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Wisi-Kolumne
Wisi: Odermatt in Afrika (Teil 10)
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11.12.2007
Wisi: Odermatt in Afrika (Teil 10)
Odi neu in Nairobi und Masai Mara: Ouch-eth, sploosh, zzzzzwap, etc. (siehe Link) Nairobi ist das Gotham City unter den Weltstädten, von der United Nations International Civil Service Commission mit "Status C" ausgezeichnet. Es ist führend in Taschendiebstahl, Raubüberfällen, Vergewaltigungen und Entführungen, und sein würdiges Wahrzeichen ist die Gedenkstätte der 1998 von Al Kaida kaputt gebombten ehemaligen amerikanischen Botschaft. Dagegen wirkt Raubmord an Reggae-Stars in Johannesburg schon ziemlich armselig. Ich erreichte Nairobi am späteren Abend des Kenyatta Day, mit Jomo Kenyatta als Gandhi Schwarzafrikas. Wie jeden Abend hatten Krämer die Gehsteige im Stadtzentrum mit feil gebotenen Zeitungen, Schuhen, Kleidern und kopierten Datenträgern abgedeckt, so dass man keinen Schritt mehr gehen konnte ohne angerempelt zu werden, und für Taschendiebe leichte Beute wurde. Also fuhr ich drei Minuten Taxi zum Hotel, und bezahlte dafür einen ortsüblichen Wochenlohn. Sicherheit ist ein Bombengeschäft in Nairobi, man kann nur hoffen dass Taschendiebe und Taxifahrer fleissig Zeitung lesen, damit sich das auch für die Krämer lohnt. Die Haustür zum Hotel war ein Eisengitter mit Vorhängeschloss, der Eingang im dritten Stock auch. Durch einen weiteren Gitterverschlag reichte einem der Receptionist Klopapier, Seife, Schlüssel und Quittung, und vier weitere Eisengitter schützten die vier Flure zu den Zimmern. Dank Nairobi lernte ich einen Sicherheitsbegriff kennen, den man abmessen kann wie den Lyoner an der Fleischtheke. Rund um die Uhr steht in der Innenstadt alle 50 Meter ein sogenannter Askari. Historisch waren die Askari des Kaisers tüchtigste Pfadfinder in Deutsch-Ostafrika. Heute sind das imposante Securitas mit Schlagstock, Gummischrotflinte oder Sturmgewehr, in deren Gegenwart man mal ganz entspannt etwas weisser sein kann, ausser SP-Frauen und die von der Annabelle natürlich.
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