Kulturförderung zu tun.

 

Liebe Buchhändlerin. Ich habe lange eine Buchhandlung geführt und wäre damals froh gewesen, es hätte keine Buchpreisbindung gegeben! Mit freien Preisen kann man als kleine Buchhandlung kreativ um Kundschaft buhlen. Und das muss man, um nebst grossen bestehen zu können.
Ex Libris nutzt die Buchhandelsstrukturen klever für sich. Schade, dass nicht ich die Idee gehabt habe! Mit dem Gewinn liesse sich wirklich gute Literatur (die man notabene ohnehin kaum in Buchhandlungen findet) prima quersubventionieren! Und darum geht es meines Erachtens. Oder zumindest immer auch.

 

Ich stimme mit JA. Was hätte ich davon, wenn der Buchhändler ein Kaufmann wird statt ein Kulturmensch zu bleiben? Was hätte ich davon, wenn er von den "Kaufmännern" verdrängt wird? Was hätte ich von drei Lidl mehr und statt dessen einer Buchhandlung weniger? Kunst rentiert niemals in Franken und Rappen, & falls doch mal, dann soll der Autor/die Autorin (und auch der Übersetzer/die Übersetzerin) ein paar davon sehen. Im Buchhandel soll nicht der Preis entscheiden, sondern der Inhalt. Wenn wer Unbekannter gute Gedichte schreibt, soll er/sie auch bezahlbare Bücher herausgeben können, statt sie gratis ins Internet stellen zu müssen oder im Gemeinschaftszentrum aufzulegen. ALDI-Mentalität passt zu Pfennigfuchsern & Bankern. Kulturmenschen schauen nur auf das was drin ist und suchen Inspiration, auch beim Buchhändler an der Ecke (Wo gibts den noch?). Was wäre, wenn die Gesellschaft sich statt der Börse wieder einmal Kulturgütern zuwendete? Wirklichen Werten statt Wertpapieren (die demnächst ohnehin wertlos werden)?

 

@legovierf: Der Onlinehandel der Schweiz würde gegenüber dem Onlinehandel aus dem Ausland benachteiligt. Ein Gewinnausweis sagt nichts aus, der Gewinn eines Unternehmens ist eine Zahl, die sich beliebig manipulieren lässt. Es ist völlig unbestritten, dass die Verlage, die Hauptnutzniesser eines Kartells sind, mir ist sehr wohl bekannt, mit was für Kleinbeträgen die Autoren von Verlagen abgefertigt werden.

 

@Mariquita: ich bin nicht Buchhändler aber Mitinhaber einer Buchhandlung.
@PM11: Klar werde ich dich nicht umstimmen können, aber lass dir gesagt sein: absurd sind nur deine Argumente. Amazon (europ. Sitz in Luxemburg) liefert in jedes Land zu Preisen der dortigen Preisbindung. Wenn es überall funktioniert, wieso soll es in der Schweiz anders sein?
Dass sich Verlage "die Kassen füllen", ist einfach nur lachhaft. der Gewinn für den Verlag ist wenn es hoch kommt 1%. Notabene 1% der verkauften Bücher, nicht derer die im Keller liegenbleiben.

 

Für mich ist absolut klar, dass ich NEIN stimmen werde. Feste Preise in einem Markt widerstreben total meinem Freiheitsgefühl und auch einer freien Wirtschaft. Und was soll damit erreicht werden? Faktisch werden bloss die Kassen der Verlage gefüllt, bei den Buchhändlern mit ihrem Mini-Lohn (wenn angestellt) bleibt sowieso nichts hängen. Und was ist mit all den Importen aus einzelnen Internet-Käufen bei Amazon? Soll der Zoll jedes Paket öffnen und wenn es ein Buch ist, den Preis nachprüfen? Absurd!

 

@ legovierf: Bist du selber auch Buchhändler/in, wenn du so gut über den Schweizer Buchmarkt informiert bist?
Übrigens wird heute Abend in der Arena darüber diskutiert oder gestritten. Bin ja mal gespannt.
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Freitag 21:00 FAKT
 
Luke Le Loup
Aus lauter Vorfreude habe ich letztes Wochenende den Hinweis verfrüht verkündet. Die Plattentaufe vom Luke ist heute im 1. Stock. Eintritt 15.- Mehr dazu / Reinhören
Freitag 21:00 1. Stock
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Besuch aus dem Universum: Hast du deinen Glauben schon gefunden? Frage Nina, Hagen, versteht sich, um 21 Uhr auf dem Barfüsserplatz. Oder um 23 Uhr Jars of Clay im Volkshaus. Oder tausend andere an hundert andern Ecken der Innenstadt. Das ganze Programm wird gratis präsentiert. Mehr dazu
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Dieses Bild finde ich stark. Berührend und beklemmend, hässlich sogar? Gespannt, ob sich noch weitere Perlen in der gemütlichen Stube des Raumes Falko an der Haltingerstrasse 13 befinden. Noch schnell ein Auge voll nehmen, bald schon wird dieses Haus nicht mehr sein. Vernissage heute ab 19 Uhr. Bis zum 1. Juni jeweils am Samstag von 12 bis 17 Uhr. Mehr dazu / Stefan Karrer
 
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Wulffmorgenthaler
 
 
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Während die Lead Single Get Lucky praktisch überall auf Begeisterungstürme stiess, gehen die Meinungen bezüglich des Albums Random Access Memory weit auseinander. Von einem Meisterwerk spricht der Spiegel, von massloser Enttäuschung sprechen Fans in diversen Foren. Mich interessiert deine Meinung. Hat sich die lange Warterei gelohnt? Anhören und dann mitreden


 
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