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der böse grass…

so krass…!

pierreramuz
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101 BEITRÄGE
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www.spiegel.de
Bitte erst lesen und sich dann selber eine Meinung bilden.
Günter Grass wird in meinen Augen - ohne seinen Text bewerten zu wollen - zu Unrecht Antisemitismus vorgeworfen. Er kritisiert die politischen Handlungen eines Staates, nicht per se die Religion des Judentums.
mary_jane_louis

 

Die Antisemitismus-Keule wird immer dann geschwungen, wenn man inhaltlich nichts mehr zu sagen hat.
Auch wenn ich meine, dass Grass inhaltlich eigentlich vollkommen recht hat, kommt mir sein Gedicht doch etwas merkwürdig rein. Eine der besten Kommentare zu diesem Thema - in meinen Augen - ist hier zu finden:
shraga-elam.blogspot.com
Heri

 

grass erhebt seine stimme gegen die kriegstreiberei und ihm wird vorgeworfen, dass er vor über 60 jahren die ss-uniform anhatte. das ist eine sehr wirre reaktion. der antisemitismus-vorwurf ist in diesem zusammenhang völliger mumpitz. - aber liefert deutschland nun u-boote nach israel oder nicht? ein spezialist sagte neulich, dass der käsehandel viel strikter geregelt sei als der waffenhandel. dies ist doch der wahre skandal!
pierreramuz

 

Der Antisemitismus Vorwurf ist wohl darin begründet, dass Grass Israel unterstellt, dass es das iranische Volk, mit Hilfe deutscher U-Boote und eventuell gar nicht vorhandenen Nuklearwaffen, ausrotten will. Er stellt Israel mit den Nazis und ihrer Judenpolitik auf eine Stufe, die UNO macht er so indirekt zum SS-Schergen die den Gashahn bedient.
Die Verstimmung auf dem internationalen Parkett ist also nachvollziehbar, wenngleich auch etwas übertrieben. Das verleiht dem Gedicht ein Gewicht, das es nicht verdient. In meinen Augen ist es naiv und einseitig. Absolut kein Beitrag der die Krise(n) da unten in irgend einer Weise entschärfen könnte. In dieser Einseitigkeit klagt Grass nun also Israel an, als alleinverantwortlicher für das Elend der arabischen Welt. Die Argumentation könnte tatsächlich aus Goebbels Feder stammen. Der Jude der Feind der Menschheit. Noch einen düster gezeichneten Kopf mit Hakennase und fiesen Augen... Voilà, fertig ist das Plakat.
Ob er es auch so gemeint hat, ist dann natürlich eine ganz andere Frage. Aber als Literaturnobelpreisträger sollte man seine Worte wählen können.
Unsichtbarde

 

finde übrigens dass das gedicht in seiner holpperigkeit total herzig rüber kommt, weiss gar nicht wieso sich hier jemand aufregen kann?!?
fatzke

 

hier erstmals das gedicht, damit wir vom selben sprechen.
www.sueddeutsche.de
und nun, christophgeiser, sagst du mir bitte, wo grass sagt, dass israel den iran auslöschen würde. er sagt, dass israel den ohnehin brüchigen weltfrieden gefährdet. und das tut israel ganz offensichtlich. natürlich nicht nur israel, aber das sagt grass gar nicht.
also, wie auch mary sagte: erst lesen, dann kommentieren!
pierreramuz

 

...das behauptete Recht auf den Erstschlag,
der das von einem Maulhelden unterjochte
und zum organisierten Jubel gelenkte
iranische Volk auslöschen könnte...
...flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität
darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
dorthin lenken zu können...
Unsichtbarde

 

nun wurde aus einem "auslöschen will" ein "auslöschen könnte". ist das in deinen überlegungen nebensächlich? grass warnt vor gefahren, die man in kauf nimmt. solchen überlegungen sind ganz sicher nicht antisemitisch. - in deinem vorherigen post schreibst du, dass grass israel mit den nazis auf eine stufe stellen würde. das tut grass ganz sicher nicht. - aber die frage ist schon, ob man israel mit den selben moralischen massstäben messen soll wie andere staaten, oder ob das "heilige land" sich sonderrechte herausnehmen darf, wie's gerade passt.
pierreramuz

 

Als politischer Kommentar in einer Tageszeitung wäre Grass'es Text weit weniger kompliziert. Da er aber die Gedichtform gewählt hat, sind Interpretationen gewollt und gewünscht. Die exakte Wortwahl ist tatsächlich Nebensache. Hätte Grass "will" statt "könnte" geschrieben, wäre es ev. gar ein Straftatbestand. Ich kenne die deutschen Gesetze da zu wenig, denkbar wär's aber. Seine Worte sind die Abstraktion seiner Gedanken und die sind nicht eindeutig fassbar.
Nun, wir haben hier in Europa grad mal 67 Jahre einigermassen Frieden. Die pax romana hielt länger. Damals dachten die Menschen auch, der Krieg sei für alle Zeit überwunden. Leider braucht es für den Frieden aber das Einverständnis aller. Wer sich einseitig zurücklehnt und denkt, man tue ihm nichts, weil er ja ein Lieber ist, hat noch immer eins aufs Maul bekommen. Welche Alternative hat Israel denn? Die Welt auf LSD setzen? Soll es sich auf Europa verlassen? Jenes führungsschwache Konstrukt, das mit seinen Bomben und noch schlimmer, seiner Untätigkeit die sakulären Garantien die Israel hatte, hinweg fegte? Nun sind rings um diesen Staat die religiösen Kräfte an der Macht und die haben sich in der Vergangenheit nicht gerade als Friedenstauben profiliert.
Israel das Recht auf Selbstverteidigung abzusprechen, ist dasselbe wie seinen Tod zu fordern.
Wie man auf die Idee kommt, es gäbe einen Weltfrieden ist mir angesichts der Tagespresse eh schleierhaft.
Unsichtbarde

 

schöner titel: wer antisemit ist, bestimme ich!
taz.de
pierreramuz

 

guter artikel in der taz.
man bemerke, dass der schreiber israeli und wahrscheinlich jude ist.
wäre ers nicht, wäre auch er ein antisemit...
-
während in deutschland blind dem meinungsdiktat der erwähnten israelischen ideologen gefolgt wird, herrscht im deutschen sprachraum ausserhalb deutschlands - siehe bsp schweizer und österreicher presse der letzten tage - eigentlich viel eher verwunderung und abscheu ab soviel instrumentalisierter geschichts-verwaltung, deren ziel schlicht die legitimierung der völkerrechtsverstösse der heutigen israelischen politik ist.
bünzli

 

@von trapp trapp der trapper
So? Und wie war denn damals vor 80 Jahren? Etwas nicht so wie von mir kurz beschrieben?Grass hat das Gedicht geschrieben. Er tat es bewusst und absichtlich. Er ist derjenige der Israel und die Bundesregierung angreift. Wo siehst du hier ein Opfer? Mit den Reaktionen musste er rechnen, schliesslich gabs schon einen Wirbel als seine SS-Vergangenheit ans Licht kam. Wenn ich mich recht entsinne, waren seine Äusserungen damals schon kontrovers.
Wenn es in Ordung ist, dass man Israel kritisieren darf, muss es auch in Ordnung sein, die Kritiker zu kritisieren. Ansonsten wären wir ja in einem totalitären System, nicht?
Unsichtbarde

 

chrigi, kritik an der sache ist voll ok, kritik an der person ist je nach dem auch sinnvoll. aber denunziation, d. h. den ruf eines menschen stur in den dreck zu ziehen, ihm gemeine absichten zu unterstellen, abstruse zusammenhänge wild herbeizuinterpretieren, ist schlimm daneben. dies ist die art von leuten, die von etwas ablenken wollen. - wie kommt es, dass israel seit jahren sich keinen deut um uno-resolutionen schert, eine art apartheid betreibt, menschen tötet und die spirale immer weiter dreht und die weltgemeinschaft zuschaut. gewiss, israel ist in einer schwierigen lage, hat kriege erlebt und möchte sich schützen. aber auf einer anderen ebene wird auch wahlkampf betrieben. nicht nur um israel herum sind religiöse fundis am ruder, in israel selbst auch. und die jetzigen lenker scheinen sich vor allem auf das einfache freund-feind-schema zu verstehen. gibt es da nicht ein mittel dagegen? waffen geben nicht die sicherheit, im gegenteil. aber etwas mehr gerechtigkeit gäbe vielleicht mehr sicherheit.
pierreramuz

 

Also genau das, was Grass in seinem Gedicht auch gemacht hat? Da lese ich auch nichts weiter als pauschalisierende und nicht belegbare Behauptungen welche die Situation dort unten verdrehen, mit dem Ziel, eine Nation zu diskreditieren. Wenn ein zwölfjähriger so ein Gedicht schreibt, ist das ok. Von einem Nobelpreisträger erwarte ich schon wesentlich mehr Differenziertheit. Aber das war nicht gewollt.
Grass ist kein Opfer. Er nutzt den Konflikt um sich ins Gespräch zu bringen und die Verkaufszahlen seiner Bücher anzukurbeln. Ist wie mit den Todesmeldungen von Stars. Die sterben, die Bücher, Filme und CDs gehen weg wie warme Semmeln und schwupp, sind sie wieder unter uns. Das ist Teil des Showbiz.
Moral , Freiheit und Gerechtigkeit sind Schlagworte um sich zu rechtfertigen. Was diese Dinge sind, weiss eigentlich keiner so genau. Aber die Menschen laufen diesen Worten hinterher. Auch die Nazis haben mit diesen Begriffen operiert und sie hatten Erfolg. Die Kommunisten, Sektenführer, selbst unsere Regierungen betören mit diesen Worten. Milliarden sind gestorben weil sie mitgelaufen sind. Und für was? Es hat sich gar nichts verändert. Die Kleinen sind die Idioten und die Reichsten werden noch reicher.
Wenn du und Grass aber wissen, wie man dort unten den Frieden stiftet, dann gehet hin und tut es.
Unsichtbarde

 

es gibt wege zum frieden. mit waffen hingegen eher nicht. sogar der cia, der sonst überall gefahren sieht, sagt, dass der iran weit entfernt ist von einer atombombe. kommt auf den boden leute!
pierreramuz
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Ein ernüchternder Blick in 20 Minuten....

Bin es nur ich, oder wird die 20min wirklich zum neuen Blick?
Gestern war es eine Gruppenvergewaltigung ohne fundierte Fakten.
Heute eine Hijab tragende Aushilfslehrerin die zur Zielscheibe gemacht wird ohne (bis jetzt) ersichtlichen Grund.
Ist das jetzt deren neuer Aufhänger?
Also mich stösst...

Ron in Buenos Aires

Wie lautet dein Lieblingssong zurzeit?

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Ich bin 27 Jahre alt und weiblich, da ich zwischen dem 16.6-28.6 spontan an die Sonne möchte, suche ich eine weibliche Reisebegleitung. Reiseziel:...
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Basel Fototrip
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In der Concierge Bar kannst du in den Sommermonaten jede Woche Tickets für Kulturevents gewinnen. Diese Woche liegen 2 Tix für die Picasso Ausstellung im Kunstmuseum bereit. Der 121. Gast, der bis Ende Woche am Tresen steht, heimst die Tickets ein. Also einfach mal reinschauen und vielleicht hast du ja Glück. Die Glückszahl ändert jede Woche und wird immer montags auf der Concierge Facebookseite publiziert.
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Ab Donnerstag im Kino

Monsters University – Die Monster Uni

 

Die Lieblingsmonster aus dem Pixar-Hit «Die Monster AG» sind wieder da: Der blau-flauschige Hüne James P. «Sulley» Sullivan und der giftgrüne Einäuger Mike Glotzkowski müssen in ihrem jüngsten Abenteuer die Höhen und Tiefen des Studentenlebens durchmachen.

 

Spielzeiten, Trailers, Wettbewerbe und mehr Infos auf:

www.movies.ch

  
 
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Kurator werden leicht gemacht
 
Das Leben eines Kurators stelle ich mir ungefähr so vor: Vernissagen besuchen, über die Transzendenz eines Bildes diskutieren, Champagner trinken, auf fremde Rechnung teuer Essen gehen, meinen Praktikanten damit beauftragen eine Ausstellung zu organisieren, ihn anmotzen, wenn er es schlecht macht, usw. Noch nie waren die Chancen so gut dieses Traumleben (das mit absoluter Sicherheit voll und ganz der Realität entspricht) zu verwirklichen. Denn das Museum für Gestaltung hat einen Wettbewerb ausgerufen, an deren Ende du deine eigene Ausstellung verwirklichen kannst. Was du tun musst: Aus dem eMuseum von über 40'000 Plakaten zehn auswählen und zu einer virtuellen Ausstellung zusammenfügen. Wenn du die Jury überzeugst, kommst du eine Runde weiter. Bis am 25. Juni hast du noch Zeit, also hör auf diesen Mist zu lesen und leg endlich los! Teilnahmebedinungen / eMuseum.
 
 
 
Nur die Gesichter haben gewechselt...
 
Bereits zwei Jahre vor dem Sturz Mubaraks beschrieb Chalid al-Chamissi in seinem Roman Arche Noah, wie es unter heimischem Boden brodelt. Heute sei die Situation in Ägypten noch immer dieselbe, nur die Gesichter hätten gewechselt, erklärte der Autor vergangenen Mittwoch der Tageswoche. Somit bleibt sein kürzlich auch auf Deutsch erschienener Roman von 2009 brand aktuell. Mehr hier.
 
Grillchen entfalt' dich...
 

Anstatt eines Portfolios dachte sich der Jungdesigner Michael Kennedy etwas Originelleres aus: Er schickte einen Grill im C4-Format inklusive Videoanleitung an die Zürcher Hochschule der Künste. Sein Talent zum Industrial Designer hat er mit dem Kirigami BBQ mehr als bewiesen. Ich hatte das Glück den DIY-Grill ausprobieren zu dürfen und kann bestätigen, dass die Würste vorzüglich mundeten! Wer auch gleich losbrutzeln will; den Mehrweggrill gibt's online mit Kohle und Bag zu bestellen. Mehr hier

 
Ron's Videoperle : Reite die Welle !

Starte die Woche auf der richtigen Wellenlänge.

 

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Hier findest du Beiträge von Stadtkindern, die es lieben, für ihre Stadt zu schreiben. Der Inhalt stammt nicht von Ron und muss auch nicht seiner Meinung entsprechen. Du willst selber Stadtschreiber werden? Hier mehr Infos.

 
 

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Wenn man was zu sagen, trällern oder diskutieren hat, kann man das hier im Stadtgespräch tun.  

 
 
 
 
 
 

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