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Haben wir verlernt, das Leben zu genießen?

Der Artikel Glücksmomente von Welt Online beginnt mit einem Zitat des französischen Philosophen Michel de Montaigne: "Wir dürfen niemals vergessen: Unsere vornehmste Aufgabe ist es zu leben." Ein Satz dem damals vielleicht nicht die gleiche Bedeutung zu kam wie heute, aber sehr zu unserer Gesellschaft passt, die vor lauter Mässigung vergessen hat zu geniessen und sich einfach mal gehen zu lassen. www.welt.de

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12 BEITRÄGE

 

Da fehlt vieles. Warum es nicht geht? EIGENNUTZ, NEID UND STATUSSYMOLE sind wichtiger als die Konfontation mit sich selbst. Profilneurotiker

 

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Mh, es wäre trügerisch, sich in dieser Frage der "political correctness" hinzugeben.
Da zum Einen sinnliche Erfahrung ebenso zu "geniessen" gehören kann wie eben das "geniessen" an sich ein Empfinden und keine eigentliche Tätigkeit ist, schliesst dies Genuss an/mit Materiellem keinswegs aus.
Ob Ästhetik und Haptik eines Gerätes, ja ob selbst ein bestätigendes Selbstwertgefühl - auch das kann zu "Genuss" gehören.
Und Bandbreite reicht vom spontanem, gar situativ beiläufig erlebtem Genuss bis hin zum "organisiertem", rsp geplanten Genuss.
Es ist daher keine ethische Frage, wie ob und warum "Genuss".
Eine Problemtatik die sich dabei eher stellt, ist jene des sog. "Ausgleichs". Je eingeengter der Alltag empfunden wird, desto eher besteht die Gefahr sich dafür im Ausgelassen sein Ausgleich zu suchen. Dabei enteht nämlich nichts anderes als das was im Alltag beklagt wird : Druck. Einfach aus der Erwartungshaltung dass man nun Zeit für den "Ausgleich" hat. Und es zwängt ihn wie bereits erwähnt in ein Korsett des Ereignisses, entzieht ihm also die Spontaneität und somit die natürlich Entstehung des Gefühl "geniessen".

 

@Nikocc:
"Komasaufen, schlagende Hooligans, protzige SUVs in den Innenstädten, Konsum, Gier, Smartphone Apps, mit denen sich Sexualpartner per GPS finden lassen, Darkrooms, Swingerclubs, one night stands.. "
"In Bali gab es ein Bombenattentat in einer Disko, weil junge Touris in einem moslemischen Land (Region Bali=Hinduismus) die "Sau" rausgelassen haben."
Das sind alles Extreme, die du da aufzählst. Das heisst: Ausnahmen, die als Gründe herangezogen werden, den 99% umgänglichen Menschen dieser Welt den gehobenen Zeigefinger vorzuhalten und eine falsche Moral und Enthaltsamkeit einzuimpfen.
Das Ende deines Kommentars ist hauptsächlich masslos übertrieben: "Mutter Erde pfeifft auf dem letzten Loch. Jedes Jahr muß es ein neues iPhone oder Androide sein, plus Tablet, plus PC. Die Gesellschaft verfettet, das Fastfood wird maßlos in sich reingestopft. New York verbietet jetzt die XXXL-Getränkebecher voller Süßgetränke, da fast 40% zu fett sind. Jeder zweite junge Mensch rennt mit einer Flasche Bier und eine Zippe durch die Stadt."
??

 

Habt ihr ernsthaft das Gefühl die restlichen 80% Prozent geniessen ihr Leben nur darum nicht weil sie ums Überleben kämpfen? Ich glaube diese 80% Prozent geniesst und schätzt das Leben wesentlich mehr als wir es tun. Und ich gebe euch Genussmenschen recht, es kommt auf die Kleinigkeiten an die man geniessen sollte. Mein heutiger Genuss wird das kühle blonde sein das ich nach der Arbeit geniessen darf :)

 

Und sollen deshalb die restlichen 20% auch leiden? Wir verringern das Elend der Welt nicht, indem wir nicht mehr geniessen. Die Welt wird durch Menschen besser, die das Leben lieben. Wenn ich glücklich bin, will ich andere auch glücklich sehen. Das führt dazu, dass wir uns einsetzen.
Wäre ich auf deiner Schiene, Küsserkönig, ich würde das Elend der Welt vertiefen. Nein, danke!

 

@Lusia: Schön zu lesen, dass es Leute gibt die gleich denken und geniessen wie ich.
Zufreiden und Glücklich sein hat nichts mit Genuss zu tun. Genuss: Materielles & Konsum - alles was man mit Geld oder Arbeit erreichen kann.
Geniessen: In dem der Mensch selbstverständliche Dinge (ein lächeln, eine Umarmung, das gesund sein oder schon nur die Tatsache, dass die Sonne scheint) geniesst - gewinnt er ein Stück mehr Zufriedenheit im Leben. Warum gibt es sonst das Sprichwort: Geld allein macht nicht Glücklich.

 

@Lusia Almoinin
ich mag deinen post, ich seh das so wie du :)
ich glaube einfach, dass vieles für uns selbstverständlich geworden ist und man nicht mehr gelernt hat, auch den wert davon zu schätzen. ich lebe und geniesse das leben, da brauch ich mich nicht extra anzustrengen

 

Statt hier auf alles und jedes einzuschlagen, geht mit gutem Beispiel voran. Dieses "bääh - ihr seid alle sooo schlecht und die Welt ist am Arsch" geht mir auf die Nerven.
Ich geniesse, dass ich die Schönheit der Welt sehe und nicht nur das Schlechte.
Ich geniesse, mit meinen 20jährigen männlichen Nachbarn in der Waschküche über die Vor- und Nachteile des Wäschetrockners zu fachsimpeln; mit geschlossenen Augen bei Regen durch die Stadt zu laufen; ich geniesse es, wenn fremde Menschen mich anlächeln; wenn ich plötzlich Guerillagardening entdecke; ich geniesse; dass ich morgens um 5.30 aufwache und den Sonnenaufgang sehen kann; ich geniesse es, gesund zu sein und tanzen zu können; ich geniesse, dass ich einfach so mitten in der Nacht ohne Angst vor Gewalt in der Stadt spazieren kann..... und und und.

 

Zitat von Ron Orp: "der aber sehr zu unserer Gesellschaft passt, die vor lauter Mässigung vergessen hat zu geniessen und sich einfach mal gehen zu lassen."
Zitat aus der Welt: "Nur zehn Prozent konnten sagen, dass sie häufig Genussmomente erleben, wenn sie etwas Verrücktes oder Egoistisches tun: den Kavaliersstart an der Ampel, einen unvernünftigen Spontankauf in der Boutique oder ähnliche sinnlich-provokante Erlebnisse jenseits des sozial Akzeptierten" Ganz tolle Beispiele, lasst die Kreditkarte qualmen und die Reifen quietschen. Warum nicht das Mountainbike ;-)
Hallo, habt Ihr Euch etwas in den Tee getan? Komasaufen, schlagende Hooligans, protzige SUVs in den Innenstädten, Konsum, Gier, Smartphone Apps, mit denen sich Sexualpartner per GPS finden lassen, Darkrooms, Swingerclubs, one night stands..
Moral, Anstand, Spiritualität, Mässigung, Konsumverweigerung und Ethik, wo sind sie gebileben? Mutter Erde pfeifft auf dem letzten Loch. Jedes Jahr muß es ein neues iPhone oder Androide sein, plus Tablet, plus PC. Die Gesellschaft verfettet, das Fastfood wird maßlos in sich reingestopft. New York verbietet jetzt die XXXL-Getränkebecher voller Süßgetränke, da fast 40% zu fett sind. Jeder zweite junge Mensch rennt mit einer Flasche Bier und eine Zippe durch die Stadt. In Bali gab es ein Bombenattentat in einer Disko, weil junge Touris in einem moslemischen Land (Region Bali=Hinduismus) die "Sau" rausgelassen haben.
Wo ist da bitte eine Mässigung?

 

@von classPortrait: mit dem letzten satz deines beitrages hast du alles gesagt. genuss ist heute saufen bis der arzt kommt, drogen bis ins koma, die natur zerstören (biken in der nacht im wald, openairs, skipisten, etc…) und generell vor allen dingen an zwei tagen in der wochen laut und auffällig zu sein, um dann während fünf tagen wieder einen auf graue maus zu machen.
soll mir keiner sagen, das ist halt so. das sei die arbeitswelt von heute. wir haben das selber geschaffen oder mit-geschaffen und wir haben es jede sekunde in der hand, wieder zu ändern. es fehlt uns nur der mut und somit auch der mut zu wahrem genuss.
genuss hat nichts mit geld und teuren sinnlose reisen in fremde länder zu tun, wo man dann im ressort hockt und eingeflogenes essen aus europa verdrückt. genuss hat auch überhaupt nix mit materiellem zu tun.

 

Erst mal : "geniessen" ist keine Tätigkeit, sondern ein Empfinden.
Diese Feststelung ist insofern wichtig, weil wir es heute gewohnt sind, unser Leben bis hin zu den Tagesabläufen zu organisieren.
So meinen wir auch, dem Genuss quasi Raum geben zu müssen, damit er überhaupt entstehen kann. Diese "Freiräume" gehen dann oft mit bestimmten Tätigkeiten einher bei denen man sich sagt : "jetzt geniesse ich".
Diese vorgehensweise ist keineswegs falsch, sondern verhindert vielmehr das spontane geniessen rsp die Empfindung davon.
Es ist die Erfahrung die uns weissmachen will, welche Tätigkeiten wir mit Genuss assoziieren, so eine Art Statistik nach der wir gehen und dann später meinen, diese bei Bedarf "abrufen" zu können rsp diese Tätigkeiten wieder ausüben.
In einem durchorganiserten Leben will natürlich auch der Genuss organisiert sein und man behelft sich entsprechend.
Dies kann das Gefühl des Genusses jedoch zu einer reinen Tätigkeit degradieren und in Wahrheit sind dann solche Momente ledilich nich "zufriedenstellende", Momente in denen man Ruhe findet, sich an etwas "ergötzt" usw
Vlt ausser Frage steht, das Genuss bei Tätigkeiten in denen man sich zB gestalterisch entfaltet auftritt. Aber auch diese "kreativität" ist lediglich eine von mehreren Formen des Genusses und wer sich darauf beschränkt, steckt den Begriff Genuss ebenso in ein Korsett, wie Jener der einfach Entspannung meint.
Ebenfalls oft assoziiert mit diesem Bergriff wird die sinnliche Erfahrung. Seien es Materialien, gestalterische Elemente, Gegenstände usw.
Von dieser Form von Genuss lebt eine ganz Industrie - der sog. Luxus.
Trügerisch an dieser Form ist auch hier das Korsett nur mit bestimmten Produkten wirklich geniessen zu können.
Ob Hotellerie, Gastronomie, Geräte usw bis hin zu Nahrungsmitteln, Kleidung und tlw Eventsindustrie.
Auch hier : ein "richtig oder falsch" gibt es nicht.
Ich glaube nicht, dass wir verlernt haben, zu geniessen, sondern dass die Assoziation dieses Begriffes oft falsch ist.
Seit der Stadtgründung hat Winterthur eine grosse Gartentradition. Während dem Jubiläumsjahr soll die Stadtbevölkerung nun...
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4 minute ago
mromang @KatjaWalder für dich scheint heute sogar die Sonne in Basel! Bis hüt abig
4 minute ago

Was für die Pelzkragen-Träger,innen

Das Video im Link ist nichts für schwache Nerven, dies als explizite Warnung. Es werden gehäutete Tiere gezeigt, die noch leben, voll Zoom drauf. Es ist absolut grässlich.
Der Link ist für Leute gedacht, die das auf ihr iPhone laden wollen, um es den Trägern dieser Pelzkragen zu zeigen......

Basel Fototrip

Filme die man gesehen haben muss!

Hast du grad noch ein paar Tips auf Lager, welche Filme man im Leben mal gesehen haben muss?

Asien mit Kleinkindern

Hallo zusammen

Wir würden gerne für 2 oder 3 Monate nach Asien reisen. Das wären die Monate Juni, Juli, August. Wir haben zwei kleine...
Gutes Karma gefällig?

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Basel Fototrip
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Die Balz Bar hat bald ausgebalzt. Es gilt, die letzten Tage zu geniessen. Heute rocken Studierende der Jazzschule das Haus. Morgen sind dann wir dran - mit Karaoke. Am Freitag heisst's das letzte Mal Funk Special. Und am Samstag gibt's die ultimative allerletzte Supersause - Der letzte Akt - mit elektronic Music. Mehr
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Dr. Sketchys Anti-Art School ist mal wieder in der Stadt. Das ist genau die richtige Ablenkung von dem Depro-Wetter. Heute steht die Burlesque-Performerin Bettie Bottom Dollar Modell. Also ran an die Pinsel, her mit dem Papier und los geht's. Mehr
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Wulffmorgenthaler
 
 
DNA-Porträts
 

Als die Künstlerin Heather Dewey-Hagborg während einer Therapiesitzung in der Ritze eines Bilderrahmens ein Haar entdeckte, begann sie sich zu wundern wessen Haar dies wohl sein könnte und wie diese Person aussehen könnte.  So kam sie auf die Idee des faszinierenden und gleichzeitig beängstigenden Kunstprojektes Stranger Visions. Anhand von genetischen Spuren, die, ob bewusst oder nicht, jeder auf den Strassen hinterlässt, analysiert sie die Ethnie, die Augen- und Haarfarbe und erstellt so Porträts. Ein paar Beispiele, sowie ein Selbstversuch der Künstlerin, findest du hier.

 
Präriehundesprache
 

Dass Präriehunde auf ihren Hinterbeinen stehen können und dabei fast so aussehen wie Menschen, ist allgemein bekannt. Dass diese aber auch über die komplexeste bisher entschlüsselte Tiersprache verfügen, würden wohl die wenigstens vermuten. So beschreiben die Warnrufe nicht nur die potentiell gefährliche Spezies, sondern auch weitere Details über deren Aussehen. Der Forscher Con Slobodchikoff hat die Erkenntnisse aus über 30 Jahren Forschung in einem achtminütigen Video zusammengefasst. Anschauen

 
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